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Was esse ich?

Brotdose mit Brotgesicht

Grün hat Vorfahrt bei der Lebensmittelauswahl

Die aid-Ernährungspyramide bietet den acht Lebensmittelgruppen in sechs Ebenen Platz. So kann sie ganz individuell mit den jeweiligen Lieblings-Lebensmitteln gefüllt werden. Die Basis bilden die Getränke. Es folgen an zweiter und dritter Stelle die pflanzlichen Lebensmittel, also Gemüse und Obst sowie Getreide(-produkte), die häufig und reichlich verzehrt werden sollen. Tierische Lebensmittel – Milch, Milchprodukte sowie Fisch, Fleisch, Wurstwaren und Eier – sind an vierter Stelle platziert. Sie sollten maßvoll genossen werden. Sparsamkeit ist angesagt bei Ölen und Fetten in Ebene fünf. In der Pyramidenspitze finden sich Süßigkeiten, Snacks und Alkohol. Sie werden geduldet, wenn die Lebensmittel aus Basis und Mittelfeld ausreichend im Speiseplan vertreten sind.

Durch die Begriffe „reichlich“, „mäßig“ und „sparsam“ gibt die aid-Pyramide eine erste Orientierung über Essensmengen, die durch die Ampelfarben grün, gelb und rot anschaulich dargestellt werden. Sie helfen besonders Kindern bei der Bewertung.

grüner Kasten = reichlich
gelber Kasten = mäßig
roter Kasten = sparsam

Autorin: Maria Flothkötter, aid

Stand: 08.09.2009

Ernährungspyramide

Bitte bewegen Sie den Mauszeiger über die Pyramide

Idee: S. Mannhardt
Copyright: aid infodienst

Lebensmittel-
gruppe
Was gehört dazu? Besonderheiten
Getränke
Ikon: Getränke
Mineralwasser, Leitungswasser, Kräuter- und Früchtetee,stark verdünnte Säfte
  • Unverdünnte Fruchtsäfte sind wegen ihres Energiegehaltes ungünstig und zählen nicht zu den Getränken. Stark verdünnt als Schorle (ein Teil Saft, drei Teile Wasser) sind sie o.k.
  • Unverdünnte, zuckerreiche Getränke wie Limonaden, Colagetränke, Eistee und Fruchtsaftgetränke sind wegen ihres hohen Zuckeranteils (und Energiegehaltes) keine guten Durstlöscher. Sie sind wie Süßigkeiten zu behandeln.
  • Milch und Kakao sind nicht in erster Linie Wasserlieferanten, sondern für die Versorgung mit Eiweiß, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen wichtig. Milch zählt deshalb nicht zu den Getränken, sondern zu den Milchprodukten.
  • Kaffee und schwarzer Tee tragen zur Flüssigkeitszufuhr bei. Gegen bis zu vier kleine Tassen ist bei Erwachsenen nichts einzuwenden.

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Gemüse, Salat
Ikon: Gemüse
Gegartes Gemüse, Salate und Rohkost, Hülsenfrüchte (Bohnen, Kicher-/ Erbsen, Linsen und Sojabohnen)
  • Für Salate und Gemüsebeilagen gilt: möglichst frisch, in fettarmer Zubereitung essen - ohne Majonäse, Sahne oder Käse. Wenn doch, dann muss das bei der täglichen Portion Milch(-produkte) und Fett berücksichtigt werden.
  • Tiefgekühltes Gemüse und Gemüsekonserven zählen ebenfalls zu dieser Gruppe.
  • Ein Glas Gemüsesaft kann ab und zu eine der insgesamt täglich drei empfohlenen Gemüseportionen ersetzen.

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Obst
Ikon: Obst
Obst, am besten frisch und der Saison entsprechend, Trockenobst
  • Bei Trockenobst ist die Portion wegen des geringen Wasseranteils deutlich kleiner (etwa 1/2 Hand).
  • Wird bei stark gezuckerten Obstkonserven auch der Obstsaft verwendet, so zählt er - wie die Süßgetränke - zu den Süßigkeiten.
  • Ein Glas Fruchtsaft kann ab und zu eine der insgesamt zwei täglich empfohlenen Obstportionen ersetzen.

