
Neue "Ernährung im Fokus": Proteine - Hülsenfrüchte
2016: Das Jahr der Hülsenfrüchte! Was es Neues über Proteine – tierische und pflanzliche – und über die besten pflanzlichen Proteinlieferanten zu wissen gilt, erfahren Sie hier...
Fachzeitschrift
Lesetipp
Buchrezension von Ruth Rösch, Düsseldorf – Warum Fische nie dick werden - Jung & schlank mit Meeresfrüchten, Omega-3-Fettsäuren, Algen und Jod
Herkömmliche Diäten taugen nichts, aber die Meeresdiät macht uns gesund, schlank und schön. Auf diesen verkürzten Nenner könnte man die Botschaft der Autoren bringen. Patrick Coudert, Koch und Schüler des berühmten Kochs Paul Bocuse, und der Medizinjournalist Klaus Oberbeil nehmen die Schätze der Ozeane ins Visier.
Da Fische und andere Meerestiere die Nahrung praktisch vollständig verwerten und einen effektiven Stoffwechsel haben, werden sie nie dick. Davon können wir Menschen profitieren, wenn wir uns regelmäßig aus dem Meer, unserem „besten Arzt und Apotheker“, bedienen, meinen die Autoren.
Das Kapitel „Köstlichkeiten aus dem Meer“ erläutert Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Seegemüse, Algen und Tange wie Nori, Wakame, Kombu, Hijiki, Dulse, Kelp und Salicorne.
Die Kapitel „Aqua-Health: Ein Leben lang fit & schlank“ und „Jung bleiben mit Meeresprodukten“ beschreiben den Gesundheitswert von Fisch, Shrimps & Co. Die Autoren gehen speziell auf Proteine, Jod, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren ein. Die ernährungsphysiologischen Vorzüge und Nährstoffdichte der Meeresprodukte stellen sie den Nachteilen von Kartoffeln, Pommes, Nudeln und Fleisch aus Massentierhaltung gegenüber. An anderer Stelle räumen sie immerhin ein, dass die Landprodukte Gemüse und Obst ebenfalls wichtige Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung mit hoher Nährstoffdichte sind.
Im zweiten Teil folgt ein Sieben-Tage-Programm für eine „Meeresdiät“: Zu jeder Hauptmahlzeit gibt es Fisch, Meeresgemüse wie Algen oder Meeresfrüchte. Zum Beispiel Eiersalat mit Lachs zum Frühstück, mittags Heilbutt Hawai, abends Shrimps. Als Zwischenmahlzeiten stehen Trockenobst, Früchte und andere gesunde Kleinigkeiten auf dem Programm, die den Appetit dämpfen sollen. Die folgenden 21 Rezepte von Patrick Coudert von Austern bis Wakame-Algen-Glasnudel-Salat sind aufschlussreich und gut beschrieben. Für die „Zeit danach“ empfehlen die Autoren, Fleisch durch Meeresprodukte zu ersetzen, mindestens einmal pro Woche vegetarisch oder vegan zu essen und auf helle Mehlprodukte und Süßes zu verzichten.
Fazit: Als Ratgeber für Fans der Meeresküche gut geeignet - vor allem für solche, die ganz oder weitgehend auf Fleisch verzichten möchten.
Ruth Rösch, Düsseldorf
Warum Fische nie dick werden
Klaus Oberbeil und Patrick Coudert
Systemed Verlag, Lünen 2014
176 Seiten
ISBN: 978-3-942772-71-6
Preis: 9,99 EURO
Lesetipp
Blutfettwerte im Auge behalten – Hohe LDL-Cholesterinwerte steigern das Risiko für Herzinfarkt
Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen hierzulande seit Jahren die Statistik der Todesursachen an. Dazu zählen Herzinfarkt und Schlaganfall. Wer frühzeitig die Risiken erkennt, kann vorbeugen, wie die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. betont.
Atherosklerose (Arterienverkalkung) entsteht weitgehend unbemerkt, bis es im mittleren Lebensalter „plötzlich“ zu einem Herzinfarkt kommt. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen erhöhte Blutwerte von LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a), bedingt durch Vererbung oder einen ungünstigen Lebensstil. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich zusätzlich durch Rauchen, bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, bauchbetontem Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress.
Jeder sollte deshalb seine LDL-Cholesterin-, Lipo-protein(a)- und Triglyzerid-Werte im Blut bestimmen lassen. Am besten beginnt man damit schon im Kindesalter, denn je früher die erhöhten Werte gesenkt werden, desto größer ist die Chance, dass sie in den Blutgefäßen keinen Schaden anrichten. Schließlich belegen Untersuchungen, dass schon Kinder in Deutschland von Übergewicht und ersten Anzeichen einer Stoffwechselstörung betroffen sind.
Ab dem 35. Lebensjahr erstattet die Krankenversicherung alle zwei Jahre die Kosten einer Untersuchung beim Hausarzt. Da der „Checkup 35“ lediglich das Gesamtcholesterin erfasst, sollte man zusätzlich noch das LDL-Cholesterin ermitteln lassen. Auf eigene Kosten ist ein Schnelltest der Blutfettwerte auch in der Apotheke möglich.
Lipid-Liga e. V.
Weitere Informationen: www.lipid-liga.de
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Veranstaltungstipp
19. aid-Forum in Bonn – Essen mit Körper, Herz und Verstand - Achtsamkeit in der Ernährung
Permanentes Multitasking, Stress und Zeitmangel führen häufig zum Essen „nebenbei“ oder „to go“. In der heutigen Zeit ist es gar nicht so einfach, sich auf eine achtsame Ernährung einzulassen.
Das Thema Achtsamkeit ist nicht neu, aber zurzeit sehr populär. Auch in der Ernährung hat sie ihren Platz: Achtsamkeit steht hier für bewusstes, genussvolles Essen. Eine bessere Wahrnehmung von Hunger und Sättigung ersetzt Kalorienzählen und ein schlechtes Gewissen. Um Ernährungsgewohnheiten zu ändern, müssen diese erst einmal wieder bewusst wahrgenommen werden. Die Ernährungsberatung kann die Achtsamkeit, im Sinne einer ganzheitlichen Therapie, mit in den Beratungsprozess einbeziehen.
Termin: 21. September 2016
Tagungsort: Wissenschaftszentrum Bonn
Information und Anmeldung:
Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis der neuen Ausgabe 07-08 | 2016 finden Sie hier: