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Bärlauch - Das erste frische Grün des Jahres

Bärlauch ist köstlich und gesund – solange man ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt. Am sichersten und bequemsten lässt er sich im eigenen Garten ernten.

Frischer Bärlauch zu einem Bund gebunden auf einem Holztisch
iStock.com / Anna Shepulova

Es gibt ihn als Pesto, als Öl und als Saft, er steckt im Käse und im Brotaufstrich und aromatisiert Gewürzgürkchen ebenso wie Bratwürste, Schinken und Schokolade: Vor einigen Jahren wurde Bärlauch (Allium ursinum) nahezu über Nacht zur absoluten Trendpflanze – und seitdem ist kein Nahrungsmittel mehr vor dem aromatischen Zwiebelgewächs sicher. Eigentlich kein Wunder: Die Anfang März aus dem Boden spitzenden glänzend-grünen Blätter kombinieren eine feine Schärfe mit köstlichem Knoblaucharoma und zählen zum ersten frischen Grün des neuen Jahres. Dass Bärlauch ganz nebenbei noch ausgesprochen gesund ist – selbst der sagenumwobene Knoblauch kann sich von seinem wilden Verwandten noch einiges abgucken – ist da fast nur noch das i-Tüpfelchen.

Tödlicher Genuss

Der Gesundheitswert des Bärlauchs kehrt sich jedoch ins Gegenteil, wenn man ihn versehentlich mit Maiglöckchen oder gar Herbstzeitlosen verwechselt: Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, nicht selten sogar mit tödlichem Ausgang, beim Sammeln ist also Vorsicht geboten. Bärlauchblätter sitzen an langen Stielen, die sich einzeln aus dem Boden schieben, und duften beim Zerreiben intensiv nach Knoblauch. Maiglöckchenblätter hingegen erscheinen nicht nur später, sondern auch zu zweit, wobei sie einander ummanteln. Zudem riechen sie nicht nach Knoblauch – es sei denn, man hat vorher bereits Bärlauch angefasst. Bestehen irgendwelche Zweifel, sollte man grundsätzlich aufs Pflücken verzichten. Das gilt erst recht für die Herbstzeitlosen. Bei ihnen schieben sich mehrere Blätter ungestielt aus dem Boden. Ungünstigerweise erscheinen sie zur selben Zeit und oft an ähnlichen Orten wie die Blätter des Bärlauchs.

Sichere Sache

Blühender Bärlauch im Garten vor einem Holzzaun
Bärlauch lässt sich sehr gut im eigenen Garten kultivieren.

Auf Nummer sicher gehen Bärlauchfans, wenn sie das begehrte Kräutlein aus kontrolliertem Anbau kaufen. Das ist auch aus ökologischer Sicht sinnvoller. Mittlerweile fallen nämlich jedes Frühjahr tausende Bärlauchsammler über die lichten Au- und Mischwälder her, in denen er sich zuhause fühlt, und gehen oft ausgesprochen rabiat zu Werke. Anstatt nur ein bis zwei Blätter je Pflanze zu pflücken, damit sich der Bestand möglichst unbeschadet weiterentwickeln kann, wird oft ein regelrechter Kahlschlag mit der Schere betrieben. Wer gerne selbst erntet, aber eine Alternative zu Wildsammlungen sucht: Bärlauch lässt sich prima im eigenen Garten anbauen. Besonders an einem nicht zu trockenen Platz unter Bäumen und Sträuchern verwildert das dankbare Gewächs schnell, ohne zu wuchern, und liefert jedes Jahr zuverlässig knackige Blättchen und im Mai attraktive weiße Blüten.

Autorin: Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

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Dani Vincek / Fotolia.com
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