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Neue Ernährung im Fokus: Achtsamkeit

Anforderungen, Belastungen und Stress sind oft Teil unseres beruflichen und privaten Alltags. Eine Möglichkeit, damit umzugehen, ist Achtsamkeit... 

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Rothaarige Frau mit Suppe
contrastwerkstatt / Fotolia.com
Ernährung im Fokus 09-10 | 2016
September/Oktober 2016
Schwerpunktthema

Achtsamkeit

Achtsame Menschen haushalten mit ihren Ressourcen, konzentrieren sich auf das für sie Wesentliche, wissen was sie wollen und treffen kluge Entscheidungen für sich selbst. Damit auch Sie achtsam mit sich selbst umgehen lernen, vereinen unsere Experten in ihren Schwerpunktbeiträgen Theorie und Praxis und leiten zu ersten Achtsamkeitserfahrungen an. Probieren Sie es aus!

Leseprobe

Essen in einer Auflaufform in Herzform
Achtsamkeit entdecken
Positives Essverhalten durch Achtsamkeit: Wie die Kommunikation zwischen Körper und Teller gelingt
Download [PDF 195,35kB]
(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

Schwerpunkt I

Gaby Vychodil

Achtsamkeit und Gesundheit

Achtsamkeit ist eine Absicht, eine energetische Haltung und erfahrungs- und erlebnisorientiert. Sie ist ein neurophysiologisches, innerpsychisches Geschehen, das im Handeln und in unseren Bezügen zu Umwelt und menschlichen Bindungen gesundheitlich stärkend ist. Als psychohygienischer Ansatz kann sie helfen, heilsam mit uns umzugehen.

Schwerpunkt II

Dr. Julia Bollwein

Positives Essverhalten durch Achtsamkeit - Wie die Kommunikation zwischen Körper und Teller gelingt

Der zentrale Schlüssel für den Aufbau eines Essverhaltens, das die nutritiven, emotionalen und sozialen Bedürfnisse deckt, ohne zu einer ungünstigen Gewichtsentwicklung zu führen, ist die Schulung der Aufmerksamkeit für alle körpereigenen und umweltbezogenen Reize, die auf das Essverhalten wirken. Dieses Verhalten lässt sich unter dem Begriff „achtsames Essen“ zusammenfassen.

Schwerpunkt III

Helgo Bretschneider

Gesund und effizient arbeiten - Achtsamkeit im Beruf

Dauerstress und psychische Überlastung im Job sind für viele Menschen zur Normalität geworden. Unsere Achtsamkeit bezieht sich in der Regel darauf, im Beruf gut zu funktionieren, alles „richtig“ und zeitnah zu erledigen. Wir achten auf sehr viel, nur nicht auf uns selbst. Hier finden Sie Tipps, wie Sie das ändern können.

Lebensmittelrecht

Wissen für die Praxis

Neues aus der Forschung

Wunschthema


Dr. Alexander Ströhle •Dr. Andreas Hahn

Vitamin D in der Schwangerschaft - Ein zweischneidiges Schwert?

Vitamin D hat weitreichende Bedeutung für den Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung des Fetus. Daher sollten Schwangere auf eine ausreichende Versorgung mit dem „Sonnenvitamin“ achten. Welche Zufuhrmenge für Mutter und Kind optimal ist, müssen zukünftige Studien zeigen.

Esskultur

Stephanie Rieder-Hintze

Weltweiter Trendsetter und Vielfalt der Küchen: USA

Hamburger, Fritten und Coke – so simpel ist die Esskultur in den USA bei Weitem nicht! Es gibt viele Spezialitäten in dem von Einwanderern unterschiedlicher Herkunft geprägten Land zu entdecken. Gleichzeitig sind die Staaten diejenigen, die die Essgewohnheiten und den Umgang mit Lebensmitteln im 19. und 20. Jahrhundert weltweit am stärksten geprägt haben. 

Methodik & Didaktik

Christine Maurer

Mit Konflikten umgehen - Das Neun-Stufen-Modell der Konflikteskalation 

Im Kern dreht sich jeder Konflikt um das Gleiche: um unbefriedigte Bedürfnisse. Diese gehören zu unserem Erbe, ihre Nicht-Befriedigung löst ein archaisches Verhaltensprogramm aus: Wie Du mir, so ich Dir – und noch ein bisschen mehr. So schaukelt sich der Konflikt immer weiter hoch. Was tun?

Prävention &Therapie

Aline Jehl •Dr. Silya Nannen-Ottens

Essstörungen in der Schwangerschaft

Mit der Schwangerschaft einhergehende körperliche Veränderungen stellen für einige Frauen eine ernstzunehmende psychische Belastung dar. Angesichts herrschender Schönheitsideale und der medialen Präsenz perfekter „After-Baby-Bodies“ fällt es immer mehr Frauen schwer, die Veränderungen als natürlichen Bestandteil der Schwangerschaft zu akzeptieren. Essstörungen in der Schwangerschaft gehen nicht nur mit unmittelbaren Risiken für das ungeborene Kind und die Mutter einher, sondern sind auch mit Langzeitfolgen für beide verknüpft.