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Brot, Getreide und Beilagen
Ikon: Brot, Getreide und Beilagen
Brot, Brötchen, Körner-
mischungen, Getreideflocken, Müsli sowie Beilagen wie Reis, Nudeln und Kartoffeln
  • Gezuckerte Cornflakes und andere so genannte Frühstückszerealien sowie alle stark gesüßten oder gerösteten Müslimischungen gehören nicht zur Gruppe der Getreideprodukte. Aufgrund des hohen Zucker- und z. T. auch Fettanteils werden sie als Süßigkeit bei den "geduldeten Extras" eingeordnet.
  • Süße Schnitten und (Müsli-)Riegel, die als Pausenbrotersatz beworben werden, sind keine geeigneten Brotmahlzeiten, sondern Süßigkeiten.
  • Fettreiche Kartoffelprodukte wie Pommes frites, Reibekuchen und Kroketten gehören sowohl zu den Beilagen als auch wegen ihres Fettgehaltes zu den Fetten und Ölen. Es ist jedoch auch möglich, sie ähnlich wie Chips den Extras einzuordnen. Dagegen sind Pellkartoffeln, Folienkartoffeln und selbst zubereitetes Kartoffelpüree ideale Beilagen.

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    Milch und Milchprodukte
    Ikon: Milch und Milchprodukte
    Milchprodukte, Milch, Jogurt, Kefir, Buttermilch, Quark, Käse (möglichst unter 45 % Fett i. Tr. bzw. unter 20 % absolut)
    • Milch ist wegen ihres hohen Nährwertes kein Getränk und zählt nicht zu den Durstlöschern. Wichtig: Kinder brauchen in der Pause neben der Schulmilch zusätzlich etwas zu trinken!
    • Diät-Quark, Kinder-Jogurt und die meisten speziellen Kindermilchprodukte mit einem hohen Zucker- (auch Traubenzucker) und /oder Fettanteil sind nicht empfehlenswert und damit den Süßigkeiten zuzuordnen.
    • Butter und Sahne werden zwar aus Milch gewonnen, bestehen jedoch überwiegend aus Fett - sind also bei den Fetten und Ölen einzuordnen.

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    Fleisch, Fisch, Wurst und Ei
    Ikon: Fleisch, Fisch, Wurst und Ei
    Fleisch, Geflügel, Wurst, Wurstwaren, Fisch, Eier
    • Speck zählt zu den Fetten und Ölen.
    • Besonders fettreich zubereitete Produkte wie panierte Schnitzel, Fischstäbchen und Nuggets zählen sowohl zur Gruppe von Fleisch, Fisch, Wurst und Eiern als auch zu Fetten und Ölen.

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    Fette und Öle
    Ikon: Fette und Öle
    Butter, Margarine, Speiseöl, Bratfette, Sahne, Majonäse, Nüsse, Ölsaaten
    • Pommes frites, Reibekuchen usw. können wegen ihres Fettgehaltes zu Beilagen plus Fetten und Ölen gezählt werden. Durchaus berechtigt wäre auch eine Zuordnung zu den fettreichen Knabbereien.
    • Nüsse werden zwar botanisch dem Obst zugeordnet, ernährungsphysiologisch steht jedoch der hohe Fettanteil mit überwiegend ungesättigten Fettsäuren im Vordergrund.

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    Extras
    Ikon: Suesses
    Süßigkeiten, Gebäck, salzige und fette Knabbereien wie Chips, Pommes frites, alkoholhaltige Getränke (z. B. Alkopops)
    • Alle stark gezuckerten Produkte wie gezuckerte Fertigmüslimischungen, Kindermilchprodukte, Süßgetränke (Limonaden, Colagetränke, Eistee, Fruchtsaftgetränke, viele "Trinkpäckchen", Energy-Drinks) und fettreiche Knabbereien (Chips) gehören zu den Extras.
    • Alkoholhaltige Getränke haben in der Pyramidenspitze ihren Platz und sollten ebenso wie süße und salzige Extras möglichst selten und in kleinen Mengen verzehrt werden.

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    Zum Inhaltsverzeichnis Ernährung im Fokus 06/2009


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    Ausgedruckt am: 03.09.2010