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Neue Ernährung im Fokus: Migration - Integration

Der Zuzug oder die Flucht in ein fremdes Land stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten: die neuen und die aufnehmenden Bürger. Gemeinsam kochen und essen kann zur Integration beitragen...

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Hände ausgestreckt, unterschiedliche Hautfarben
iStock.com / Rawpixel Ltd
Ernährung im Fokus 11-12 | 2016
November/Dezember 2016
Schwerpunktthema

Migration - Integration

Ernährung im Fokus stellt Ihnen verschiedene Projekte vor: was getan wurde und was noch zu tun ist, um den neuen Mitbürgern beim Einleben zu helfen. Interessant ist zum Beispiel das Hochschulprojekt „Kochabende“ mit Geflüchteten, aus dem ein wunderschön bebildertes Kochbuch mit exotischen Gerichten hervorgegangen ist. Das Projekt „Fit im Alltag – Zusammen kochen und essen“ spricht alle Menschen in schwierigen Lebenslagen an. Austausch und Beziehung über Essen und Trinken erleben alle Beteiligten als bereichernd!

Leseprobe

Essteller
Gemeinsam kochen und essen: Kochabende – Ein Hochschulprojekt mit Geflüchteten
Download [PDF 504,90kB]
(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

Schwerpunkt I

Madita Lohrer •  Claudia Plinz

Das Ernährungsverhalten von Flüchtlingen in Deutschland
Nutritive, kulturelle und soziale Aspekte

 

Eine Million - dieser Wert des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge repräsentiert annähernd die Zahl der Menschen, die im Jahr 2015 in Deutschland Asyl gesucht haben. Diese Personen treffen, infolge der Missstände in ihrem Herkunftsland und der damit verbunden Flucht, in anderen Ländern sehr wahrscheinlich auf andere Kulturen. Neben zahlreichen sozialen und psychischen Dimensionen der Auseinandersetzung betreffen die kulturellen Unterschiede auch die Ernährung.

 

Schwerpunkt II

Daniel Peter •  Bettina Strempel •  Ulla Simshäuser •  Petra Lührmann

Fit im Alltag - Zusammen kochen und essen
Eine partizipative Evaluation

 

Seit 2009 fördert das Land Baden-Württemberg durch den Aktionsplan „Komm in Form – Initiative für clevere Ernährung“ Projekte der Ernährungs- und Verbraucherbildung, die sich an Personen in schwierigen Lebenslagen richten. Dafür gibt es seit 2013 ein Handbuch mit einer Sammlung von Materialien und Methoden. Ob und wie die Kursleiterinnen sie einsetzen können und welche alltagspraktische Relevanz die Kurse aus Sicht der Kursteilnehmenden haben, das zeigt der Beitrag.

 

Extra

Dr. Silya Nannen-Ottens

Kochabende - Ein Hochschulprojekt mit Geflüchteten

 

Essen ist Kultur und Heimat. Wieviel Wohlgefühl ein gemeinsames Mahl in vertrauter Runde bereiten kann, ist jedem von uns bekannt. Ich kann die politischen Umstände nicht ändern, aber ich kann Menschen einladen, ihnen begegnen, ihnen zuhören und gemeinsam mit ihnen ihr Lieblingsessen kochen. Ich kann zeigen, dass ihre Kultur willkommen ist, dass sie willkommen sind. So kann gemeinsam kochen und essen die Integration erleichtern.

 

Lebensmittelrecht

Wissen für die Praxis

Neues aus der Forschung

 

Wunschthema

Dr. Lioba Hofmann

Intervallfasten
Auswirkungen auf Gewicht und Gesundheit

 

Viele Gewichtsreduktionsdiäten wirken nicht nachhaltig, führen oft zum Rückfall in alte Ernährungsmuster und bewirken dann eine Gewichtszunahme über das Ausgangsniveau hinaus (Jo-Jo-Effekt). Daher werden verschiedene Formen des periodischen Kalorienentzugs zunehmend beliebter.

 

Esskultur

Stephanie Rieder-Hintze

Ein bunter kulinarischer Baukasten: Mexiko

 

Chili con Carne und Nacho-Chips mit klebriger Käsesoße gelten als typisch mexikanisch. Doch das ist nicht Mexiko! Die echte Küche der rund 120 Millionen Einwohner bietet ganz Anderes und weitaus Vielseitigeres. Achtung: Die Tex-Mex-Küche aus dem Südwesten der USA ist nicht mit der mexikanischen Küche zu verwechseln!

