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Speise der Götter

Die Kakaobohne hat einen langen Weg hinter sich, wenn sie als Kakaopulver im Supermarktregal steht. Der Kakaobaum (Theobroma cacao) ist in den Tropen Mittel- und Südamerikas beheimatet.

Kakaobohnen
pixabay

(bzfe) – An grauen Wintertagen hebt eine Tasse heißer Kakao die Stimmung. Allerdings sind viele Fertigprodukte wahre Kalorienbomben. Wer den Seelenwärmer mit reinem Kakaopulver zubereitet, kann die Süße selbst bestimmen. Das schwer lösliche Pulver wird zunächst mit Zucker und wenig Milch als Brei angerührt, bevor man die Mischung in die heiße Milch gibt. Als Faustregel gilt: je ein Teelöffel Zucker und Pulver pro 150 ml Milch. Gewürze wie Vanille, Nelke, Muskat und Zimt sorgen für eine besondere Note.

Die Kakaobohne hat einen langen Weg hinter sich, wenn sie als Kakaopulver im Supermarktregal steht. Der Kakaobaum (Theobroma cacao) ist in den Tropen Mittel- und Südamerikas beheimatet. Der botanische Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Speise der Götter“. Denn bei den Ureinwohnern galt die Pflanze als heilig. Heute wird die immergrüne Pflanze vor allem in Ländern Westafrikas wie der Elfenbeinküste und Ghana angebaut.

Die gelb bis violett gefärbten Kakaofrüchte wachsen meist direkt am Stamm und werden nach einigen Monaten Reifezeit abgeschnitten und direkt geöffnet. Die enthaltenen Samen sind in ein Fruchtmus eingebettet und werden zur Gärung gebracht. Dabei wechselt die Farbe zu braun-violett. Nach dem Trocknen in der Sonne bereitet man die sogenannten Kakaobohnen – also die Samen der Kakaofrucht – für den Transport vor.

Erst im Verarbeitungsland erfolgt die Röstung bei 130 bis 150 Grad Celsius, bei der die Bohnen eine dunkelbraune Farbe annehmen und sich kakaotypische Aromen entwickeln. Dann lassen sie sich in grobe Stücke brechen. Beim Mahlen schmilzt die Kakaobutter, und es entsteht die sogenannte Kakaomasse. Die Hälfte des Fetts wird abgepresst. Zurück bleibt der Kakaopresskuchen, der nach dem Mahlen als Kakaopulver in den Handel kommt. Es gibt Produkte mit unterschiedlichem Fettanteil und Mischungen mit Zucker wie Trinkschokoladenpulver. Auch in Glasuren, Pudding und Kuchen ist Kakaopulver enthalten. Ohne Zuckerzusatz ist das Pulver bei einer kühlen, trockenen und dunklen Lagerung mindestens drei Jahre haltbar.

Ein mit Milch zubereiteter Kakao versorgt den Körper mit wertvollen Nährstoffen. So deckt eine Tasse rund ein Zehntel der empfohlenen Zufuhr eines Erwachsenen an Magnesium, Eisen und Zink sowie ein Fünftel der empfohlenen Zufuhr an Kalzium und Vitamin B2. Es sind sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole und geringe Mengen anregender Substanzen wie Koffein und Theobromin enthalten.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

aid-Broschüre „Kaffee, Tee, Kakao“ 
Bestell-Nr. 1310, Preis: 3,50 Euro 
www.ble-medienservice.de

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