Hier finden Sie aktuelle Infos, Tipps und Termine rund um Bildung und Beratung in der Landwirtschaft, die nicht in der Print-Ausgabe von B&B Agrar verfügbar sind. Ältere B&B News können Sie im Archiv recherchieren.
Fachkurs Standort- und Regionalmanagement
Unter dem Namen "euregia-campus" hat sich eine neue Fortbildungsplattform für angehende LEADER- und Regionalmanager/-innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz etabliert. Nun findet der dritte berufsbegleitende Fachkurs Standort- und Regionalmanagement statt, und zwar vom 17. bis 20. März in Berlin/Eberswalde (Block 1) und vom 16. bis 19. Juni in der Region Stuttgart oder Frankfurt (Block 2). Zusätzlich werden in vier internetgestützten Konferenzen sechs regionale Konzepte und Praxisbeispiele vorgestellt. Veranstalter sind Neuland+ - Standort-, Tourismus- und Regionalentwicklung GmbH & CoKG sowie die Fachhochschule Eberswalde. Der Kurs richtet sich an Vertreter von LEADER-, ILE- und GAW-Regionalmanagements, Kommunal- und Wirtschaftsförderer sowie Raum-, Stadt- und Landschaftsplaner. "Regionalmanagement hat sich als Instrument in der Regionalentwicklung europaweit durchgesetzt. Zusätzliches standortwirtschaftliches Know-how wird in Zukunft aufgrund eines intensiven internationalen Standortwettbewerbs immer wichtiger", sagt der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Horst Luley von der Fachhochschule Eberswalde. Die berufsbegleitende Weiterbildung, die mit einem Zertifikat abschließt, qualifiziert die Teilnehmenden, das System der integrierten Regionalentwicklung in ihrer Region schnell zu analysieren und Weiterentwicklungsoptionen zu erkennen. Die Teilnehmer/-innen lernen die notwendigen kooperativen Prozesse zielgruppengerecht methodisch zu gestalten und zielführend zu steuern, grundlegende Öffentlichkeits- und Marketingaufgaben im Rahmen der regionalen Strategie zu berücksichtigen und Projektträger bzw. Unternehmensnetze prozessorientiert zu begleiten und zu beraten. Weitere Informationen unter Tel. 0049 7525 91044 oder unter www.neulandplus.de.
Neuland+
Stand: 12.02.2010
Begabtenförderung unterstützt "Karriere mit Lehre"
In diesem Jahr wurden 13 junge Frauen und 17 junge Männer aus ganz Niedersachsen von der Landwirtschaftskammer in die "Begabtenförderung berufliche Bildung" aufgenommen. Jedem Stipendiaten stehen für drei Jahre 5.100 Euro zur Verfügung, die zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung genutzt werden können. "Beruflicher Erfolg ist nicht nur mit einem Studium möglich", sagte Kammerdirektor Jürgen Otzen bei der Begrüßung der Stipendiaten. Das Geld sei eine gute Investition in eine "Karriere mit Lehre". Die Begabtenförderung gibt es bereits seit 1991. Seitdem betreute die Landwirtschaftskammer Niedersachsen 550 Absolventen der 14 grünen Berufe, darunter Gärtner, Landwirte, Hauswirtschafterinnen, Tierwirte und Pferdewirte. Das Fördergeld kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bei der Auswahl der Seminare und der Antragstellung leistet die Landwirtschaftskammer Hilfestellung. 2010 werden 1,1 Prozent der Auszubildenden in die Begabtenförderung aufgenommen. Voraussetzung für die Auswahl ist neben einer herausragenden Abschlussprüfung auch die erfolgreiche Teilnahme an Berufswettbewerben. Ende 2008 befanden sich bundesweit rund 15.700 Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Förderung. Die dafür zur Verfügung gestellten Mittel betrugen 18,7 Millionen Euro und wurden für 2009 auf 20 Millionen Euro aufgestockt.