 

Forum 1

Dr. Mareike Daum

Food & Move Literacy
Mit den Themen Essen, Trinken und Bewegung implizit Lesen, Schreiben und Sprache lernen

 

14,5 Prozent der Deutsch sprechenden, erwerbstätigen Bevölkerung können nur so eingeschränkt lesen und schreiben, dass sie häufig auf Unterstützung angewiesen sind. Hinzu kommen zahlreiche Flüchtlinge und Zugezogene. Wie lässt sich die deutsche Sprache möglichst schmackhaft vermitteln? Antworten finden Sie hier.

 

Zwischenruf

Dr. Friedhelm Mühleib

Vom Begrüßungsbrötchen zur Integration
Geflüchtete in Deutschland

 

Trotz anhaltendem politischen Stress und Gezerre um das Flüchtlingsthema: Das Schlimmste scheint überstanden. In allen Bereichen – von der Registrierung bis zur Verpflegung der zu uns gekommenen Menschen - haben wir viel geschafft. Aber sind wir für ein mögliches erneutes Anschwellen des Flüchtlingsstroms gerüstet? Neben der weiteren Stabilisierung der Situation ist vorausschauendes Handeln und Planen wichtig.

 

Forum 2

Monika Radke

Esspedition Kita
Ernährungsbildung für die Praxis

 

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Baden-Württemberg hat den seit vielen Jahren bewährten Arbeitsordner für pädagogische Fachkräfte völlig überarbeitet. Die Kita wird darin als Bildungsort rund ums Essen und Trinken erfahrbar. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal unterscheidet er sich von anderen Veröffentlichungen mit Verpflegungsschwerpunkt.

 

Methodik & Didaktik

Christine Maurer

Veränderungscoaching
Veränderungen begleiten und hilfreich visualisieren

 

Veränderungsprozesse fordern den „ganzen“ Menschen. Der klassische Berater arbeitet mit Sprache, die Klienten sind jedoch zusätzlich mit ihren Gefühlen konfrontiert. Die Visualisierung spricht einen weiteren Sinneskanal an, das Sehen, und stimuliert die Intuition. Anders als bei Worten fällt es vielen Menschen leichter, Bilder zu interpretieren.

 

Prävention &Therapie

Katharina Gewecke •Dr. Silya Nannen-Ottens

Der Süßstoff Aspartam in der Beratungspraxis
 

Seit seiner Zulassung im Jahr 1981 war der Süßstoff Aspartam immer wieder Anlass kontroverser Diskussionen. Das hat zu einer deutlichen Verunsicherung der Verbraucher geführt, mit der auch Ernährungsfachkräfte in der Beratung konfrontiert sind.

 

Ernährungspsychologie

Dr. Christoph Klotter

Gesundheitspsychologische Modelle
Das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung

 

Gesundheitspsychologische Modelle versuchen zu erklären, welche Faktoren dazu beitragen, die eigene Gesundheit zu schützen oder zu beeinträchtigen. Das transtheoretische Modell der Verhaltensänderung nach Prochaska ist ein Stufenmodell, das der Klient vom Stadium der Absichtslosigkeit über die Absichtsbildung, die Vorbereitung und Handlung bis hin zum Stadium der Aufrechterhaltung eines Behandlungserfolgs durchläuft, teils auch mehrmals.

Tipps für die Praxis

Bücher

Medien

Ernährung im Fokus - Online Spezial

Vitamin-B12-angereichertes Zahngel für Vegetarier

Alternative zu Nahrungsergänzungen und Injektionen?

Zahnbürste mit Zahnpasta
bartsadowski / Fotolia.com

Einer aktuellen Studie zufolge kann mit Vitamin B12 angereichertes Zahngel bei regelmäßiger Anwendung den Vitamin-B12-Status von Vegetariern und Veganern erhöhen.

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Buchcover, himmlisch backen mit Stevia und Co

Lesetipp

Buchrezension von Gabriela Freitag-Ziegler, Bonn Himmlisch Backen mit Stevia und Co.

