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aid-Ernährungsführerschein

Für den aid-Ernährungsführerschein lernen Grundschulkinder selbst leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine Gerichte zuzubereiten.

Vier Kinder halten ihre Führerscheindokumente hoch
Hilla Südhaus, aid

Der aid-Ernährungsführerschein ist ein fertig ausgearbeitetes Unterrichtskonzept für die dritte Klasse, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. In sechs bis sieben Doppelstunden bereiten die Schülerinnen und Schüler leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine, kalte Gerichte zu. Dabei lernen sie mit echten Lebensmitteln umzugehen, wie die Profiköche zu schneiden, zu rühren, zu reiben oder auch abzuschmecken. Alle Kinder, die die schriftliche und die praktische Prüfung bestanden haben, bekommen das Führerschein-Dokument verliehen.

Hier wird Lebensmittelkunde lebendig

Beim aid-Ernährungsführerschein dürfen die Kinder vor allem eines: Selbermachen! Ausgehend von der Zubereitung kleiner, kalter Gerichte bietet der aid-Ernährungsführerschein eine Vielfalt an Lernfeldern: Das Kennenlernen von Ernährungsbegriffen, das Einschätzen von Portionen mit Hilfe der aid-Ernährungspyramide und auch das gemeinsame Tischdecken und Essen. Immer mit dabei: Kater Cook, der clevere Küchenmeister. Er weiß, wie man sich fit und startklar macht für die Küche oder wie die Tische wieder blitzblank sauber werden.

Alle Themen im Überblick

Einheit 1: Lustige Brotgesichter
Einheit 2: Knackiger Gemüsespaß
Einheit 3: Kunterbunte Nudelsalate
Einheit 4: Fruchtiger Schlemmerquark
Freiwillige Einheit: Heiße Kartoffelgerichte
Einheit 5: Schriftliche Prüfung und Tischknigge
Einheit 6: Praktische Prüfung – Kaltes Büffet

Der aid-Ernährungsführerschein wurde genau auf die Bedürfnisse von Lehrkräften und die Umsetzung im Regelunterricht zugeschnitten. Er ist auch für die Arbeit mit inklusiven und integrativen Schülergruppen geeignet. Die folgende Bilderstrecke zeigt, was vorausgesetzt wird.

Voraussetzungen für die Umsetzung

Kinder schneiden Gemüse
Ein Klassenzimmer genügt.
Der aid-Ernährungsführerschein kann ohne Schulküche durchgeführt werden. Zum Säubern der Lebensmittel wird ein Waschbecken im Klassenraum benötigt, das Händewaschen sollte in einem separaten Waschraum durchgeführt werden. Für die praktische Prüfung ist ein zusätzlicher Raum sinnvoll, denn die Kinder arbeiten an zwei Stationen und laden zusätzliche Gäste ein. Wer über eine Küchenzeile mit Kochstelle und Backofen verfügt, kann auch die optionale Unterrichtseinheit durchführen.
Ein Stundenplan
Die Unterrichtsreihe wird in den Schultag eingebunden.
Mindestzeiten sind 6 x 2 Unterrichtsstunden à 45 Minuten und optional 2 Unterrichtsstunden à 45 Minuten für die „warme“ Einheit. Hinzu kommen Vorbesprechungen, Vorbereitungen und die Besprechung von „Führerschein-Hausaufgaben“. Wer den Kindern mehr Spielraum für Experimente und entdeckendes Lernen einräumen möchte, sollte mehr Zeit einplanen.
Kind hält einen Schneebesen hoch
Küchengeräte werden unterschiedlich organisiert.
Zur Grundausstattung jedes Kindes gehören eine Schürze, Geschirrtücher, Messer, Brettchen und Essgeschirr. Hinzu kommen – je nach Rezept – weitere Arbeitsgeräte, die verschieden organisiert werden können: Entweder bringen die Kinder die Küchengeräte mit und nehmen sie zum Spülen wieder mit nach Hause, oder die Schule schafft für die eine Materialkiste an, die nach Durchführung des aid-Ernährungsführerscheins an andere Klassen weitergereicht wird.
Vier Kinder mit Gemüse in den Händen
Die Kinder sprechen sich ab, wer welche Lebensmittel mitbringt.
Für die erste Doppelstunde werden Lebensmittel im Wert von etwa 10 Euro benötigt. Die Lebensmittel für die folgenden Einheiten können die Kinder von zu Hause mitbringen, dafür gibt es vorgefertigte Mitbringlisten.
Hände, die sich einseifen
Hygienisches Arbeiten wird groß geschrieben.
Die Kinder lernen von Anfang an, hygienisch zu arbeiten – Kater Cook hilft ihnen dabei.
Für Lehrerinnen und Lehrer gilt: Wer den aid-Ernährungsführerschein mehrmals durchführt, muss beim örtlichen Gesundheitsamt eine Hygienebelehrung absolvieren.