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Stand: 15.01.2010
Ausbildung zum "Management Coach für Agrarwirtschaft"
Die ersten sieben Teilnehmer aus Niedersachsen haben jetzt die Qualifizierung "Management Coach für die Agrarwirtschaft" (MCA) erfolgreich abgeschlossen. Die von der Land Uptodate AG bundesweit angebotene Fortbildung befähigt landwirtschaftliche Berater, Landwirte professionell zu begleiten. Die Fortbildung findet unter wissenschaftlicher Betreuung von Professor Dr. Harald Geißler von der Professur für Allgemeine Pädagogik an der Helmut Schmidt-Universität Hamburg statt. Damit der Spagat zwischen beruflichen und persönlichen Aufgaben gelingt, benötigen Landwirte häufig nicht nur in Fragen zur Betriebsführung, zu Ackerbau, Recht oder Steuern professionelle Unterstützung, sondern vor allem auch bei der strategischen Ausrichtung ihres eigenen Betriebs. Mit Hilfe eines Coachings kann es ihnen gelingen, typische Probleme wie Modernisierungsstress, Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung, soziale Isolation, Existenzangst, fehlende gesellschaftliche Anerkennung oder zwischenmenschliche Konflikte zu lösen. Im Frühjahr und Sommer 2010 starten weitere Zertifizierungskurse zum MCA. An 16 Präsenztagen, die sich über sechs Monate erstrecken, erlernen die Berater Methoden und Beratungsansätze, die sie in ihrer Berufspraxis einsetzen können. Die MCA-Fortbildung unterteilt sich in fünf Blöcke. Zunächst werden Grundlagen des Coachings sowie Diagnose- und Interventionsverfahren und die hierfür notwendigen Methoden erarbeitet. Anschließend setzen sich die zehn bis zwölf Teilnehmer mit ihrer persönlichen Rolle sowie ihren eigenen Werten und Ansichten als Coach auseinander. In den Blöcken vier und fünf beschäftigen sich die Teilnehmer mit allgemeinen Zusammenhängen und psychologischen Dynamiken von Persönlichkeiten, mit Rollenspielen und Team-Analysen sowie mit organisationsbezogenen Besonderheiten wie Unternehmensstrukturen, Mitarbeiterführung oder strategischer Geschäftsausrichtung und Unternehmensentwicklung. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einem Live-Coaching, in dem die Berater das Erlernte mit Testpersonen trainieren. Die MCA-Ausbildung richtet sich an landwirtschaftliche Berater mit abgeschlossenem Hochschulstudium und mindestens dreijähriger Beratungspraxis. Die Kosten für die zertifizierte MCA-Ausbildung betragen 3.900 Euro zzgl. MwSt. Die Fortbildung kann durch Landesförderprogramme bis zu zwei Drittel gefördert werden. Weitere Informationen unter www.land-uptodate.de
Land Uptodate AG
Stand: 09.12.2009
Qualifizierungskonzept für Düngemittelfachberater
Vertreter aus der Düngemittelwirtschaft und deren Verbänden (Industrieverband Agrar e.V., Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bundesverband des Großhandels mit Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln e.V. sowie Deutscher Raiffeisenverband e.V.) haben in Zusammenarbeit mit der Bundeslehranstalt Burg Warberg sowie der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG ein einheitliches Zertifizierungsprogramm für Düngemittelfachberater auf den Weg gebracht. Die Branchenvertreter reagieren damit auf die massiv gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit von Agrarerzeugnissen und an Umweltschutzmaßnahmen. Das Zertifikat ist die Basis für eine sichere Handhabung und Anwendung von Düngemitteln in der gesamten Wertschöpfungskette. Eine Vielzahl von neuartigen Düngemitteln und engere Grenzen bei der Verwendung erfordern eine komplexere Beratung. Hinzu kommen Restriktionen aus dem Chemikalienrecht und gestiegene Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Händlers.
