Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Abwasser mit Algen klären

65 Prozent der Phosphorbelastung in hessischen Gewässern stammen aus kommunalen Kläranlagen. Um die Phosphate aus dem Abwasser zu entfernen, arbeitet eine Pilotanlage mit Mikroalgen.

(aid) – 65 Prozent der Phosphorbelastung in hessischen Gewässern stammen aus kommunalen Kläranlagen. Um die Phosphate aus dem Abwasser zu entfernen, arbeitet eine Pilotanlage mit Mikroalgen. Diese wachsen in einem „Photobioreaktor“ unter der Einwirkung von Sonnenlicht und Kohlenstoffdioxyd und nehmen Phosphate und Stickstoffe aus dem Ablauf der Kläranlage auf. Durch Abtrennung der Biomasse werden die Verbindungen aus dem Wasser entfernt. Die anfallende Biomasse kann für die Biogasgewinnung genutzt werden.

Die Versuchsanlage wurde am Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik der TH Mittelhessen entwickelt und in der Kläranlage in Rotenburg/Fulda erfolgreich getestet. In den Abwasserproben seien nach dem Photobioreaktor kaum noch Phosphate nachweisbar, heißt es im „europaticker“. Nun soll geprüft werden, ob eine Algen-Anlage in großem Maßstab wirtschaftlich und erfolgversprechend sein könnte.

Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/3881-abwasserreinigung-mit-algen-3.html

 

als hilfreich bewerten 0 Versenden