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Agrarmarketing

Die zunehmende Liberalisierung der Agrarmärkte fordert eine gezielt marktorientierte Unternehmensführung, um als landwirtschaftliches Unternehmen bestehen zu können.

Hände halten Getreidekörner
mur162 / Fotolia.com

Selten hat Marketing in der Landwirtschaft eine größere Rolle gespielt, als heute. Das Marktgeschehen auf den Agrar- und Lebensmittelmärkten ist vielen Einflussfaktoren unterworfen, die sich ständig ändern. Dazu gehören nicht nur gesellschaftliche Trends, sondern auch neue oder veränderte Gesetze, der Einsatz von neuen Techniken, Lebensmittelskandale oder auch ökologische Veränderungen und Bedingungen. Aktuelle Beispiele sind die neue Düngeverordnung, der viel diskutierte Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung oder Ernährungstrends, wie die vegane Lebensform. Solche Faktoren und Veränderungen führen dazu, dass immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher die Herkunft ihrer Lebensmittel kritisch hinterfragen und genauer über Produktion und Herstellung informiert werden wollen. Ökologische Landwirtschaft, regionale Produktion und Labels oder Siegel sind hier nur einige Stichwörter.

Am Anfang steht der Landwirt

An der Basis der Nahrungsmittelproduktion steht der Landwirt. Zwar durchlaufen seine Produkte bis zum Verbraucher meistens noch mehrere Verarbeitungs- und Handelsstufen, doch zuerst entscheidet der Landwirt, was produziert wird, wie er dabei vorgeht und an wen er verkauft. Hiermit trifft er, wenn auch nicht direkt, verbraucherrelevante Marketingentscheidungen. Er muss verstehen, was der Markt von ihm und seinen Geschäftspartnern verlangt und letztendlich die Bedürfnisse der jeweiligen Kundengruppen ansprechen. Genau hier kommt das Agrarmarketing ins Spiel.

Der Marketingplan

Um erfolgreich Marketing zu betreiben, müssen Landwirte sich mit den aktuellen Entwicklungen auf dem Markt und in der Gesellschaft auskennen. Ist dieses Wissen vorhanden, können sie sich eine Marketingkonzeption erarbeiten. Dabei werden Marketingideen oder betriebliche Veränderungsmöglichkeiten gesammelt und formuliert. Darauf aufbauend wird ein detaillierter Marketingplan erarbeitet, der sich auf ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung bezieht. Hierbei kann es sich um verschiedenste Dinge handeln - von der Eröffnung eines Hofladens bis hin zur Einführung neuer Produkte oder Veredelungen. Ein guter Marketingplan bezieht alle wichtige Faktoren bei einer Produktneueinführung mit ein.

Sich an Veränderungen anpassen

Manchmal kostet es Überwindung, Risiken einzugehen, indem man neue Produkte oder Dienstleistungen einführt. Doch mithilfe eines guten Marketings können solche Ideen zu einem nicht nur monetär messbaren Gewinn für den Betrieb und die beteiligten Personen führen. Gutes Marketing heißt also immer auch Risiken eingrenzen, die Veränderungen stets mit sich bringen. Frei nach Georg Christoph Lichtenberg sind Änderungen jedoch die Voraussetzung dafür, dass sich die Dinge zum Guten entwickeln - und in diesem Sinne ist gekonntes Marketing eine Stütze für alle, die daran arbeiten.

Weitere Informationen zum Thema finden sich im aid-Heft „Agrarmarketing“. Es bietet interessierten Landwirten oder Beratern auf 92 Seiten eine fundierte Ausgangsbasis für ihr individuelles Agrarmarketing. Es informiert über die wichtigsten Instrumente des Marketings, die Erstellung eines Marketingplans, Preis- und Produktpolitiken und vieles mehr!

Mehr für das Marketing in Ihrem Betrieb erfahren Sie hier:

Baden-Württemberg

Gemeinschaftsmarketing Baden-Württemberg
www.gemeinschaftsmarketing-bw.de 

Bayern

alp Bayern: Agentur für Lebensmittel - Produkte aus Bayern
www.alp-bayern.de 

Brandenburg-Berlin

pro agro - Verband zur Förderung des ländlichen Raums in der Region Brandenburg-Berlin e. V. 
www.proagro.de 

Hessen 

Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen 
www.gutes-aus-hessen.de 

Mecklenburg-Vorpommern

Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern
www.mv-ernaehrung.de 

Niedersachsen

Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V. 
www.mg-niedersachsen.de 

Nordrhein-Westfalen 

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen  
www.lanuv.nrw.de

Rheinland-Pfalz

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten
mulewf.rlp.de/

Sachsen

Agrarmarketing Sachsen
www.landwirtschaft.sachsen.de 

Sachsen-Anhalt

Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt
www.amg-sachsen-anhalt.de

Schleswig-Holstein

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
www.gzsh.de

Thüringen

Thüringer Agrarmarketing
www.agrarmarketing-thueringen.de

Autoren: Marilena Kipp, Bonn und Dr. Martin Heil, aid |

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Excel-Tabelle

Marketingkontrolle Beispiel mit ausgewählten Kennzahlen

Bei der Marketingkontrolle wird überprüft, ob die Marketingmaßnahmen das gewünschte Ergebnis erzielt haben. Kurzfristig eignen sich dafür Soll-Ist-Vergleiche, bei denen Planzahlen für Umsatz, Absatz oder Marktanteil den Ist-Zahlen gegenübergestellt werden. Die Exel-Tabelle enthält ein Beispiel mit ausgewählten Kennzahlen, wie Soll-Ist-Vergleiche für einen bestimmten Produktbereich und einen Berichtsmonat dargestellt werden können.

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