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Ackerflächen schwinden immer schneller

Bis zum Jahre 2050 soll die Ernährungsproduktion laut FAO verdoppelt und gleichzeitig der Verlust an biologischer Vielfalt gestoppt werden.

Ackerboden
aid

(aid) – Bis zum Jahre 2050 soll die Ernährungsproduktion laut FAO verdoppelt und gleichzeitig der Verlust an biologischer Vielfalt gestoppt werden. Es geht also im Grunde darum, die natürlichen Ressourcen weltweit effizienter zu nutzen. Zielkonflikte sind somit vorprogrammiert.

Jobst Jungehülsing vom Bundeslandwirtschaftsministerium machte auf einer Fachtagung des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaf (KTBL). deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die landwirtschaftlichen Betriebe zu kämpfen haben: „Die Verluste an Agrarflächen setzen sich fort, die Käufe von Investoren von Einzelflächen und Betrieben wirken preissteigernd. Die Konzentration der Verfügungsgewalt von Pacht- und Eigentumsflächen in Holdingstrukturen setzt sich fort und Pachten und Kaufpreise für Agrarflächen steigen, während die Erzeugerpreise zum Teil dramatisch sinken. Diese Faktoren behindern zunehmend die Entwicklungsmöglichkeiten aktiver Landwirte“.

Das rechtliche Instrumentarium aus der Zeit nach dem Ersten beziehungsweise Zweiten Weltkrieg sei völlig ungeeignet, die Position ortsansässiger Landwirte auf dem Bodenmarkt zu stärken, agrarstrukturrelle Ziele der Länder zu erreichen und auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren.

Die Verantwortung für das landwirtschaftliche Bodenrecht liegt bei den Ländern. Wenn auf dem Bodenmarkt agrarstrukturelle Ziele erreicht werden sollen, sind also die Länder in der Pflicht, die Defizite beim Vollzug und die Lücken in der Regulierung zu schließen. Sie sollten die Verantwortung wahrnehmen, die sie mit der Förderalismusreform 2006 für diesen Rechtsbereich übernommen haben, forderte Jungehülsing.

Wilfried Henke, www.aid.de

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