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Bodenverdichtungen vorbeugen

Großtechnik auf dem Acker führt nicht zwangsläufig zu einer starken Belastung des Bodens. Bei fachgerechtem Einsatz lassen sich mit Großmaschinen auch Anforderungen des Bodenschutzes erfüllen.

Großer Zuckerrübenroder
aid

Der Boden ist die Grundlage jeglicher landwirtschaftlichen Produktion. Die langfristige Erhaltung eines guten Bodenzustands ist daher eine der wichtigsten Aufgaben der modernen Landwirtschaft, insbesondere vor dem Hintergrund einer Bewirtschaftung mit immer leistungsstärkeren und schwereren Maschinen.

Im heutigen Ackerbau gilt unvermeidlich: Bewirtschaften heißt Befahren der Ackerfläche mit Maschinen. Bei der Bodenbearbeitung, bei der Aussaat, bei der Pflege und bei der Ernte werden leistungsfähige Großmaschinen eingesetzt, die helfen, Zeit und Kosten zu sparen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu sichern. Mit der Leistung von Arbeitsmaschinen und Traktoren, steigen aber auch deren Gesamtmassen und das birgt Risiken für den Boden. Eine wesentliche Forderung im Bundes-Bodenschutzgesetz ist daher, Bodenverdichtungen so weit wie möglich zu vermeiden und die Bodenstruktur zu erhalten bzw. zu verbessern. Damit ist heute vorbeugender Bodenschutz zu einer wichtigen gesetzlichen Anforderung an die Landwirtschaft geworden.

Wirkungsgeflecht: Bodengefüge – Bodenleben – Pflanze – Technik

Es gibt die Meinung, Großtechnik auf dem Acker würde den Boden zwangsläufig zu stark belasten. Das muss jedoch nicht sein. Tatsächlich bewähren sich große Maschinen bei fachgerechtem Einsatz nicht nur wirtschaftlich sondern mit ihnen lassen sich auch Anforderungen des Bodenschutzes erfüllen. Um eine weitgehende und effektive Bodenschonung zu erreichen, ist es notwendig, die komplexen Wirkungsgeflechte zwischen Bodengefüge, Bodenleben, Pflanze und Technikeinsatz zu begreifen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Nutzung von leistungsstarken Großmaschinen abzuleiten.

Zahlreiche Faktoren bestimmen die Tragfähigkeit eines Bodens

Beim Befahren eines Ackers wirken eine Reihe von Faktoren und lösen im Boden vielfältige Reaktionen aus. Bodenart und Bodenfeuchte zum Zeitpunkt des Befahrens bestimmen wesentlich die Befahrbarkeit und Belastbarkeit des Bodens. Die Art der Bodenbearbeitung – ob und wie intensiv gelockert wurde – hat Auswirkungen auf die Tragfähigkeit. Die Höhe der Radlast, der Reifeninnendruck und die Reifenbauart und damit die Aufstandsfläche der Reifen sind die wichtigsten technischen Einflussfaktoren. Und nicht zuletzt das Wissen und Können des Betriebsleiters, der alle diese Faktoren im Sinne der guten fachlichen Praxis zu berücksichtigen hat.

Jörg Planer, Meckenheim |

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