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Ausgabe Nr. 03/06 19.01.2006



Trend zum Geiz: Ausgaben für Nahrungsmittel werden immer geringer

(aid) - In Deutschland geben Familien immer weniger Geld für Nahrungsmittel aus. Der durchschnittliche Haushalt verwendete im Jahr 2004 nur 11,7 Prozent des Einkommens für den Einkauf von Lebensmitteln, berichtete das Landvolk Niedersachsen. Im Jahre 1980 waren es noch 16,7 Prozent. In den 1950er Jahren wurde sogar fast die Hälfte des Lohns in Essen und Trinken investiert. Der Grund dafür ist vor allem, dass sich das Einkommen der Bürger im Laufe der Jahrzehnte stärker erhöht hat als die Nahrungsmittelpreise. Das geht aus dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands hervor. Ein Beispiel: Ein Industriearbeiter verdient heute rund 19mal so viel wie im Jahr 1950. Da die Brotpreise in dieser Zeit lediglich um das 8,5fache gestiegen sind, kann sich ein Arbeiter heute mehr als doppelt so viel Brot für seinen Lohn kaufen als noch vor fünfzig Jahren. Das bei der Ernährung eingesparte Geld hat den Lebensstandard erhöht. Es wird vor allem für Wohnen und Verkehr, aber auch für Freizeitaktivitäten ausgegeben.

aid, Heike Heinrichs