Ernährungspsychologie

Dr. Christoph Klotter

Gesundheitspsychologische Modelle: Das sozial-kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns

Gesundheitspsychologische Modelle versuchen zu erklären, welche Faktoren dazu beitragen, die eigene Gesundheit zu schützen oder zu beeinträchtigen. Das sozial-kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns nach Schwarzer bezieht sich im Wesentlichen auf soziale und kognitive Prozesse. Es bildet die Phase der Absichtsbildung und die der Umsetzung ab, erlaubt also, die Klienten in der Beratung besser zu verstehen und sie effektiver bei ihrer Verhaltensänderung zu unterstützen.

Bücher

Medien

Mädchen kocht Suppe
Monika Heinis, Herford

Ein Projekttag soll die SchülerInnen in seinen Bann ziehen und neue Erfahrungen ermöglichen. Unerlässlich für den Erfolg sind attraktive Themen, gute Trainer und ein engagiertes Kollegium.

 

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Schwarz und Stark, wie Kaffee die Gesundheit fördert
Karen Nieber, Hirzel

Lesetipp

Buchrezension von Maren Krüger, Hilden Schwarz und stark - Wie Kaffee die Gesundheit fördert

Mit dem Buch „Schwarz und stark“ bringt die Autorin Prof. Dr. Karen Nieber, Pharmakologin an der Universität Leipzig, Licht in das Dunkel der zahlreichen, zum Teil widersprüchlichen Informationen über die gesundheitlichen Wirkungen von Kaffee. Das gelingt ihr mit ihrer sachlichen und zugleich unterhaltsamen „Schreibe“. Das Ergebnis ihrer umfassenden Recherche offenbart sie dem Leser sogleich: Kaffee ist mehr als ein Genussmittel und mäßiges Kaffeetrinken kein Problem für den Organismus! 


Nach einer kurzen Beschreibung der „Faszination Kaffee im Wandel der Zeiten“ erfährt der Leser Wissenswertes zur Entwicklung von Kaffeeanbau, Kaffeeernte, Kaffeehandel und Kaffeeverbrauch. Sehr ausführlich beschreibt die Autorin anschließend die Inhaltsstoffe der Kaffeebohne. Dabei widmet sie dem Koffein und seiner Wirkung ein eigenes Kapitel. Besonders aufschlussreich und informativ ist der zweite Teil des Buches, in dem Karen Nieber Fakten zum Thema „Kaffee und Gesundheit“ zusammengetragen hat. Unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Studien beschreibt sie die schädigende oder schützende Wirkung des schwarzen Muntermachers auf den Verlauf verschiedener Erkrankungen und Beschwerden. Fragen wie „Erhöht Kaffee den Blutdruck?“, „Hat Kaffee tatsächlich eine „treibende Wirkung“ auf die Nieren?“, „Kann Kaffee Krebs auslösen?“, „Schwächt Kaffee die Knochen?“ oder „Kann Kaffee das Diabetes-Risiko senken?“ beantwortet sie ausführlich. Dabei ist es der Autorin sehr gut gelungen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse leicht verständlich und humorvoll zu erklären. Das umfangreiche Literaturverzeichnis sowie die Abbildungen und Tabellen belegen die Expertise der Professorin.


Auch wenn das Buch durch seine Aufmachung beim ersten Durchblättern wie ein „Sachbuch für jedermann“ wirkt, wird der Leser rasch eines Besseren belehrt. Aber wie dem auch sei: das Buch wird Kaffee-Liebhaber und Skeptiker gleichermaßen bereichern. Eine wirklich anregende Lektüre bei einer guten Tasse Kaffee!

                                                                                                                                  Maren Krüger, Hilden

Schwarz und stark - Wie Kaffee die Gesundheit fördert
Karen Nieber
144 Seiten, Hirzel Verlag 2013
ISBN 978-3-7776-2161-6
Preis: 19,80 EUR

 

Ein gähnendes Mädchen mit einem Apfel
auremar / Fotolia.com

Lesetipp

Frühstück: Wie Kinder und Jugendliche gern zugreifen

Kinder und Jugendliche verzichten zunehmend auf das Frühstück. Das kann Konzentrationsfähigkeit und Lernerfolg beeinträchtigen und auch das Gewicht ungünstig beeinflussen. Was tun? Wie können Eltern ihren Nachwuchs zum Frühstücken motivieren? Wichtig ist, nicht dogmatisch, sondern ungezwungen mit dem Thema Frühstück umzugehen: den Heranwachsenden nichts verbieten und sie in die Gestaltung des Frühstücks einbeziehen.


„Seit einigen Jahren beobachten wir den Trend, dass Kinder und Jugendliche immer häufiger auf das Frühstück verzichten: das geschieht umso häufiger, je älter sie werden“, sagt Prof. Dr. Hans Hauner, Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin, Technische Universität München. „Laut KIGGs-Studie frühstücken nur 52 Prozent der 14- bis 17-jährigen Jugendlichen regelmäßig gegenüber 88 Prozent der 3- bis 6-jährigen Kinder“, erklärt der Ernährungsmediziner. Entscheidende Einflussfaktoren sind Studien zufolge Zeitmangel, Hektik und fehlender Hunger am frühen Morgen. Auch ein geringes Bewusstsein für die Familienkultur oder bei Jugendlichen eine angestrebte Gewichtsreduktion können Ursachen für „Breakfast Skipping“ sein.