Wer gerne süße Kuchen und Kekse backt, dabei aber Zucker einsparen möchte oder muss, findet in diesem Backbuch Alternativen zu vielen klassischen Rezepten. Die Autorin und Diätassistentin Kirsten Metternich konzentriert sich dabei auf den Süßstoff Steviolglykoside sowie den Zuckeralkohol Erythritol. Diese kommen in ihren Rezepten allein oder in Kombination, teils auch gemischt mit Zucker (Stevia-Zucker) vor.

 

Auf den einleitenden Seiten schildert die Autorin kurz die ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Steviolglykosiden und Erythritol, nennt Angebotsformen sowie Hersteller, erläutert die Backeigenschaften und gibt allgemeine Dosierungsempfehlungen. Es folgen praktische Tipps zum kalorienbewussten Backen und schließlich Erläuterungen für Diabetiker, zum Beispiel wie sich der Kohlenhydratgehalt von fertigen Lebensmitteln und Rezepten einfach berechnen lässt.

 

Der Hauptteil des Buches enthält fünfzig Rezepte, die in vier Kapitel gegliedert sind: Stevia pur, Stevia und Erythritol, Stevia und Zucker, Erythritol pur. Damit orientiert sich die Autorin an den jeweiligen Eignungen der verschiedenen Zuckeralternativen und Mischungen für unterschiedliche Teig- und Gebäckarten. Jedes Backergebnis wird auf einem ganzseitigen Foto präsentiert. Mehrheitlich handelt es sich dabei um klassische Kuchen wie Marmor-, Pflaumen-, Streuselkuchen mit Obst, Hefekranz oder Strudel, außerdem Rezepte für traditionelle Plätzchen wie Zimttaler, Vanillekipferl oder Hafer-Cookies. Aber auch Muffins und Pies, einige Torten und kreative Abwandlungen wie Erdnuss-Heidesand-Taler oder Vanilletee-Cupcakes sind zu finden.

 

Die Zutatenlisten enthalten oft fettarme Milchprodukte, Halbfettbutter oder Pflanzenöl sowie wenig Eier. Unter jedem Rezept ist der Gehalt an Eiweiß, Fett, (anrechnungspflichtigen) Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Cholesterin und Energie angegeben. Für Menschen, die auf ihr Gewicht oder ihren Blutzucker achten müssen und dazu mit Steviolglykosiden und/oder Erythritol süßen möchten, bietet dieses Buch eine praktische Anleitung.

                

Gabriela Freitag-Ziegler, Bonn  

 

Himmlisch Backen mit Stevia und Co.

Kirsten Metternich

Verlag Kirchheim & Co. GmbH, Mainz 2013

118 Seiten

ISBN: 978-3874095488

Preis: 17,90 Euro

 

Zucker rieselt aus der Dose
airborne77 / Fotolia.com

Lesetipp

Überwachen, Vorbereiten, Bekämpfen: Coca Cola hat Verbraucher- und Umweltschutz im Blick

Einem internen Papier zufolge denkt Coca Cola über Gegenstrategien zu möglichen europaweiten Verbraucher- und Umweltschutzmaßnahmen nach.

 

Auf dem Blog Foodpolitics der amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Professor Marion Nestle tauchte im Oktober 2016 ein Dokument von Coca Cola Europe auf. Es handelte sich um einen geleakten Bericht des Unternehmens. Er listet über 40 gesundheits- und umweltpolitische Maßnahmen auf, die eines gemeinsam haben: Sie bedrohen den Umsatz. In einer Grafik, genannt "public health risk matrix", sind diese Maßnahmen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem Umsatzrisiko geclustert und drei Unternehmensstrategien zugeordnet: Überwachen, Vorbereiten, Bekämpfen. In der Rubrik "Bekämpfen" befinden sich zum Beispiel Steuern auf Softdrinks und die Einführung von diskriminierenden Nährwertprofilen. In der Rubrik "Vorbereiten" stehen beispielsweise Regelungen, die Werbung an Kinder über zwölf Jahre einschränken könnten oder Obergrenzen für den Koffeingehalt in Getränken festlegen. In der Rubrik "Monitoring" finden sich CO2-Steuern und eine europaweite Definition von Portionsgrößen.

