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Blumenwiesen säen und pflanzen

Mancher Gartenbesitzer träumt von einer eigenen kleine Blumenwiese. Doch mit Tüte auf, säen und fertig ist es leider nicht getan. Damit die Wiese nicht zum Reinfall wird, hier ein paar Tipps.

Blumenwiese
iStock.com / AntiMartina

An einem schönen Sonnentag durch bunte Blumenwiesen streifen, sich mit den Gräsern im Sommerwind wiegen und Bienen und Schmetterlingen beim Nektarsammeln zusehen – herrlich. Kein Wunder, dass viele Menschen von einer eigenen kleinen Blumenwiese im Garten träumen. Schön anzusehen und noch dazu pflegeleicht, schließlich muss man eine Blumenwiese im Gegensatz zu normalen Rasenflächen nur ein bis zweimal jährlich mähen – ein Traum, findet mancher Naturfreund.

Frustrierendes Ergebnis?

Dummerweise ist das mit Träumen so eine Sache, denn mitunter erwacht man aus ihnen ziemlich unsanft. Im Fall der Blumenwiese steht der ambitionierte Gärtner je nach Saatmischung im ersten oder im zweiten Jahr mit gerunzelter Stirn im Garten und fragt sich, was da eigentlich schief gelaufen ist: Entweder blüht die Mischung im ersten Jahr ganz vortrefflich, während sich im Folgejahr nur noch Gras und Löwenzahn breitmachen. Oder aber die Fläche ähnelt im Jahr der Aussaat eher einer Brachfläche, die Samen scheinen nur sehr ungleich aufgegangen zu sein und von wogenden Blüten ist keine Spur.

Vorlieben kennen

Dazu muss man Folgendes wissen: Die schönsten, weil artenreichsten Blumenwiesen gedeihen in der Natur auf sonnigen, trockenen und vor allem mageren Standorten – also ungefähr dem Gegenteil dessen, was wir im Garten vorfinden. Dort sind die Böden nämlich meist ausgesprochen nährstoffhaltig, was ganz andere Pflanzen begünstigt. Wer hier mittel- und langfristig eine Blumenwiese etablieren möchte, hat daher zwei Möglichkeiten: Er kann den vorhandenen Boden abmagern oder sich für Saatmischungen entscheiden, die speziell auf nährstoffreiche Böden abgestimmt sind.

Aufblühen durch Abspecken

Abmagern ist die deutlich anstrengendere Variante und erfordert eine Menge Disziplin, das gilt für den Boden wie für die Urlaubskilos. Damit der Nährstoffgehalt der Erde sinkt, muss Sand gleich schubkarren- oder lasterweise angekarrt und eingearbeitet werden. Außerdem ist es oft sogar über mehrere Jahre hinweg erforderlich, immer wieder zu mähen, um mit der Pflanzenmasse auch die darin enthaltenen Nährstoffe zu entfernen.

Flexibel sein

Wer ein Freund schneller Ergebnisse ist, der passt die Saatmischung den vorherrschenden Bodenverhältnissen an – die Auswahl an attraktiven Mischungen ist riesig. Ein bisschen Geduld ist allerdings auch hier erforderlich. Viele ausgewogene Mischungen blühen nämlich erst nach dem nächsten Winter. Auch dass der Bestand oft über Wochen oder gar Monate hinweg Lücken aufweist, ist bei vielen Mischungen ganz normal: Die enthaltenen Pflanzen brauchen schlicht unterschiedlich lange, um zu keimen. Manche Arten benötigen sogar niedrige Temperaturen, damit die Samen aus ihrem Schlaf erwachen – weshalb sie treffend Kaltkeimer genannt werden.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Falls Sie weder lange ackern, noch ein Jahr lang auf eine geschlossene Fläche warten möchten: Man kann eine Blumenwiese auch Stück für Stück aufbauen. Überlegen Sie sich dafür zunächst, welche Mischungen zu den Licht- und Bodenverhältnissen in Ihrem Garten passen würden. Anschließend setzen Sie einfach fertige Pflanzen der entsprechenden Arten in den Rasen ein. Auf diese Weise tummeln sich nach und nach immer mehr liebreizende Wiesenblumen auf der dazu auserkorenen Fläche. Tipp: Falls Sie eigentlich gerne eine Blumenwiese hätten, aber auf Rasenflächen nicht verzichten möchten, können Sie zu speziellen Saatmischungen greifen, die beides vereinen. Das Ergebnis ist ein Spielrasen, dem Sie es in weniger intensiv genutzten Bereichen erlauben, höher zu wachsen. Das Ergebnis: blühende Randstreifen, auf denen nicht nur Kinder spannende Naturbeobachtungen machen können.

Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

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