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Champignons

Der Champignon, der wohl bekannteste unter den Kulturpilzen, ist die Zuchtform des wild wachsenden zweisporigen Egerlings. Er benötigt zur Fruchtbildung kein Licht.

Champignons
Basya555 / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Der gezielte Kulturbeginn von Champignons in Frankreich wird auf die Zeit um 1650 festgeschrieben. In Deutschland wurde die Champignon-Produktion Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt. Damals kultivierte man ausschließlich den braunen Champignon. Der weiße Champignon entstand – als Mutation aus einem braunen Pilz – erst Anfang des letzten Jahrhunderts.

Der Champignon zählt zu den Sekundärzersetzern, die bevorzugt Substrat besiedeln, das bereits mikrobiologisch, chemisch oder physikalisch aufgeschlossen wurde.

Kulturbedingungen

Champignons können bei ausreichender Feuchtigkeit im Halbdunkeln bis Dunkeln wachsen. Die Temperatur sollte zwischen 16 und maximal 22 °C liegen. Die meisten Fertigsubstrate bestehen aus einer Mischung aus fermentiertem Stroh und Pferdedungkompost angereichert mit Zuschlagstoffen, wie Baumwollsaatschrot, Malzkeimen, Gips und Kalk. Sie sind erhältlich bei Gartencentern, Versandgärtnern oder direkt beim Substrat- oder Bruthersteller.

Anbau und Pflege

Champignons sind als Fertigkulturen für Haus oder Garten zu bekommen. Sie werden meist in Styroporkisten geliefert, die das Substratgemisch enthalten. Das Substratgemisch ist dann bereits schon mit dem Myzel, dem Pilzgeflecht, versehen. Die separat beiliegende Deckerde, die der Anregung der Fruchtkörperbildung dient, muss selber aufgebracht werden. Sie sollte 3-4 cm hoch sein und darf nicht festgedrückt werden. Während der gesamten Zeit sollte darauf geachtet werden, dass die Deckerde sehr feucht bis nass gehalten wird. Die Durchwurzelung der Deckerde dauert zwischen ein und zwei Wochen, dann setzt nach weiteren 1-2 Wochen die Fruchtkörperbildung ein.

Ernte

Bei guten Substrat- und Klimabedingungen kann im Abstand von 1-2 Wochen geerntet werden, und zwar 4-6 Mal. Dann ist das Substrat ausgezehrt und ein guter organischer Dünger für den Garten. Es sollte darauf geachtet werden, die erntereifen Champignons sorgfältig auszudrehen, damit wenig kleine Fruchtkörper mitgerissen werden. Die entstandenen Löcher können mit etwas Champignon-Deckerde gefüllt werden.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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