Das Zertifizierungsprogramm umfasst einen fakultativen fünftägigen Lehrgang sowie eine Abschlussprüfung. Zielgruppe sind Mitarbeiter im Düngemittelvertrieb und der Beratung. Nach erfolgreichem Abschluss erhält der Teilnehmer das Zertifikat "Zertifizierter Düngemittelfachberater". Das Zertifikat ist bundesweit anerkannt und auf fünf Jahre befristet. Es bescheinigt dem Düngemittelfachberater ein erforderliches Mindestmaß an Wissen in den Bereichen Bodenkunde und Pflanzennährstoffe, Arten und Merkmale von Düngemitteln, Ausbringung von Düngemitteln, Transport, Lagerung und Umgang mit Düngemitteln und Kodex guter landwirtschaftlicher Praxis sowie gesetzliche Anforderungen.
Derzeit anerkannte Anbieter des Lehrgangs sind die Bundeslehranstalt Burg Warberg und die Akademie Deutscher Genossenschaften ADG. Das Zertifikat wird verlängert, wenn der Fachberater innerhalb von fünf Jahren die Teilnahme an einer mindestens achtstündigen, vom Beirat anerkannten Fachveranstaltung nachweisen kann.
Deutscher Raiffeisenverband
Stand: 09.12.2009
Online Educa Berlin 2009: Chancen und Gefahren des Social Web
Bei der größten internationalen E-Learning-Konferenz für Unternehmen, den Bildungsbereich und den öffentlichen Sektor, der Online Educa Berlin, informierten sich Anfang Dezember 2076 Experten aus 92 Ländern über aktuelle Entwicklungen beim technologiegestützten Lernen. Das "Lernen am Arbeitsplatz in Zeiten der Krise" war das zentrale Thema in diesem Jahr. Zahlreiche Sessions zeigten, wie innovative Lösungen effizient in die alltägliche Arbeit integriert werden können - mit positiven Effekten auf der Kostenseite. Weitere Kernthemen der Konferenz waren Mobile Learning, E-Learning und Neurologie, Open Source, Lernstrategien für kommende Generationen sowie die Entwicklung von Educational Games. Insgesamt präsentierten 400 Redner aus 38 Ländern ihr Wissen und ihre Erfahrungen in mehr als 85 Sessions, sowie in Foren, Seminaren und Workshops. Bei der Online Educa-Debatte entspann sich eine hitzige Diskussion über Chancen und Gefahren des Social Web. Der Medienkritiker Dr. Aric Sigman und der "Independent"-Journalist Bruce Anderson argumentierten gegen die Befürworter, die beiden E-Learning-Experten Donald Clark, Director von LINE, Caspian und UFI, und Jerry Michalski, Erfinder von Society Blog. Das Publikum stimmte mit einem hauchdünnen Vorsprung für die Social Web-Fraktion ab. Die Online Educa Berlin wurde von einer umfangreichen Fachausstellung begleitet. 104 Aussteller aus 20 Ländern stellten hier die neuesten Produkte und Trends im E-Learning-Bereich vor. Die nächste Online Educa Berlin findet vom 1. bis 3. Dezember 2010 erneut im Hotel InterContinental in Berlin statt. Weitere Informationen unter www.online-educa.com.
ICWE GmbH
Stand: 09.12.2009
Europameisterschaft im Handmähen
Im bayerischen Thundorf fand am 22. und 23. August die Europameisterschaft im Handmähen statt. Vertreten waren Teams aus Bayern, Südtirol, Slowenien, der Schweiz, dem Baskenland und Österreich. Dabei bestätigte das österreichische Nationalteam seine Favoritenrolle mit einem Vierfachsieg der Damen. Der Steirerin Marie-Luise Löcker gelang bei dieser Europameisterschaft eine Sensation. Sie konnte ihren Titel aus dem Jahr 2007 verteidigen und holte sich wiederum den Sieg in der Damenwertung. Bei den Herren sicherte sich der Schweizer Armin Reichen den Europameistertitel.