 

Coca Cola Deutschland hat auf Nachfragen des aid infodienst nicht dementiert, dass es sich um einen unternehmenseigenen Bericht handelt. Uwe Kleinert, Leiter Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit von Coca Cola, bestätigt auch, dass sich sein Unternehmen gegen Steuern auf Softdrinks ausspricht: „Wir sind gegen diskriminierende Steuern auf Softdrinks und dass man den Menschen weismachen will, man könne damit das Übergewichtsproblem lösen“, sagt er. Das Unternehmen setzt stattdessen auf schrittweise Zuckerreduktion (Reformulierung), das Angebot von kalorienfreien Alternativen, kleinere Produktgrößen und Nährwertinformationen. Anders als im oben genannten Papier dargestellt, spricht sich das Unternehmen nicht gegen Nährwertprofile oder höhere Recyclingquoten aus. „Wir sind für den Ausbau der Kreislaufwirtschaft“, sagt Kleinert und verweist darauf, dass Coca Cola in der Branche überdurchschnittliche Mehrwegquoten erzielt. Der Bericht ist also vermutlich als internes Papier einzustufen, das nicht unbedingt die aktuellen Unternehmensziele widerspiegelt.

 

Wie Unternehmen vorgehen, wenn ihr Umsatz tatsächlich bedroht ist, lässt sich derzeit in Amerika beobachten. Am 8. November 2016 haben sich die Bürger aus vier kalifornischen Städten per Wahl mehrheitlich für die Einführung einer Softdrinksteuer entschieden, darunter auch San Francisco. Mit Zucker gesüßte Softdrinks wie Limonaden, Energydrinks, Sportgetränke aber auch zuckerhaltiges Wasser, Kaffee und Tee kosten dort künftig ein bis zwei Cent per Ounce (28 g) mehr. Sie folgen damit dem Vorbild der Stadt Berkeley, die als erste amerikanische Stadt 2014 eine Softdrinksteuer etablierte. Dieser Entscheidung gingen Kampagnen voraus, die auf beiden Seiten durch millionenschwere Spenden finanziert wurden. Wie das amerikanische Onlineportal VOX berichtet, hat die amerikanische Vereinigung der Getränkehersteller mittlerweile ihre Ausgaben im Kampf gegen die Softdrinksteuer mehr als verdoppelt: Waren es 2014 noch 14 Millionen Dollar, stehen im Jahr 2016 dafür nun 37,7 Millionen Dollar zur Verfügung.

 

Seit Einführung der Steuer hat sich in Berkeley tatsächlich der Konsum von gezuckerten Softdrinks verringert und zwar um 21 Prozent, während er in anderen Städten um vier Prozent anstieg. Das zeigt eine neue Studie der Universitäten Berkeley und Harvard. Der Wasserkonsum in Berkeley nahm in derselben Zeit um 63 Prozent zu, in den Vergleichsstädten waren es nur 19 Prozent. Wenn dieser Effekt anhält, schreiben die Autorinnen, kann die Softdrinksteuer tatsächlich einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Übergewicht und Gesundheitskosten leisten.

                                                                                                                                        Gesa Maschkowski, aid

Links:

unterschiedliche Softdrinks in Flaschen
iStock.com / Boarding1Now

Lesetipp

Zwei gesüßte Getränke täglich verdoppeln das Diabetesrisiko

Der tägliche Konsum von zwei Softdrinks scheint das Diabetesrisiko deutlich zu erhöhen. Dabei macht es offensichtlich keinen Unterschied, ob es sich bei den Getränken um die zuckerhaltige Version oder die Diätvariante handelt.

Ein Forscherteam vom Karolinska Institut in Schweden untersuchte in einer Studie über ein Jahr lang die Trinkgewohnheiten von 1136 Menschen mit Typ-2-Diabetes und 357 Menschen mit einer seltenen Diabetesform, dem LADA-Diabetes (Latent Autoimmune Diabetes in Adults), einer Unterform des Typ-1-Diabetes. Sie verglichen die Ergebnisse der beiden Gruppen mit denen von 1371 gesunden Probanden. Alle Studienteilnehmer sollten ihren Getränkekonsum in einem Tagebuch festhalten.