Dabei ist das Frühstück wichtig für die Nährstoffversorgung und steigert Lernfähigkeit sowie Aufmerksamkeit. Außerdem sind Kinder und Jugendliche, die frühstücken, seltener übergewichtig, zeigen einen niedrigeren Body Mass Index (BMI) und geringere kardiovaskuläre Risikofaktoren als Kinder, die nicht frühstücken.


„Auch aus psychologischer Sicht ist das Frühstück wünschenswert“, sagt Prof. Dr. Christoph Klotter, Hochschule Fulda. „Es stärkt den Familienzusammenhalt und entschleunigt den Tagesablauf.“ Um die Frühstücksmotivation zu erhöhen, können Eltern ihre Kinder fragen „Was schmeckt dir?“. Dabei ist es wichtig, für die Vielfalt an Frühstücksvarianten offen zu sein und keine Verbote auszusprechen. „Kinder, die früh am Morgen keinen Hunger haben, können etwa zu Hause nur eine Kleinigkeit essen oder ein Glas Milch trinken und dann in der Pause in der Schule frühstücken“, schlägt der Ernährungspsychologe vor.
Persönliche Vorlieben von Kindern und Jugendlichen lassen sich abwechslungsreich und einfach zu einer ausgewogenen Mahlzeit kombinieren. „Ein empfehlenswertes Frühstück beinhaltet die vier Lebensmittelgruppen Getreide, Milch, Obst/Rohkost und Getränke“, erläutert Prof. Dr. Mathilde Kersting, Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund. Bei Getreideprodukten wie Brot und/oder Frühstücksflocken ist ein Vollkornanteil von rund 50 Prozent sinnvoll. 

                                             Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG (C.P.D.), Frankfurt am Main

 

Literatur:
Barr SI, DiFrancesco L, Fulgoni VL (2014). Breakfast consumption is positively associated with nutrient adequacy in Canadian children and adolescents. Br J Nutr. 112(8):1373-83.


Deshmukh-Taskar P et al. (2013). The relationship of breakfast skipping and type of breakfast consumed with overweight/obesity, abdominal obesity, other cardiometabolic risk factors and the metabolic syndrome in young adults. The National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES): 1999-2006. Public Health Nutr. 16(11):2073-82.


Edefonti V et al. (2014).The effect of breakfast composition and energy contribution on cognitive and academic performance: a systematic review. Am J Clin Nutr. Aug 100(2):626-56. doi: 10.3945/ajcn.114.083683. Epub 2014 May 7.


Hallström L et al. (2013). Breakfast consumption and CVD risk factors in European adolescents: the HELENA (Health Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence) Study. Public Health Nutr. 16(7):1296-305. doi: 10.1017/S1368980012000973. Epub 2012 Apr 12


Hoyland A, Dye L, Lawton CL (2009). A systematic review of the effect of breakfast on the cognitive performance of children adolescents. Nutr Res Rev. 22(2):220-243.


Nestlé Deutschland AG (Hrsg). Nestlé Studie 2011: So is(s)t Deutschland. Ein Spiegel der Gesellschaft. Frankfurt am Main, Stuttgart: Matthaes Verlag 2011.


Reddan J, Wahlstrom K, Reicks M (2002). Children's perceived benefits and barriers in relation to eating breakfast in schools with or without Universal School Breakfast. J Nutr Educ Behav. Jan-Feb 34(1):47-52


Robert Koch Institut (2014). KIGGs: Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – 2013.

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Veranstaltungstipp

19. aid-Forum in Bonn Essen mit Körper, Herz und Verstand - Achtsamkeit in der Ernährung

Permanentes Multitasking, Stress und Zeitmangel führen häufig zum Essen „nebenbei“ oder „to go“. In der heutigen Zeit ist es gar nicht so einfach, sich auf eine achtsame Ernährung einzulassen.
Das Thema Achtsamkeit ist nicht neu, aber zurzeit sehr populär. Auch in der Ernährung hat sie ihren Platz: Achtsamkeit steht hier für bewusstes, genussvolles Essen. Eine bessere Wahrnehmung von Hunger und Sättigung ersetzt Kalorienzählen und ein schlechtes Gewissen. Um Ernährungsgewohnheiten zu ändern, müssen diese erst einmal wieder bewusst wahrgenommen werden. Die Ernährungsberatung kann die Achtsamkeit, im Sinne einer ganzheitlichen Therapie, mit in den Beratungsprozess einbeziehen.

Termin: 21. September 2016

Tagungsort: Wissenschaftszentrum Bonn

Information und Anmeldung:

https://www.aid.de/ernaehrung-18.html

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der neuen Ausgabe 09-10 | 2016 finden Sie hier:

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