Das Mähen hat eine lange Tradition: Seit 40 Jahren kämpfen Männer und Frauen alle zwei Jahre bei den Europameisterschaften im Handmähen um die begehrten Goldmedaillen. Ausgestattet mit Sense und Wetzstein zeigten die 61 besten Männer und 21 besten Frauen aus ganz Europa viel Geschick, Gefühl und Kraft, als es darum ging, die 100 bzw. 35 Quadratmeter großen Wettkampfparzellen möglichst schnell, sauber und regelmäßig zu bearbeiten.
Landjugend Österreich
Artikel erstellt: 27.08.2009
Verbindung von Landbau und Sozialarbeit
Unter dem Motto "Praxis und Ziele Sozialer Landwirtschaft in Deutschland - Die Verbindung von Landbau und Sozialarbeit als Herausforderung" findet am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel in Witzenhausen vom 22. bis 24. Oktober eine Öffentliche Tagung statt. In Vorträgen soll anhand von Beispielen die innovative Vielfalt Sozialer Landwirtschaft vorgestellt werden. Weiter werden fünf parallele Arbeitsgruppen mit unterschiedlichem Themenhintergrund an der Ausgestaltung einer Deutschen Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft arbeiten, die auf der Tagung gegründet werden soll. Außerdem wird aus aktuellen Diplom- und Abschlussarbeiten zum Thema berichtet. Eine Ganztagsexkursion zu zwei Sozialen Landwirtschaftsbetrieben wird die Tagung abrunden.
Soziale Landwirtschaft umfasst landwirtschaftliche Betriebe und Gärtnereien, die Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen integrieren, Höfe, die eine Perspektive bieten für sozial benachteiligte Menschen, für straffällige oder lernbehinderte Jugendliche, Suchtkranke, Langzeitarbeitslose und aktive Senioren, Schul- und Kindergartenbauernhöfe und viele andere mehr. Vorsorge, Inklusion, Rehabilitation, Bildung und mehr Lebensqualität sind Aspekte Sozialer Landwirtschaft.
Die Tagung wird im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert.
Weitere Informationen unter www.soziale-landwirtschaft.de
Petrarca Deutschland e.V. (Europäische Akademie für Landschaftskultur)
Artikel erstellt: 27.08.2009
Trotz Krise haben grüne Berufe Zukunft
Motivierte, zielstrebige und leistungsbereite junge Menschen haben nach Auffassung von Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), gute Einstiegs- und Entwicklungschancen in der Agrarwirtschaft. Betriebe in allen Sparten und auf allen Ebenen einschließlich der vor- und nachgelagerten Bereiche suchten gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Trotz der derzeitigen Krise und eines anhaltenden Strukturwandels im Agrarbereich sei absehbar, dass der Bedarf an qualifiziertem landwirtschaftlichem Berufsnachwuchs weiter zunehmen werde. Im Ausbildungsjahr 2008/2009 wurden nach statistischen Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) in allen Agrarberufen bis zum Stichtag 30. September 2008 bundesweit insgesamt 15.218 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Ausbildungssituation im Agrarbereich hat sich in den alten und neuen Bundesländern unterschiedlich entwickelt. In den westlichen Bundesländern verringerte sich die Zahl der Neuverträge um 2,6 Prozent, in den östlichen Bundesländern um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptsächlicher Auslöser dieser Entwicklung ist ein deutlicher Abbau bei der außerbetrieblichen Ausbildung. Der Bedarf nach qualifizierten Auszubildenden sowie die betriebliche Ausbildungsbereitschaft liegen nach DBV-Angaben in allen Bundesländern weiterhin auf hohem Niveau. Problematisch seien eine teilweise veraltete Berufsberatung und -information der Arbeitsvermittlung hinsichtlich der grünen Berufe sowie Defizite bei der Ausbildungsreife.
