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Wie werden Lebensmittelallergien festgestellt?

Puzzleteile
Foto: © Luminis / Fotolia.de

Detektivarbeit beim Spezialisten

Eine gründliche Diagnose ist die Basis jeder Allergiebehandlung. Die Untersuchung auf eine Allergie sollte immer bei einem allergologisch erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Nur er kann feststellen, ob die Symptome auf einer Lebensmittelallergie oder einer anderen Unverträglichkeit beruhen.

Besonders wichtig sind die persönlichen Beobachtungen beim Verdacht auf eine Lebensmittelunverträglichkeit oder -allergie. Deshalb nimmt die Anamnese eine wichtige Stellung bei der Diagnostik ein. Sehr hilfreich ist ein Allergie-Tagebuch (Ernährungs-Symptom-Tagebuch). Hierin werden über einen längeren Zeitraum alle verzehrten Lebensmittel und eventuell danach auftretenden Symptome einer Unverträglichkeit vermerkt. So erhält man einen Überblick über Ernährungsgewohnheiten und weitere Ansatzpunkte für eine Diagnostik.

Testverfahren

Meist führt der Arzt verschiedene Tests durch, die eine Sensibilisierung gegen spezielle Lebensmittel nachweisen können. Beim Hauttest (Reibe-, Prick- oder Intrakutantest) werden je nach Verfahren Lebensmittelallergene meist als fertiger Extrakt in die Haut gerieben, gestochen oder gespritzt. Eine positive Reaktion äußert sich dann als Quaddel auf der Haut. Zur Bestätigung der Hauttestung im negativen oder positiven Fall wird häufig eine Blutuntersuchung angeschlossen. Dabei wird nach IgE-Antikörpern gesucht, die bei einer echten Allergie immer vorhanden sind. Bei nicht allergischen Lebensmittelunverträglichkeiten sind im Blut keine Antikörper zu finden. Für den Bluttest gilt ähnlich wie für den Hauttext, dass man die möglichen Verdächtigen immer weiter eingrenzt, aber in der Regel noch keine eindeutigen Schlüsse ziehen kann.

Diagnostische Diäten

Den sicheren Nachweis einer Lebensmittelallergie erbringen nur diagnostische Diäten (Eliminationsdiät oder allergenarme Basisdiät) mit anschließender Provokation.
Bei der Provokation erhält der Patient eine oder mehrere Testmahlzeiten, in denen das verdächtige Lebensmittel versteckt enthalten ist. Treten danach allergische Reaktionen auf, ist der Beweis für eine Allergie gegenüber den getesteten Lebensmitteln erbracht.

Autorin: Dr. Sonja Floto-Stammen, Geldern

Stand: 17.05.2010

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Diagnostik von Lebensmittelallergien

Hier erhalten Sie eine grafische Darstellung von der Vorgehensweise bei einer seriösen Allergie-Diagnostik:

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Umfangreiches Hintergrundwissen über Lebensmittelallergien, ihre Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden finden Sie auf der folgenden Seite:

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externe Links

  • www.aktionsplan-allergien.de
    Allergieportal für Verbraucher des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz
  • www.daab.de
    Der Deutsche Allergie und Asthmabund (DAAB) ist die größte Patientenselbsthilfeorganisation für Allergiker. Der DAAB gibt Informationen und Broschüren heraus und ist Ansprechpartner für schwierige Fragen.
  • www.allergiepraevention.de
    Informationen zu Allergiehäufigkeit in Deutschland, Diagnose, Allergien bei Kindern und Nahrungsmittel-Allergien.
  • www.eufic.org
    EUFIC – europäisches Informationszentrum für Lebensmittel
    Sehr umfangreiche und verständlich aufbereitete Informationen rund um Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten.
  • www.quetheb.de
    QUETHEB e.V. - Institut für Qualitätssicherung in der Ernährungstherapie und -beratung
    Verbraucher und Patienten erhalten hier kompetente, seriöse und produktneutrale Hilfe in allen Fragen rund um die Ernährung, sowie entsprechend therapeutische Unterstützung bei Erkrankungen wie z.B. Lebensmittellallergien.
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Ausgedruckt am: 03.09.2010