In einem unserer  Videoclips  sehen Sie, wie im Klassenzimmer hygienisch gearbeitet wird.
Das Lehrerheft und das Kopiervorlagenheft
Die Lehrkraft braucht kein besonderes Vorwissen.
Das Lehrerbegleitheft vermittelt alle fachlichen Inhalte und organisatorische Anregungen – detailliert, verständlich und praxisorientiert. Eine hauswirtschaftliche Schulung oder besondere ernährungswissenschaftliche Kenntnisse sind daher nicht erforderlich. Fachkenntnisse in Biologie, Sachkunde, Hauswirtschaft und Ernährung sind natürlich hilfreich.
Eine Mutter zeigt den Kindern, wie man abschmeckt
Eltern sind wichtige Helfer.
Eltern spielen bei der Umsetzung des Projektes eine wichtige Rolle. Sie geben ihren Kindern Arbeitsgeräte und Lebensmittel mit und unterstützen sie beim Nachkochen der Rezepte zu Hause. Darüber hinaus können einzelne Eltern (oder Großeltern) die Lehrkraft im Unterricht unterstützen. Auch zur praktischen Prüfung werden häufig die Eltern eingeladen. Hier zeigen die Kinder ihnen, was sie gelernt haben und bewirten die Gäste mit verschieden Speisen.
Vor- und Rückseite des Elternbriefs
Informieren Sie Ihr Umfeld!
Um die Eltern im Vorfeld über das Projekt zu informieren und zur Mitarbeit zu motivieren, liegen dem Medienpaket vorgefertigte Elternbriefe bei. Damit auch Familien mit geringen Deutschkenntnissen einbezogen werden können, gibt es den Elternbrief in fünf weiteren Sprachen  kostenlos zum Herunterladen. Unsere Präsentationsvorlage  können Sie für Elternabende oder eine Vorstellung des aid-Ernährungsführerscheins vor dem Lehrerkollegium nutzen.

 

Annika Rehm, aid |

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Was Kinder beim aid-Ernährungsführerschein lernen

In diesem Video sehen Sie, mit wie viel Spaß die Kinder bei der Sache sind und was sie beim aid-Ernährungsführerschein alles lernen.

Fragen und Antworten

Ist das Konzept ausschließlich für dritte Klassen geeignet?

Der aid-Ernährungsführerschein wurde für die dritte Jahrgangsstufe der Grundschule entwickelt und in der Praxis erprobt. Auch bei Viertklässlern wurde er bereits erfolgreich umgesetzt. Schulanfänger/-innen sind häufig vor allem bezüglich ihrer Lesekompetenz mit dem Projekt überfordert. Für sie eignet sich das Unterrichtsmaterial Clever Essen, das optimal auf den aid-Ernährungsführerschein vorbereitet. Für Schüler/-innen an weiterführenden Schulen ist die Ansprache über Kater Cook als kindliche Sympathiefigur und die grafische Aufbereitung der Materialien in der Regel nicht mehr angemessen. Der aid bietet für die Sekundarstufe 1 die Konzepte SchmExperten und SchmExperten in der Lernküche an.

Welche Kosten entstehen?