DBV
Artikel erstellt: 22.07.2009
Neu: Arbeitskreis "Garten+Therapie"
Seit Juni existiert beim Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Bad Honnef, der neue Arbeitskreis "Garten+Therapie". Dr. Karl-Heinz Kerstjens, Präsident der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL), erklärte Sinn und Zweck des neuen Arbeitskreises: Die FLL betreibe damit eine Qualitätssicherung zum Wohle vieler Menschen und reagiere auf gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen. Das Thema "Garten und Therapie" ist sehr alt, der Ansatz der FLL dagegen sehr neu: Das therapeutische Potenzial eines Gartens erschließt sich nur in Verbindung mit einer spezifischen Therapieeinheit. Deshalb hat die FLL eine Vielzahl von "weißen" und "grünen" Fachverbänden und Experten zusammengezogen. Andreas Niepel, Gartentherapeut aus Hattingen und Vertreter des Zentralverband Gartenbau e. V., mahnte angesichts vieler Negativbeispiele, dass auf die Qualität therapeutischer Gärten geachtet werden muss. Unter anderem deshalb wird sich der Arbeitskreis Mitte September auf den Grünberger Gartentherapietagen präsentieren, die als zentrale Veranstaltung der Gartentherapie in Deutschland anzusehen ist. Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekt aus Bonn und Vertreter des Bund deutscher Landschaftsarchitekten e. V. fragte aus planerischer Sicht: "Wie sehen die Anforderungen der "Weißen Branche" aus?" Zahlreiche Experten aus verschiedenen Fachgebieten werden diese Fragen im Arbeitskreis beantworten und wichtige Impulse setzen. Zunächst sollen Antworten in der Neuropsychiatrie und der Demenzforschung gesucht werden; außerdem soll eine Auswertung der für den Arbeitskreis wichtigen vorhandenen empirischen Studien erfolgen.
ZVG
Artikel erstellt: 22.07.2009
Teilnehmerrekord bei "AusbildungPlus"
Immer mehr Auszubildende erwerben ergänzend zu ihrer dualen Berufsausbildung eine Zusatzqualifikation oder beginnen einen dualen Studiengang. Nach einer Auswertung der Datenbank "AusbildungPlus" nutzen aktuell rund 130.000 Auszubildende und Studierende derartige, unter www.ausbildungplus.de registrierte Angebote. Dies bedeutet eine Steigerung von mehr als 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aktuelle Entwicklungstrends beim Erwerb von Zusatzqualifikationen und bei den dualen Studiengängen dokumentiert der Bericht "AusbildungPlus in Zahlen 2008/2009". "AusbildungPlus" ist ein Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung, das vom Bundesbildungsministerium gefördert wird.
BIBB
Artikel erstellt: 22.07.2009
WIP 2010 für innovative Konzepte
Um innovative Konzepte in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung zu fördern, Impulse für neue Entwicklungen zu setzen und die Zukunft mitzugestalten, schreibt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zum zehnten Mal den "Weiterbildungs-Innovations-Preis" (WIP) aus. Neben fünf Preisen zu allen Themen der beruflich/betrieblichen Weiterbildung wird es erstmals einen Sonderpreis für innovative Weiter- und Fortbildungskonzepte geben, die speziell zur Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung beitragen. Alle sechs Preise sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert.
Beteiligen können sich Bildungsdienstleister, Organisationen und Einrichtungen sowie Unternehmen aus dem In- und Ausland, die innovative Konzepte zur beruflichen bzw. betrieblichen Weiterbildung entwickelt haben. Die Konzepte müssen auf die Vermittlung von Fach-, Personal-, Sozial- oder Methodenkompetenzen ausgerichtet sein.
