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aid infodienst e. V. aufgelöst

Der aid infodienst e. V. (aid) ist Geschichte. Am 3. November 2016 haben die Mitglieder als höchstes Aufsichtsgremium die Auflösung des Vereins beschlossen.

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pixabay

(aid) – Der aid infodienst e. V. (aid) ist Geschichte. Am 3. November 2016 haben die Mitglieder als höchstes Aufsichtsgremium die Auflösung des Vereins beschlossen. Das klingt zunächst nach einer schlechten Nachricht für eine Institution, die in Deutschland 66 Jahre lang neutrale Informationen “vom Acker bis zum Teller“ lieferte. Aber es gibt einen guten Grund für die Auflösung: Die Kompetenzen in Sachen Ernährungs- und Agrarkommunikation sollen gebündelt werden. Es gibt in Deutschland zahlreiche „Kompetenz- und Kommunikationsinseln“, die - staatlich gefördert - über Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung kommunizieren. Was fehlt, ist DAS Kompetenz- und Kommunikationszentrum für Verbraucher sowie für Fach-, Lehr- und Beratungskräfte. Dies soll nun unter dem Dach der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geschaffen werden. Und zwar in zwei eigenständigen Einheiten: dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und einer Kompetenzeinheit für landwirtschaftliche Fachinformationen, die miteinander vernetzt sein werden.

Kern des neuen Bundeszentrums für Ernährung sowie der Agrarkommunikation werden jeweils Teile des aid sein. Bis zur Gründung dieser Meilensteine steht noch eine Menge Arbeit an. Zudem sind mit einer Bündelung der Kompetenzen auch neue Konstellationen in der Organisation und Kommunikation erforderlich. Dennoch werden die aid-Medien weiter verfügbar sein. „Unsere Arbeit führen wir in unveränderter Qualität nahtlos fort und auch das Medienangebot stellen wir weiterhin in der gewohnten Qualität sicher“, so Dr. Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid und zukünftige Leiterin des BZfE. „So muss niemand auf Informationen oder Unterrichtsmaterialien des aid verzichten.“ Schritt für Schritt werden also neue und auch bewährte Materialien unter dem neuen Namen veröffentlicht. „Das gesamte Angebot wird in der geballten Kraft eines 'Bundeszentrums für Ernährung' noch besser“, so Büning-Fesel.

Das gilt selbstverständlich auch für die bewährten Medien im Agrarbereich. Und nicht nur das: Die Kommunikation in diesem Bereich soll stärker in Richtung Verbraucher gehen. Was dem aid vor allem aus Kapazitätsgründen in Sachen „Informationen über die Landwirtschaft“ bisher nur in relativ geringem Umfang möglich war, soll in der neuen Konstellation deutlich gestärkt werden. Da sieht Büning-Fesel noch großes Potenzial: „Es soll ein möglichst realistisches Bild über die aktuell praktizierte Landwirtschaft vermittelt werden, weg von einer fragwürdigen Werbeidylle auf dem Stand des 19. Jahrhunderts.“ Die modernen Errungenschaften der Lebensmittelerzeugung, inklusive vieler Instrumente zum besseren Schutz für Tiere, Natur und Umwelt, müssten jedem als neutrale Informations- und Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stehen. Außerdem gebe es noch einen Handlungsbedarf für die Kommunikation der Forschungsergebnisse im Agrarbereich.

Mit der Auflösung des aid ist somit der Grundstein für eine konzentrierte Kommunikation im Ernährungs- und Agrarbereich gelegt. Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer schlagkräftigeren Ernährungs- und Landwirtschaftskommunikation.

www.aid.de

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