Das Medienpaket zum aid-Ernährungsführerschein kostet 40 EUR. Für die erste Doppelstunde werden Lebensmittel im Wert von ca. 10 EUR benötigt. Die Lebensmittel und Arbeitsgeräte für die folgenden Unterrichtseinheiten können die Kinder von zu Hause mitbringen. Darüber hinaus fallen Kosten für Fotokopien oder alternativ für Schülerhefte an.

Welcher Kontext ist am besten geeignet?

Der aid infodienst empfiehlt, den Ernährungsführerschein im regulären Unterricht durchzuführen. Durch die theoretische und praktische Prüfung eignet er sich als bewerteter, zeugnisrelevanter Unterrichtsbestandteil. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine Einheit pro Woche den Bedürfnissen der Schüler am besten gerecht wird. So haben die Kinder ausreichend Zeit, die Inhalte der Stunde in Form von Hausaufgaben zu vertiefen, Rezepte zu Hause zu üben und die gewünschten Lebensmittel und Arbeitsgeräte zu besorgen. Das gibt ihnen die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen und Routinen zu entwickeln. Außerdem ist der Lernerfolg so am größten. Über eine Projektwoche bzw. über Projekttage ist kaum eine nachhaltige Wirkung bei den Kindern und in den Familien zu erreichen.

Können auch Oecotrophologinnen oder LandFrauen den aid-Ernährungsführerschein durchführen?

Lehrer/-innen, die sich Hilfe und Entlastung für die Umsetzung des Konzeptes wünschen, können durch eine externe Fachkraft unterstützt werden. Sie sollte sowohl fachliche Qualifikationen im Bereich Ernährungswissenschaft oder Hauswirtschaft sowie pädagogische Qualifikationen oder Erfahrungen im Grundschulbereich vorweisen können. Einige Fachkräfte bieten den aid-Ernährungsführerschein auch im Nachmittagsangebot der Schule an. Der aid hilft gerne bei der Vermittlung von Fachkräften, kann die Umsetzung jedoch nicht finanziell unterstützen. Externe Mittlerpersonen müssen die Finanzierung ihrer Einsätze eigenständig z. B. über die Schule, Fördervereine, Krankenkassen oder den örtlichen Lebensmittelhandel sicherstellen. Bei Interesse wenden Sie sich an Hanne Roder, Tel. 0228 8499 173, h.roder@aid-mail.de.

Wie gehe ich mit heterogenen Lerngruppen um?

Die CD zum aid-Ernährungsführerschein bietet mit ihren differenzierten Materialien einen Fundus an Ideen und Möglichkeiten, den Ernährungsführerschein auch in heterogenen Lerngruppen einzusetzen. So gibt es Kopiervorlagen in verschiedenen Niveaustufen, Materialien zur gezielten Sprachförderung und vereinfachte Rezeptdarstellungen. Durch die bearbeitbaren Word-Dokumente lassen sich die Arbeitsaufträge darüber hinaus individuell an die eigene Klasse anpassen.

Wie kann ich das Projekt vorstellen und bewerben?

Wenn sie den aid-Ernährungsführerschein als Mittlerperson bekannt machen möchten bzw. über das Projekt informieren möchten, können Sie eine Präsentation nutzen, die Sie auf dieser Seite im Bereich Downloads finden. Darüber hinaus gibt es im aid-Medienshop einen kostenlosen Info-Flyer für Schulen und Lehrkräfte.

Wurde der aid-Ernährungsführerschein evaluiert?

Im Jahr 2011 wurde eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag gegeben, um zu überprüfen, welche Wirkungen auf Kompetenzen und Motivation sich bei Schülerinnen und Schülern unmittelbar nach Abschluss des Ernährungsführerscheins nachweisen lassen. Außerdem wurde untersucht, wer das Material in welchem Umfang und in welcher Qualität einsetzt. Den Kurzbericht der Evaluation finden Sie hier als Download.

Hannelore Roder
aid

Bürosachbearbeitung und Veranstaltungsmanagement

Hannelore Roder

Telefon 0228 8499-173