Die Preisverleihung findet auf der Bildungsmesse "didacta" im März 2010 in Köln statt. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli. Bewerbungsunterlagen sowie Informationen zu den Teilnahmebedingungen sind erhältlich unter www.bibb.de/de/1898.htm oder beim BIBB unter Tel.: 0228 107-2523 oder per E-Mail: hunsdorf@bibb.de.
BIBB
Artikel erstellt: 27.05.2009
Arbeitnehmer/-innen in der Landwirtschaft besser qualifizieren
Der Bundesverband Landwirtschaftlicher Fachbildung (vlf) hat sich auf seiner Jahrestagung in Idstein, Hessen, für eine stärkere Qualifizierung landwirtschaftlicher Arbeitnehmer/-innen ausgesprochen. vlf-Präsident Peter Seidl und Vizepräsident Gerhard Eimer betonten, dass Personalmanagement für landwirtschaftliche Betriebe immer wichtiger werde, weil der Anteil an Arbeitnehmer/-innen steige. Somit würden die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, aber auch die Berufsinformation und Nachwuchswerbung zu neuen Herausforderungen. Gute Ausbildung sowie effiziente und hochwertige Fort- und Weiterbildung würden in den kommenden Jahren immer stärker über Betriebs- und Berufserfolg entscheiden. Deshalb sei die Bildung weiter zu professionalisieren. Der Berufsstand und der vlf begleiteten die landwirtschaftliche Berufsbildung in diesem Entwicklungsprozess und würden sich kritisch mit Beiträgen zur Weiterentwicklung und Anpassung an die neuen Praxiserfordernisse einbringen.
DBV
Artikel erstellt: 27.05.2009
Neue Wege bei Pflanzenbestimmung
Bei der Vermittlung von Pflanzenkenntnissen gehen die DEULA Bayern GmbH und die Fördergesellschaft Landespflege Bayern e. V. (FLB) neue Wege. Ziel ist es, bei Auszubildenden die Lust auf Pflanzen zu wecken und ihre Sinne zu schärfen, das heißt: Pflanzen genauer zu betrachten, zu fühlen, zu riechen und gegebenenfalls auch zu schmecken. Nach neun erfolgreichen Pflanzenbestimmungskursen im vergangenen Jahr fanden im März neue Kurse zum Thema "Nadelgehölze" und im April zu "Blumenzwiebeln und Knollenpflanzen" statt. Durchschnittlich wurden die Kurse, die an arbeitsfreien Samstagen stattfanden, von zehn Teilnehmern besucht. "Das Interesse und die Motivation der Azubis waren durchaus hoch. Auch von den beteiligten Firmen gab es ein positives Feedback", berichtet Thomas Müller, Bereichskoordinator der DEULA Bayern. Weitere Informationen unter: www.flb-bayern.de oder bei der DEULA Bayern, Tel. 08161 48780.
DEULA Bayern
Artikel erstellt: 03.04.2009
Erstmalig Fachkurs: "Moderation und Management von Unternehmensnetzen"
Wertschöpfungspartnerschaften, Value Chain, Cluster oder thematische Unternehmensnetze sind Begriffe für neue strategische Ansätze in der Regionalentwicklung. Sie alle arbeiten mit Unternehmensnetzen und -kooperationen und haben das Ziel, (regionale) Wertschöpfung und Beschäftigung zu steigern. Zum ersten Mal bietet die Neuland+ Standort-, Tourismus- und Regionalentwicklung GmbH & Co KG, Aulendorf, in Kooperation mit der Fachhochschule Eberswalde den berufsbegleitenden Fachkurs "Moderation und Management von Unternehmensnetzen" an. Der erste Block findet vom 23. bis 26. September bei Berlin, der zweite Block vom 20. bis 23. Januar 2010 in Stuttgart statt. Zusätzlich werden in vier internetgestützten Konferenzen sechs regionale Konzepte und Praxisbeispiele vorgestellt. Der Kurs richtet sich an Vertreter/-innen des Regionalmanagements, der Standort- und Wirtschaftsförderung sowie an Mitarbeiter/-innen in Unternehmensnetzen oder Beratungsbüros. Die berufsbegleitende Ausbildung schließt mit einem Zertifkat der FH Eberswalde ab. Weitere Informationen unter Tel.: 07525 - 91044 oder im Internet unter www.neulandplus.de
