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Bodenschäden aus der Vogelperspektive

Um den Zustand einer landwirtschaftlich genutzten Fläche zu beurteilen, nutzen Bodenschutz-Experten gerne Luft- und Satellitenbilder. 

Bodenschäden aus der Vogelperspektive
W. Bauer, Agroluftbild

Luftbilder offenbaren den aktuellen Zustand eines Ackers aus der Vogelperspektive. Satelliten liefern neben Fotos auch Spektralbilder des Bodens. Diese bunt gefärbten Bilder geben das spezifische Rückstrahlverhalten der Erdoberfläche wieder. Wissenschaftler erhalten mit Spektralbildern Daten über die Verteilung der Boden-Temperatur, den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens, über Erosionsvorgänge oder die Nährstoffversorgung von Pflanzenbeständen.

Bodenschäden erkennen und Ursachen ergründen

Auf den Luftbildern können Bodenexperten anhand von Verfärbungen und Linien erkennen, ob Schäden auf Ackerflächen vorliegen. Mithilfe weiterer Daten wie dem Geländeprofil, der Bodenart, der aktuellen und zurückliegenden Art der Bodenbewirtschaftung, klimatischen Faktoren und dem aktuellen Zustand des Ackers können die Experten die Ursachen der sichtbaren Schäden ermitteln. Unterschiedliche Verfärbungen auf einem Schlag können beispielsweise auf eine unregelmäßige Humusverteilung hinweisen. Oft entstehen solche Bodenschäden durch eine, den landschaftlichen Gegebenheiten und den vorherrschenden Wetterverhältnissen, unangepasste Bodenbewirtschaftung. 

Bodenschutzmaßnahmen einleiten

Nach der Auswertung von Luft- und Satellitenbildern können die Bodenexperten geeignete Bodenschutzmaßnahmen vorschlagen. Meist helfen schon einfache Maßnahmen: Den Hang quer zum Gefälle bewirtschaften, schwere Maschinen bodenschonend einsetzen, Grünstreifen anlegen und den Acker möglichst dauerhaft bedecken. Ob diese Maßnahmen langfristig fruchten, kann man durch einen Vergleich von aktuellen und älteren Luftbildern erkennen.

Luft- und Satellitenbilder liefern Bodendaten

Aus Luft- und Satellitenbildern von landwirtschaftlichen Flächen lassen sich viele Informationen über die Bodenbeschaffenheit auslesen.

Satellitenbilder

Satellit über der Erde

Mit Satelliten werden regelmäßig Geodaten erfasst. Neben normalen Kameras kommen Sensoren zum Einsatz, die die auf der Erde reflektierte elektromagnetische Strahlung aufnehmen können. Aus diesen Daten lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der Böden ziehen. Die Wissenschaftler erhalten Geodaten über Temperatur, Erosionsvorgänge oder Feuchtigkeit. 


Aufnahmen aus einem Flugzeug / Helikopter

Fliegendes Klein-Flugzeug

Bilder aus einem Flugzeug oder einem Helikopter können verschiedene Aufnahmewinkel haben. Schrägbilder werden meist von einem Fotografen aus dem Flugzeug heraus gemacht. Senkrechtaufnahmen sind Grundlage für die Kartenerstellung; sie entstehen durch eine Spezialkamera, die unter dem Luftfahrzeug montiert ist. Vorteile von Luftbildern zu Satellitenaufnahmen: Die Aufnahmen sind meist wolkenfrei und die Bildauflösung ist höher. 


Aufnahmen mit einer Drohne

Fliegende Drohne

Drohnen oder Multikopter kommen in der landwirtschaftlichen Bodenerkundung seit einigen Jahren vermehrt zum Einsatz. Ein Drohneneinsatz ist meist kostengünstiger als ein Einsatz mit dem Flugzeug oder einem Helikopter. Zudem ist eine Drohne schnell einsatzbereit und kann GPS-gesteuert festgelegte Punkte abfliegen. 

 

Carmen Menn, Bonn |

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