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Food Literacy

Essen ist ein Thema, bei dem jeder mitreden kann. Deshalb eignet es sich, um Menschen unterschiedlichen Alters oder aus verschiedenen Kulturen ins Gespräch zu bringen.

Löffel mit Buchstabennudeln
iStock.com / Korovin

Wie sich das Thema Essen in verschiedenen Kurssituationen gewinnbringend nutzen lässt, zeigt das Projekt „Food Literacy“. Es bietet Übungen, welche die Teilnehmenden aktivieren und motivieren und den Lernerfolg verbessern. Gleichzeitig fördern sie die Kompetenzen zur Bewältigung des Ernährungsalltags und stärken die Fähigkeit zur Selbstbestimmung – auch bei sozial benachteiligten und bildungsungewohnten Gruppen.

Der Begriff Food Literacy

Die Idee für Food Literacy geht zurück auf ein internationales Kooperationsprojekt im Rahmen des SOCRATES-GRUNDTVIG-Programms der EU-Kommission.

Der Begriff Food Literacy verbindet die Themen Ernährung/Lebensmittel mit Kompetenzbildung. Die ursprüngliche Bedeutung von Literacy in der Erwachsenenbildung bezieht sich auf die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können. Der Begriff Literacy umfasst aber noch mehr, zum Beispiel die Fähigkeit, seine Gedanken schriftlich ausdrücken und Textzusammenhänge verstehen zu können. In diesem Sinne ist auch Food Literacy gemeint.

Definition:
Food Literacy ist die Fähigkeit, den Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll zu gestalten.

Es geht also nicht nur darum, Lebensmittel zu kennen und damit umgehen zu können, sondern auch um das Verständnis der Zusammenhänge beim Ernährungshandeln. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, auch das Genießen können mit zu berücksichtigen.

Materialien

Das Handbuch "Essen als Thema in der Erwachsenenbildung - Food Literacy" enthält 31 praxiserprobte Übungen, die die Teilnehmenden motivieren und den Lernerfolg verbessern können. Gleichzeitig fördern sie die Kompetenzen zur Bewältigung des Ernährungsalltags.

Die Übungen reichen von einfachen Anregungen für den Kurseinstieg und das Kennen lernen bis hin zu umfassenderen Lerneinheiten. Sie sind auch für Veranstaltungen mit sozial Benachteiligten und bildungsfernen Gruppen geeignet.

Neben den Übungen kann sich der Leser über das Projekt Food Literacy sowie über die praktischen Erfahrungen informieren. Im Kapitel „Genussvoll, gesund und nachhaltig essen – so einfach geht's“ gibt es zahlreiche Tipps für die Umsetzung im Alltag. Um mit dieser Arbeitshilfe das Thema Essen gewinnbringend in Bildungsangebote einzubinden, benötigen Kursleitende keine Fachkenntnisse aus dem Bereich Ernährung.

Das Handbuch des aid infodienst ist eine Weiterentwicklung des Handbuchs, das 2006 im Rahmen des EU-Projekts Food Literacy entstand.

Dr. Claudia Müller, Bonn |

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Essen als Thema in der Erwachsenenbildung - Food Literacy

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Annika Rehm
aid

Medienproduktion, Lehrerfortbildungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Annika Rehm

Diplom-Oecotrophologin

Telefon 0228 8499-193