Neuland+
Artikel erstellt: 03.04.2009
Qualifizierung für "Quereinsteiger" in der Pferdewirtschaft
Ab Oktober 2009 bietet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen einen neu konzipierten Lehrgang zum Abschluss "Pferdewirt/-in" an. Dieses Angebot richtet sich an "Quereinsteiger", die sich nach langjähriger Berufspraxis auf einen Ausbildungsabschluss vorbereiten wollen. Als Voraussetzung für die Teilnahme am Lehrgang und die Prüfung im Februar 2010 sind mehrjährige Praxiszeiten nachzuweisen, beispielsweise durch Arbeitsbescheinigungen, Zeugnisse oder Sozialversicherungsanmeldungen. Der Lehrgang dauert insgesamt fünf Wochen und wird in mehreren Blöcken an der Lehr- und Versuchsanstalt in Echem bei Lüneburg, in der Hannoverschen Reit- und Fahrschule in Verden und der Deula in Nienburg durchgeführt. Lehrgangsinhalte sind Pferdezucht und -haltung, Fütterung und Tiergesundheit, Wirtschafts-, Sozial- und Rechtskunde, Unfallverhütung sowie praktischen Arbeiten im Umgang mit dem Pferd und der Einsatz von Maschinen und Geräten.
Interessenten können am 10. März an einer Informationsveranstaltung in der Bezirksstelle Uelzen teilnehmen. Anmeldungen und nähere Infos bei: Ulrike Struck Fachreferentin Pferdezucht und -haltung, Tel.: 0581 8073-300.
LWK Niedersachsen
Artikel erstellt: 02.03.2009
Hohe Investitionen in betriebliche Weiterbildung
Die Unternehmen in Deutschland investieren kräftig in das Know-how ihrer Mitarbeiter. 2007 haben sich rund 84 Prozent der Unternehmen in der betrieblichen Weiterbildung engagiert, bei den Betrieben mit 250 und mehr Beschäftigten sogar 96 Prozent. Insgesamt betrugen die Weiterbildungsausgaben rund 27 Milliarden Euro - das sind durchschnittlich rund 1.053 Euro für jeden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Mit 79 Prozent rangieren informelle Maßnahmen (Besuch von Informationsveranstaltungen, Lernen am Arbeitsplatz, Selbststudium) an erster Stelle, gefolgt von Seminaren, Lehrgängen und Kursen mit 76 Prozent. Im Durchschnitt hat 2007 jeder Beschäftigte fast 22 Stunden an Lehr- und Informationsveranstaltungen teilgenommen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen attestieren der Weiterbildung eine zunehmende Bedeutung bei der Sicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Weiterbildung wird aber nicht nur als Bringschuld der Unternehmen, sondern auch als Holschuld der Mitarbeiter gesehen. Verbessert werden muss nach Ansicht der Betriebe die Kooperationsbereitschaft der Hochschulen in der Weiterbildung.
Weitere Ergebnisse unter: www.iwkoeln.de/Portals/0/pdf/pressemappe/2008/pm_260109_IW-Trends.pdf
KWB
Artikel erstellt: 02.03.2009
Studienbesuche: Neue Bewerbungsrunde
Das Online-Antragsverfahren für das europäische Studienbesuchsprogramm zwischen dem 1. September 2009 und dem 30. Juni 2010 ist angelaufen. Bildungs- und Berufsbildungsfachleute können noch bis zum 9. April über die Website des Europäischen Zentrums für Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) einen Antrag auf Förderung stellen (http://studyvisits.cedefop.europa.eu). Für das Bewerbungsverfahren der deutschen Teilnehmer ist der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz zuständig (http://www.kmk-pad.org/studienbesuche-fuer-bildungs-und-berufsbildungsfachleute). Im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen ermöglichen die drei bis fünftägigen Studienaufenthalte den Informations- und Erfahrungsaustausch zu europäischen Bildungs- und Berufsbildungssystemen. Ziele sind Länder der Europäischen Union sowie Norwegen, Island, Liechtenstein und die Türkei.