Es zeigte sich, dass der Konsum von zwei oder mehr gesüßten Getränken täglich (200 ml pro Einheit) das Diabetesrisiko um das 2,4fache erhöhte im Vergleich zu den Teilnehmern, die keine Softdrinks tranken. Ebenso verdoppelte diese Menge an gesüßten Getränken das Risiko für LADA-Diabetes. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich für die künstlich gesüßte Getränkevariante. Auch nach Berücksichtigung anderer Faktoren wie Energiezufuhr, höherer Body-Mass-Index (BMI) oder generell ungünstige Ernährung, blieb das Diabetesrisiko deutlich erhöht.

Zuckerhaltige Getränke können den Glukosestoffwechsel und die Insulinsensitivität negativ beeinflussen. Das erhöht das Diabetesrisiko. Zuckerfreie, künstlich gesüßte Getränke könnten den Appetit anregen und in der Folge den Nahrungskonsum. So könnte es insgesamt zu einer Gewichtszunahme kommen. Zudem können künstliche Süßungsmittel die Darmflora verändern, was auch zur Entstehung von Diabetes beitragen könnte. Es sind allerdings weitere Studien nötig, um Rückschlüsse auf die Auswirkungen von künstlich gesüßten Getränken ziehen zu können.

                                                                                                                              Helmholtz Zentrum München

Quellen:

Löfvenborg, J. E. et al.: Sweetened beverage intake and risk of latent autoimmune diabetes in adults (LADA) and type 2 diabetes. In: Eur J Endocrinol, 2016, 175: 605-614, doi: 10.1530/EJE-16-0376 

Karolinska Institute: Sweetened beverages increase the risk of autoimmune diabetes. 

Frau verabreicht sich Insulin
Photographee.eu / Fotolia.com

Lesetipp

Frauen mit Diabetes: Bei instabilen Blutzuckerwerten Zyklus beobachten

Bei Frauen und Mädchen mit Diabetes spielt auch der Menstruationszyklus eine große Rolle. Denn er beeinflusst die Insulinempfindlichkeit und damit die Stoffwechsellage.

 

Die für den Zyklus verantwortlichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron beeinflussen auch den Blutzuckerspiegel: Einige Tage vor Einsetzen der Regelblutung sind der Östrogen- und Progesteronspiegel hoch. Viele Frauen mit Diabetes bemerken in dieser Phase einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Mit dem Einsetzen der Regel sinken Östrogen- und Progesteronspiegel und parallel dazu häufig auch die Blutzuckerwerte. Umgekehrt beeinflusst eine Diabeteserkrankung auch den Zyklus: Frauen mit Diabetes haben häufig längere Zyklen, stärkere Blutungsphasen und mehr Menstruationsbeschwerden als stoffwechselgesunde Frauen.

 

Starke Blutzuckerschwankungen können auch vor besonderen Phasen des weiblichen Zyklus auftreten: der Menarche oder der Menopause. In diesen Phasen kommt es häufiger zu einer höheren Insulinresistenz, die sich durch entsprechende Insulingaben ausgleichen lassen.

 

Beobachten Frauen mit Diabetes für sie unerklärliche Blutzuckerschwankungen, können sie neben ihren Blutzuckerwerten auch ihren Menstruationszyklus protokollieren und ihren behandelnden Arzt darauf ansprechen. Bei Diabetes Typ 1 sind die Insulingaben entsprechend zu korrigieren. Bei Frauen mit Diabetes Typ 2, die kein Insulin benötigen, reguliert mehr Bewegung den Blutzuckerspiegel.

 

                                                                          diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Berlin

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40. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention in Berlin Hypertonie in Bewegung

Der 40. Wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention erörtert zum Beispiel, welche Sportarten (Ausdauer- und Kraftsport) bei Blutdruckpatienten geeignet sind und was bei zusätzlichen Belastungen wie Herzinsuffizienz und Koronare Herzkrankheit zu beachten ist. Ein Blick auf die SPRINT-Studie - und warum sie nicht bei der Definition neuer Zielblutdruckwerte helfen kann - steht genauso auf der Agenda wie aktuelle Studienergebnisse zu neuen Behandlungsmöglichkeiten bei Bluthochdruck.

Termin: 01. bis 03. Dezember 2016 

Tagungsort: Maritim Hotel Berlin, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin 

Information und Anmeldung: www.hypertonie-kongress.de

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der neuen Ausgabe 11-12 | 2016 finden Sie hier:

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