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Automatische Melksysteme und Eutergesundheit

Um eine ausreichende Milchhygiene sicherzustellen, hat der Gesetzgeber eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, die von Betrieben mit Automatischen Melksystemen einzuhalten sind.

Automatisches Melksystem
Thomas Bonsels

Die Schwächen der auf dem Markt befindlichen Automatische Melksysteme (AMS) betreffen hauptsächlich die Erfüllung der allgemeinen Hygienevorschriften. So ist das Erkennen von Kühen mit Anzeichen ansteckender Krankheiten oder mit Euterentzündungen, die Absonderung erkrankter Tiere vor Melkbeginn, das Erkennen offener Wunden am Euter, besonders an den Zitzen, die Beurteilung der Sauberkeit des Euters, die Milchbeurteilung und das getrennte Melken nicht immer sicher gestellt. Im Hinblick auf die Lösung dieser Probleme sind alle Hersteller von AMS äußerst aktiv bei der Entwicklung neuer Sensoren sowie der Kombination von Daten unterschiedlicher Sensoren in Auswertungsprogrammen.

Immer mehr Betriebe satteln um auf AMS

Landwirtschaftliche Milchviehbetriebe, die neu- oder umbauen, investieren heute zunehmend in automatische Melksysteme (AMS). Solche auch als „Melkrobotor“ bezeichnete Systeme reduzieren den Arbeitsaufwand und steigern langfristig die Milchleistung der Tiere. Die Kühe nehmen das AMS in der Regel gut an. Ende des Jahres 2013 waren in Deutschland 4.343 Automatische Melksysteme in 3.083 Betrieben installiert.

Überprüfen der Eutergesundheit vor der Umstellung

Die Tiere sollten bei der Umstellung auf AMS unbedingt eutergesund sein. Die Veterinärbehörden verlangen im so genannten „Maßnahmenkatalog“ (siehe Download unten), dass die Eutergesundheit der Herde im Vorfeld durch eine zyto-bakteriologische Untersuchung festgestellt wird.

In vielen Betrieben steigen während der Umstellungsphase in den ersten drei bis vier Monaten die Zellzahlen. Meist ist dafür aber nicht das AMS allein verantwortlich, sondern vielmehr die Summe der Faktoren, die sich mit der Umstellung ändern und für die Tiere in der Anfangszeit Stress bedeuten. Nach den ersten Monaten sinken die Zellzahlen meist wieder.

Autoren: Dr. Wilfried Wolter, Gießen und Thomas Bonsels, Kassel |

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Maßnahmenkatalog Milchygiene in Betrieben mit AMS

Um eine ausreichende Milchhygiene in Betrieben mit AMS sicherzustellen, hat der Gesetzgeber für Deutschland eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, die von AMS-Betreibern einzuhalten sind. Den aktuellen Maßnahmenkatalog (Stand 18.09.2012) finden Sie unter dem folgenden Link:

Maßnahmenkatalog herunterladen