Michaela Kuhn
Artikel erstellt: 01.02.2009
Optimierung von Schülerbetriebspraktika
Schülerbetriebspraktika gelten als der wichtigste praxisbezogene Baustein allgemeinbildender Schulen, um Jugendlichen die Berufsorientierung und -wahl zu erleichtern. Doch trotz der in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Bedeutung der Berufsorientierung an Schulen besteht Optimierungsbedarf, so das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Im Forschungsprojekt "Beruf fängt in der Schule an" hat das BIBB Jugendliche vor dem Ende ihrer Schulzeit, Lehrkräfte und ausbildende Betriebe befragt, welche Verbesserungsmöglichkeiten zu einer nachhaltigeren Berufsorientierung an Schulen führen könnten, und hieraus Empfehlungen abgeleitet.
Wichtigste Erkenntnis: Wenn Schulen neben einer guten Allgemeinbildung auch eine ebenso gute Berufsorientierung anbieten sollen, dürfen sie nicht allein gelassen werden, sondern müssen von der Wirtschaft, den Sozialpartnern, den Jugendhilfeorganisationen, den Eltern und nicht zuletzt der öffentlichen Hand unterstützt werden. Weitere grundsätzliche Voraussetzung, um Betriebspraktika zu optimieren, ist ein dauerhaft ausreichendes Angebot. Spätestens ab der 7. Klasse sollte in der Schule mit einer gut strukturierten und kontinuierlichen Berufsorientierung begonnen werden. Das reicht von ersten Begegnungen mit der Arbeitswelt über die Feststellung von Neigungen und Fähigkeiten, der Vermittlung von sozialen und personalen Kompetenzen bis hin zu mehreren, aufeinander aufbauenden Praktika zwischen der 8. und dem Beginn der 10. Klasse. Die Ergebnisse des BIBB-Forschungsprojektes sind zusammengefasst in der Publikation "Beruf fängt in der Schule an. Die Bedeutung von Betriebspraktika im Rahmen der Berufswahlorientierungsphase". Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilt: Thomas Bergzog, Tel.: 0228 / 107-1228.
BIBB
Artikel erstellt: 01.02.2009
ZULAUF erfolgreich abgeschlossen
Im Dezember wurde das 2005 gestartete Projekt ZULAUF - Zukunft durch Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft Brandenburgs - erfolgreich abgeschlossen. Angesichts der prekären Nachwuchskräftesituation in der Landwirtschaft Brandenburgs sollte das Projekt, das vom Europäischen Sozialfonds und dem Land Brandenburg finanziert wurde, unter anderem einen Beitrag dazu leisten, ungenutzte Ausbildungskapazitäten zu erschließen und Jugendlichen eine berufliche Perspektive durch eine moderne landwirtschaftliche Ausbildung zu bieten (s. B&B Agrar 5/07).
Das Projektteam - Unique GmbH (Koordination), Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH LAB und die Agrargenossenschaft Forst e.G. - kann auf messbare Erfolge verweisen: 20 Betriebe bilden neu aus, vier Betriebe sind jetzt ausbildungsberechtigt und neun junge Frauen und 35 junge Männer haben im Projektverlauf einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Beispielhafte Projektideen sind die Gründung eines Ausbildungsnetzwerkes im Landkreis Elbe-Elster und der Ausbilderstammtisch im Landkreis Märkisch-Oderland, der sich zum Ziel gesetzt hat, Defizite im Arbeits- und Ausbildungsverhalten früher zu erkennen und zu beheben.