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Bodenerosion - Ursachen und Folgen

Tiefe Risse im Boden, kahle Ackerflächen oder mit Sand bedeckte junge Pflanzen - drei sichtbare Folgen einer Bodenerosion durch Wind und Wasser. Für den Landwirt sind solche Schäden teuer.

Bodenerosion durch Wasser auf Acker
R. Brandhuber, LfL

Bodenerosion tritt besonders häufig in Regionen auf, die bevorzugt starken Winden oder großen Niederschlagsmengen ausgesetzt sind. Auch die Bodenart und das Gefälle eines Ackers beeinflussen die potenzielle Bodenerosion. So weist die norddeutsche Tiefebene mit ihren sandigen Böden ein besonders hohes Risiko für Winderosion auf, während die Regionen der deutschen Mittelgebirge mit schweren Böden und Hanglagen eher durch Wassererosion gefährdet sind.

Bodenbewirtschaftung an Standort anpassen

Die natürlichen Einflussfaktoren auf die Bodenerosion wie Klima, Lage und Bodenart kann der Landwirt nicht beeinflussen. Er kann jedoch seine Bodenbewirtschaftung bestmöglich an die jeweiligen Standortbedingungen anpassen, um schädliche Bodenveränderungen abzuwehren. Was er dabei beachten kann und was zu tun ist, wenn schon Bodenschäden vorliegen, zeigt die aid-Broschüre "Gute fachliche Praxis der Bodenbewirtschaftung und Bodenschutz".

Welche direkten und indirekte Schäden Wind- und Wassererosion anrichten können, zeigen wir Ihnen in der folgenden Bilderstrecke.

Kurz erklärt

Wassererosion

Verlagerung von Bodenpartikel durch oberflächlich abfließendes Wasser

On-Site-Schäden der Wassererosion

Schäden, die auf der Ackerfläche selbst entstehen, werden als On-Site-Schäden bezeichnet. Dazu gehören die Verletzung, Entwurzelung, Überdeckung und Vernichtung von Kulturpflanzen, das Wegspülen von Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln vom Austragungsort und die Entstehung von Erosionsrinnen auf Äckern.

Off-Site-Schäden der Wassererosion

Off-Site-Schäden der Wassererosion sind Folgen von Stoffausträgen aus den Quellflächen. Bodenteilchen und Düngemittel gelangen mit abfließendem Wasser in benachbarte Ackerparzellen, in Vorfluter oder in Biotope. Schlamm kann angrenzende Straßen, Wege und Gräben stark verschmutzen.  
 

Winderosion

Abtrag von Boden durch Wind

On-Site-Effekte der Winderosion

Alle Schäden, die direkt vor Ort durch Winderosion entstehen, nennt man On-Site-Effekte. Dazu gehören Boden- und Nährstoffaustrag auf Ackerflächen, die Schädigung von Pflanzen durch die Schleifwirkung umherfliegender Sandkörner oder die Überdeckung von jungen Pflanzen mit angewehtem Sand.

Off-Site-Effekte der Winderosion

Außerhalb der durch Bodenabtrag betroffenen Agrarflächen treten indirekte Effekte der Winderosion in benachbarten Gebieten auf (Off-Site-Effekte). Beispielsweise kann ein Sandsturm die Sichtweite auf Autobahnen stark einschränken oder angewehter Staub setzt sich in technischen Anlagen fest. Ein regelmäßiger Eintrag von organischem Material kann Grund- und Oberflächengewässer schädigen.

 

Carmen Menn, Bonn |

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