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Cholesterin und Arteriosklerose

Cholesterin als Risikofaktor?

Was ist Arteriosklerose?

Arteriosklerose ist eine Veränderung der Schlagadern (Arterien). Es kommt zu Ablagerungen und Veränderungen an den  Gefäßwänden. Dadurch werden sie hart und brüchig. Der Gefäßdurchmesser wird immer kleiner. Es kann immer weniger Blut durchfließen und die Organe werden immer schlechter mit den nötigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Im schlimmsten Fall kommt es zum Verschluss. Die an dieses Gefäß angeschlossenen Zellen und Gewebe gehen dann zugrunde, da sie auf regelmäßige Sauerstoffversorgung angewiesen sind. Besonders gefährdet sind die Arterien, die von Natur aus schon klein und eng gebaut sind, z. B. die Gefäße im Gehirn und die Gefäße, die das Herz versorgen (Herzkranzgefäße). Kommt es hier zum totalen Verschluss, liegt ein Schlaganfall (Gehirn) bzw. Herzinfarkt (Herzkranzgefäße) vor.

Wie kommt es zur Arteriosklerose?

Arteriosklerose ist ein sehr komplizierter Prozess, an dem eine Vielzahl von Faktoren beteiligt ist. Fast alle Menschen haben Ablagerungen an den Gefäßwänden, jedoch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Die ersten Ablagerungen bilden sich vermutlich bereits in der Kindheit. Der weitere Verlauf erstreckt sich über viele Jahre und Jahrzehnte und ist individuell sehr verschieden. Manche Menschen haben ihr Leben lang damit keine Probleme, andere wiederum entwickeln Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Einer der wichtigsten Einflussfaktoren ist das LDL-Cholesterin. Ist zu viel davon im Blut, lagert es sich an den Gefäßwänden ab.

Darüber hinaus spielen aber auch Stress, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Zigarettenrauch, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Umweltfaktoren und zu einem gewissen Anteil auch Vererbung eine Rolle. Einige dieser Faktoren haben gleichzeitig negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Vor allem wenn mehrere dieser Faktoren gleichzeitig vorliegen, steigt das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung.

Wann wird Cholesterin zum Risiko?

Wenn der Arzt den Cholesterinwert im Blut bestimmt, dann misst er in der Regel den Gesamtcholesteringehalt. Dieser Wert hat aus verschiedenen Gründen nur geringe Aussagekraft:

  •  Fachleute sind sich einig, dass es keinen pauschal gültigen „Cholesterinwert“ gibt. Die individuelle Gesamtsituation der Person sollte immer mit einbezogen werden. Liegen weitere Risikofaktoren vor? Hierzu zählen z. B. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Zigaretten rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht u.a. Auf jeden Fall  muss der Arzt eine Einschätzung vornehmen.
  • Der Gesamtcholesteringehalt beinhaltet sowohl LDL- als auch HDL-Cholesterin. Da jedoch nur das LDL-Cholesterin als Risikofaktor für Arteriosklerose gilt, muss eine differenzierte Blutuntersuchung stattfinden, die beide Werte getrennt erfasst.
    Ein hoher LDL-Wert deutet auf ein erhöhtes Arterioskleroserisiko hin, während ein hoher HDL-Anteil davor schützt. Es ist daher günstig, einen niedrigen LDL- und einen hohen HDL-Gehalt zu haben.
    Es gelten folgende Richtwerte:
    LDL sollte unter 160 mg/dl Blutserum liegen
    HDL sollte über 35 mg/dl Blutserum liegen.
    Aber trotzdem: alle weiteren möglichen Risikofaktoren abklären!

Wie kommt es zum erhöhten Cholesterinspiegel?

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann verschiedene Ursachen haben:

  • erbliche Defekte im Cholesterinstoffwechsel
  • Folge verschiedener Krankheiten, z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Nebennierenerkrankung
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • ungünstige Ernährung (hohe Fett- und Cholesterinaufnahme), Übergewicht

Meist ist es eine Kombination aus Veranlagung und äußeren Einflüssen, die zum Anstieg des Blutcholesterins führen. Die Ernährung ist also nicht die alleinige Ursache, aber sie kann sich messbar auf den Cholesterinspiegel auswirken.

Autor: aid, Bonn

Rezepte

Lecker und cholesterinbewusst kochen:  

  • Exotischer Vitamin-Drink
  • Möhren-Orangen-Suppe
  • Gemüsestrudel mit Kräutersauce
  • Chicoree-Pilz-Pfanne
  • Pastinaken-Suppe mit roten Linsen
  • Kürbissuppe

[Datei in neuem Fenster herunterladen] Rezepte als PDF öffnen


externe Links

  • www.lipid-liga.de
    Neben Fachinformationen für Experten (Diagnose, Therapie) finden sich hier interessante für Verbraucher gut aufbereitete Informationen über Cholesterin, Blutfette, Risikofaktoren und Ernährung.
  • www.adipositas-gesellschaft.de
    Hier finden sich Fachinformationen für Ärzte und Therapeuten, z. B. Leitlinien zur Prävention und Therapie von Adipositas.
  • www.cholesterin.de
    gut verständliche, übersichtliche Informationen.
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Ausgedruckt am: 03.09.2010