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Beetvorbereitungen zur Aussaat

Eine schonende Bodenbearbeitung mit dem richtigen Gerät ist das A und O für ein gesundes Pflanzenwachstum. Dabei ist weniger manchmal mehr, ständiges Umgraben ist nicht erforderlich.

Grabegabel mit Gummistiefel
iStock.com / cjp

Bei der Beetvorbereitung kommt es neben anderen Maßnahmen wie der Düngung besonders auf die richtige Bodenbearbeitung an. Sie unterstützt eine gute Wasserführung, erhöht die Durchlüftung und fördert die Aktivitäten der Bodenlebewesen. Das heißt aber nicht, dass der Boden ständig gelockert oder gar umgegraben werden muss. Ab Anfang März können die Beete für die Aussaat beziehungsweise das Pflanzen vorbereitet werden, vorausgesetzt der Boden ist frostfrei und nicht zu nass. 

Das bedeutet mit anderen Worten, dass eine wendende Bodenbearbeitung mit dem Spaten keine günstige Wirkung auf das Bodenleben hat. Mikroorganismen, die in tieferen Bodenschichten unter Sauerstoffabschluss leben, werden an die Bodenoberfläche geholt, wo sie nicht existieren können. Umgekehrt vernichtet man Sauerstoff liebende Lebewesen, indem man sie „verbuddelt“.Als Faustregel gilt: Der Boden sollte gelockert werden, ohne die Aktivitäten der Bodenorganismen zu stören. Denn diese sind in ihrer Lebensweise auf die unterschiedlichen Bedingungen in den verschiedenen Bodenschichten spezialisiert.

Das richtige Gerät wählen

Die Art der Bodenbearbeitung beziehungsweise das richtige Bearbeitungsgerät wird also vor allem durch die Bodenart und -beschaffenheit bestimmt: Der Spaten sollte demnach nur bei schweren, zur Verdichtung neigenden, tonigen und lehmigen Böden zur Anwendung kommen. Diese Böden sollten dann möglichst schon im Herbst grobschollig umgegraben werden, um die winterliche Frosteinwirkung - die sogenannte Frostgare - auszunutzen. Auf Dauer sollte man schwere Böden durch geeignete Maßnahmen verbessern, zum Beispiel durch das Einbringen von Kompost, Gründüngung oder Sand.

Für alle anderen Böden ist eher Zurückhaltung gefragt, das heißt, die Erde sollte nur leicht gelockert und nicht gewendet werden. Dazu bieten sich diverse Arbeitsgeräte an wie zum Beispiel

  • der Grubber (auch Kultivator genannt),
  • der Sauzahn oder
  • die Grabe- beziehungsweise Doppelgrabegabel (besonders Rücken schonend).


Zur anschließenden Vorbereitung eines feinkrümeligen Oberbodens für die Aussaat bieten sich sogenannte Krümler an.

Mit der Bodenbearbeitung können auch direkt Kompost als Bodenverbesserer und Dünger in den Boden eingebracht werden. Die Menge richtet sich danach, wie viele Nährstoffe noch im Boden vorhanden sind und welche Kulturen angebaut werden. Eine Bodenprobe gibt Hinweise über den Nährstoffgehalt des Bodens.

Jörg Planer, Meckenheim |

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