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Inklusive Sprachförderung in der Grundschule

In deutschen Schulklassen geht es immer interkultureller und mehrsprachiger zu. Aber eines verbindet alle Kinder: WIR essen. Gemeinsam über Essen und Trinken sprechen, fördert die Sprache.

Schulkinder Frühstück
iStock.com / Christopher Futcher

Willkommen in der neuen Schule!

Kinder, die neu in die Klasse kommen, sind sensibel für die Signale aus ihrer Umwelt. Sie spüren persönliche Wertschätzung, aber auch offene oder unterschwellige Ablehnung. In der Migrationspädagogik ist es wichtig, Diskriminierungen zu erkennen und zu diskutieren. Außerdem gilt es, die Vielfältigkeit zu entdecken und wertzuschätzen. Eine offene Sicht und ein Verhältnis auf Augenhöhe sind der beste Nährboden für Inklusion.

Die internationale deutsche Küche

Viele Familien mit Migrationsgeschichte leben seit Generationen in Deutschland, manche erst seit kurzem. Das Leben und die Ernährung in Deutschland sind bunt und vielfältig – unabhängig davon, ob ein Mensch Migrationserfahrungen hat oder nicht. Wer isst schon überwiegend „typisch deutsch“ und was ist das überhaupt? Die meisten Speisepläne sind heutzutage international geprägt und ganz individuell.

Zwei auf einen Streich: Sprachförderung + Ernährungsbildung

Eier
Gemeinsam Essen ist ein guter Start, neuen Kindern den Einstieg zu erleichtern.

Die Themen rund ums Essen und Trinken eignen sich besonders gut, um gleichzeitig die Sprache zu fördern: Fast alle Kinder frühstücken, haben Lust, sich in der Küche selbst etwas zuzubereiten und interessieren sich dafür, wo unsere Lebensmittel herkommen. Diese alltagsnahen Themen schaffen beim Klassenfrühstück oder im Unterricht vielfältige Anlässe zum Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Ein weiterer Vorteil: Beim praktischen Tun und Forschen kann jedes Kind mitmachen und erleben, dass es etwas kann. Das stärkt das Selbstkonzept und so lassen sich Sprachhürden leicht überwinden.

Unterrichtsmaterial zum Sprechen und Schmecken

Der Leitfaden zur inklusiven Sprachförderung in der Grundschule vermittelt praxisnah die wissenschaftlichen Hintergründe und didaktischen Grundsätze – stets mit der Ernährungsbildung im Blick. Vier Praxisbeispiele zeigen, wie Sprachförderung beim Klassenfrühstück, im Unterricht oder am Elternabend gelingt. Dabei greifen die Migrationspädagoginnen Prof. Dr. Munser-Kiefer von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Carmen Trautner von der Universität Erlangen-Nürnberg auf aid-Medien zur Ernährungsbildung in Grundschulen zurück. Diese sind kindgerecht aufbereitet, reich bebildert, lassen sich vielfältig differenzieren und liefern viele Ideen für Aktionen und Experimente.

Beispielseite aus Clever Essen
Die Materialien in dem Ringordner "Clever essen" sind flexibel einsetzbar und bieten viele Möglichkeiten zur Differenzierung. 

Darin finden sich beispiesweise über 100 farbige Foto- und Bildkarten aus stabilem Karton zu allen Lebensmittelgruppen. 
Zu den Bildern gibt es Namenskarten in Deutsch und Innenansichten. So ist Lebensmittelvielfalt, Spiel und Sprachförderung in einem möglich.

Eine Variante beim Arbeiten mit den Bildkarten: Wenn die Bilder einlaminiert sind, können sie die Kinder mit einem wasserlöslichen Stift selbst in Deutsch und weiteren Sprachen beschriften. 
Beispielseite aus "So macht Essen Spaß"
Eine reich bebilderte Beispielseite aus "So macht Essen Spaß - Entdeckerheft für Grundschulkinder". 

Über bildgestütze Geschichten kommt man leicht mit Kindern ins Gespräch, kann Impulse setzen, Fragen stellen und sie viel versprachlichen und erzählen lassen.

Das unterstützt den Lernprozess durch Situierung und eine sogenannte doppelte Codierung, indem Sprache zusätzlich mit einem Bild, einer realen Situation oder einer Handlung verknüpft wird. 
Stickerseite aus "So macht Essen Spaß"
Das Heft "So macht Essen Spaß" funktioniert nahezu ganz ohne Lesen und Schreiben. In den reich bebilderten Seiten steckt viel Gesprächspotenzial. Mit vielen Stickern zum Einkleben, Rätseln und Spielen verspricht das Heft eine Menge Spaß rund ums Essen und Trinken.    
Rezept aus aid Ernährungsführerschein
Diese Anleitung zum Rezept "Knabbergemüse" gehört zum Ernährungsführerschein. Hier stellen die Kinder selbst einfache kalte Köstlichkeiten her. Das macht Spaß und die Kinder lernen eine Menge von- und miteinander. Außerdem stärkt es das Selbstkonzept!

Damit wirklich jedes Kinder mitmachen kann, ist bei den oft mehrseitigen Rezepten jeder Arbeitsschritt und auch jedes Arbeitsgerät bebildert - ideal für selbstständiges Arbeiten und gezielte Wortschatzübungen. 

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