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Bier-Vielfalt zum Durchprobieren

Aus nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe) stellen die deutschen Brauer mehr als 5.000 verschiedene Biere her.

Biersorten
pixabay

(aid) – Aus nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe) stellen die deutschen Brauer mehr als 5.000 verschiedene Biere her. Unterschiedliche Zutatenkombinationen und -mengenverhältnisse, verschiedene Gärverfahren, Temperaturen und Lagerzeiten machen‘s möglich. Bei so viel Bier ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Da helfen auch diverse Kategorisierungen nur begrenzt weiter.

Steuerrechtlich wird in Deutschland zwischen vier Biergattungen unterschieden. Sie werden durch ihren Stammwürzegehalt definiert: Bei Einfachbier liegt er zwischen 2 und 5,5 Prozent, bei Schankbier zwischen 7 und 8 Prozent, bei Vollbier zwischen 11 und 14 Prozent und bei Starkbier über 16 Prozent. Einfach- und Schankbiere werden aus untergärigen Hefen hergestellt. Bei den Voll- und Starkbieren verwenden die Hersteller sowohl unter- als auch obergärige Hefen.

Innerhalb der Gattungen gibt es zahlreiche Sorten und zu jeder von diesen wiederum eine Vielzahl an Marken. Eine typische Einfachbiersorte ist Süßbier. Zu den Schankbieren zählen Berliner Weiße und Braunbier. Besonders ausgeprägt ist die Sortenvielfalt bei den Vollbieren: Von untergärigem Pils, Märzen, Export, Dunkel, Hell und Lager bis zu obergärigem Kölsch, Alt, Weizen, Weißbier und Spezial reicht die Palette. Starkbiersorten sind untergäriges Bock und Doppelbock und obergäriges Weizenbock und Weizendoppelbock.

Unangefochtener Spitzenreiter unter den deutschen Biersorten ist Pils. Es macht mehr als die Hälfte der gesamten hierzulande gebrauten Biermenge aus. Das erste Pils wurde 1842 nach einem Rezept des bayerischen Braumeisters Josef Groll in Pilsen im heutigen Tschechien ausgeschenkt. Heute kommen die herben Pilsbiere vor allem aus norddeutschen Brauereien.

In Bayern hat Weizenbier seine Hochburg. Bereits 1605 wurde in München das „Weisse-Bräuhaus“ gegründet. Mittlerweile haben die obergärigen, meist naturtrüben Weißbiere mit ihrem hohen Weizenmalzanteil einen wahren Siegeszug in Richtung Norden angetreten. Vor allem im Sommer werden sie gerne getrunken – dank fruchtiger Noten und hohem Kohlensäuregehalt. Der ist auch für das leicht überschäumende Temperament der Weizenbiere verantwortlich.

Wirkliche Biergrenzen gibt es trotz aller regionaler Vorlieben allerdings nicht, weder in der Gastronomie noch im Handel. Wer mag, kann sich jederzeit durch eine Fülle an Biersorten durchprobieren.

Eva Neumann, www.aid.de

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