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Brombeere

Die anspruchslose Brombeere wächst auch auf steinigem und unfruchtbarem Untergrund. Die Pflanze ist selbstbefruchtend, Fremdbefruchtung führt jedoch zu größeren Früchten und höheren Erträgen.

Brombeeren
istock.com / gorr1

Geschichte und Besonderheiten

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die in Eurasien und Nordamerika beheimatete Brombeere schon im neunten Jahrhundert v. Chr. von Menschen verzehrt wurde. Zur Zeit Hippokrates (400 v. Chr.) wurden Brombeeren bereits für medizinische Zwecke verwendet. Als Gartenpflanze wurde die Brombeere jedoch erst Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt. 

Bisher sind über 1.000 verschiedene Brombeersorten bekannt, die vor allem in aufrecht wachsende und rankende Sorten unterschieden werden. In beiden Gruppen gibt es stachellose und bewehrte Vertreter.

Standortbedingungen

Brombeeren benötigen einen warmen, geschützten Standort. Auf Frost reagieren die einzelnen Sorten sehr unterschiedlich, Temperaturen unterhalb -15 °C führen jedoch oft zu Erfrierungen. An den Boden stellt die Brombeere sehr geringe Ansprüche. Selbst auf Sandböden gedeiht sie gut. Stauende Nässe verträgt sie jedoch eher schlecht.

Aussaat / Pflanzung

Pflanztermin 

April/Mai oder Oktober/November

Pflanzabstand 

2 m x 2 m

Aufbinden 

Gerüst mit 3-4 Spanndrähten bis zu einer Höhe von 1,80 m 

Düngung

Gedüngt wird mit Kompost und etwas Steinmehl im Frühjahr.

Pflege und Schnitt

Eine gute Wasserversorgung von der Blüte bis zur Ernte verbessert die Fruchtgröße deutlich. Das Anhäufeln der Ruten beispielsweise mit Erde oder Kompost bis zu 30 cm im Spätherbst schützt die Pflanzen vor starken Frösten.

Im Jahr nach der Pflanzung (d. h. im 2. Standjahr) werden im Sommer die Seitentriebe, die an den jungen Ruten entstanden sind, auf 2-3 Augen (etwa 10 cm) eingekürzt. Aus diesen Stummeln wachsen dann im folgenden Jahr die Fruchttriebe. Die Haupttriebe können auf die gewünschte Länge eingekürzt werden. Im 3. Standjahr lichtet man im Frühjahr die Neutriebe aus. Dabei werden 4-5 der kräftigsten Triebe belassen, die restlichen Triebe werden bodennah abgeschnitten. Im Spätsommer des 3. Standjahres kürzt man nach der Ernte die Seitentriebe der neuen Ruten wieder auf 2-3 Augen ein (wie im Vorjahr). Daraus entwickeln sich dann die Fruchttriebe des Folgejahres und die abgetragenen Ruten werden bodennah abgeschnitten.

Schädlinge und Krankheiten

Brombeergallmilbe, Brombeerrankenkrankheit, Falscher Mehltau, Grauschimmel

Ernte und Lagerung

Im 1. Jahr nach der Pflanzung gibt es noch nichts zu ernten und der Ertrag im 2. Standjahr ist auch eher zu vernachlässigen. Ab dem 3. Jahr sowie in allen Folgejahren ist dann aber mit vollen Erträgen zu rechnen. Je nach Sorte kann zwischen Mitte Juli und Ende Oktober geerntet werden. Den richtigen Reifezustand haben die Beeren, wenn sie sich leicht lösen lassen.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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