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Alterssicherung wird teurer

In der landwirtschaftlichen Sozialversicherung sind zu Jahresbeginn einige Änderungen in Kraft getreten. Dazu gehören höhere Beiträge für die Alterssicherung und für die Pflegekasse.

Zwei alte Männer sitzen auf einer Bank vor einem Holzstapel
lunaundmo / Fotolia.com

So stieg der monatliche Alterskassenbeitrag der Landwirte in den westdeutschen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr von 232 auf 236 Euro. In den ostdeutschen Ländern erhöhte sich der Beitrag von 199 auf 206 Euro. Bei den Beiträgen der aktiven Landwirte zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung gab es zum 1. Januar dieses Jahres lediglich eine Änderung. So wurde nur der Satz in der höchsten Beitragsklasse 20 von 532,50 auf 575,44 Euro angehoben.

In der sozialen Pflegeversicherung bleibt der Beitrag im Jahr 2016 konstant. Für Landwirte und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen, die ihren Beitrag zur Pflegeversicherung in Form eines Zuschlags zum Beitrag zur Krankenversicherung leisten, liegt der Zuschlag bei 15,0 Prozent; im vergangenen Jahr lag er bei 15,2 Prozent. Für kinderlose Mitglieder beträgt der Zuschlag 16,6 Prozent (Vorjahr: 16,82 Prozent) des Krankenkassenbeitrags.

Neuregelungen gab es auch bei der Hofabgabeverpflichtung. Zu den Kernpunkten gehören unter anderen deutlich erweiterte Spielräume für die Hofabgabe unter Ehegatten. So erhält eine Bäuerin künftig einen eigenständigen Rentenanspruch, auch wenn ihr Ehemann den landwirtschaftlichen Betrieb über das Rentenalter hinaus bewirtschaftet.

Da viele Landwirte keine ausreichende Rente haben, wurde auch die „rentenunschädliche Rückbehaltsfläche“ erhöht. Statt bislang nur zwei Hektar, dürfen die Landwirte bei einer Hofabgabe jetzt sogar acht Hektar für sich behalten. Dadurch wird also die Fläche zur Erzielung eines nicht auf die Rente angerechneten Hinzuverdienstes vervierfacht.

Mit der wirkungsgleichen Übernahme einer Regelung aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird auch in der Alterssicherung der Landwirte eine spätere Inanspruchnahme der Rente honoriert. Für jeden Monat, den der Landwirt verstreichen lässt, ohne seine Rentenansprüche geltend zu machen,  bekommt er einen Zuschlag in Höhe von 0,5 Prozent.

Michael Bornemann, Hildesheim |

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