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Das Beste aus dem Essen

Haben Sie Ihre Klienten schon mal gefragt, woraus der Körper das Material für Zähne, Knochen und Muskeln gewinnt? Vielen ist nicht klar, dass das, was sie essen, die Stoffe hierfür liefert.

älteres Paar mit frischem Gemüse
iStock.com / sanjer

Haben Sie schon einmal Ihre Klienten gefragt, woraus der Körper das Material für Zähne, Knochen und Muskeln gewinnt? Wieso er überhaupt leistungsfähig sein kann? Vielen ist gar nicht klar, dass das, was sie essen und trinken, die Stoffe hierfür liefert. Damit die lebenswichtigen Nährstoffe aus der Nahrung in den Körper gelangen, hat die Natur ein raffiniertes Verdauungssystem entwickelt. Mund, Speiseröhre, Magen und Darm und – nicht zu vergessen – auch Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sind im Einsatz, nachdem wir gegessen haben. Sie sorgen dafür, dass unser Körper die Nährstoffe aus den Lebensmitteln nutzen und verwerten kann. Grund genug, dem Essen viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Wissen, was gut für einen ist

Je vielfältiger und ausgewogener die Auswahl an Lebensmitteln gelingt, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Körper mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt wird. Zum Glück können wir in Europa aus einem reichhaltigen Nahrungsangebot auswählen. Über 10.000 verschiedene Lebensmittel hat im Durchschnitt ein mittelgroßer Supermarkt im Angebot. Kein Wunder aber, wenn bei dieser Vielfalt die richtige Wahl so manchem schwerfällt. Da ist es gut zu wissen, was gut für einen ist. Welche Lebensmittel in welchen Mengen auf dem Tisch landen sollten, zeigt das Modell der aid-Ernährungspyramide. Wenn Ihre Klienten ihren Speiseplan anhand dieser Empfehlungen zusammenstellen, können sie sicher sein, dass ihr Körper mit allen benötigten Nährstoffen versorgt wird. Ein Ernährungstagebuch (s. aid-Medientipp) hilft bei der Umsetzung der Empfehlungen.

Der Genuss darf nicht fehlen

Wer aber Essen nur als Maßnahme sieht, um dem Körper Nährstoffe zuzuführen, verpasst etwas Entscheidendes. Denn mit Lust essen macht gute Laune – und dass nicht nur bei besonderen Gelegenheiten oder am Wochenende. Unsere sieben Tipps helfen Ihren Klienten auch im Alltag das Essen zum puren Genuss werden zu lassen.

Sieben Tipps für mehr Genuss

So lernen Ihre Klienten zu genießen (nach Lutz u. Sundheim 2002):
  • Genuss braucht Zeit! Genießen geht nicht auf die Schnelle. Gönnen Sie sich ganz bewusst die Zeit zum Genießen, und zwar jeden Tag.
  • Genuss ist erlaubt! Essen Sie nicht mit schlechtem Gewissen.
  • Genuss geht nicht nebenbei! Konzentrieren Sie sich auf das Essen. Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre.Weniger ist mehr! Nehmen Sie sich kleine Portionen. Essen Sie langsam und schmecken Sie bewusst.
  • Genuss heißt „Auswählen, was gut tut“! Hören Sie vor einer Mahlzeit in sich hinein und wählen Sie das, was Ihnen im Moment gut tun würde.
  • Ohne Erfahrung kein Genuss! Übung macht den Meister. Werden Sie jeden Tag ein bisschen besser im Genießen.
  • Genuss kann jeden Tag stattfinden! Machen Sie das Essen im Alltag zu einem genussvollen Erlebnis.

Dr. Maike Groeneveld, Dr. Claudia Müller, aid |

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Ernährungspyramide: Individuell und flexibel einsetzbar

Fragen und Antworten

Welche Ernährungsfehler kommen oft vor?

Im Durchschnitt nehmen die Deutschen von einigen Nährstoffen zu viel, von anderen zu wenig auf:

Fehler 1: zu viel Fett, Protein, Salz und Cholesterin
Dagegen hilft:

  • weniger tierische Wurstwaren essen
  • weniger Fertigprodukte konsumieren
  • fettarme Milchprodukte statt Vollmilchprodukte nutzen

Fehler 2: zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Calcium, Jod, Fluorid, Folsäure und Ballaststoffe
Dagegen helfen:

  • hochwertige pflanzliche Öle statt tierischer Fette (mit Ausnahme von Seefischen). Öle wie Raps-, Lein-, und Walnussöl enthalten viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
  • fettarme Milchprodukte, etwa fettarme Jogurts und Magerquark – liefern Calcium ohne viel Fett,
  • jodiertes und fluoridiertes Speisesalz
  • mehr Obst und Gemüse – sie liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
  • mehr Vollkornprodukte – sie liefern Ballaststoffe

Ist Alkohol tabu?

Nein. In einer vollwertigen Ernährung ist alles erlaubt, es kommt nur auf die richtige Menge an. Häufiger Alkoholkonsum kann zu Übergewicht, Leberschäden und anderen Gesundheitsstörungen führen. Aber ab und zu mal ein Glas zu trinken, ist völlig in Ordnung.

Als Richtwert für gesunde Erwachsene gilt:

Männer: pro Tag etwa 0,5 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein oder 0,06 Liter Weinbrand
Frauen: pro Tag etwa 0,25 Liter Bier oder 0,175 Liter Wein oder 0,03 Liter Weinbrand

Ist Naschen erlaubt?

Süßes und auch Snacks und alkoholische Getränke sind aus unserer Ernährung nicht wegzudenken. Da sie viel Energie und kaum Nährstoffe liefern, genießen Sie diese Extras möglichst bewusst und in Maßen. Am besten Naschen Sie nicht zwischendurch, sondern bauen Sie sie als Mahlzeit ein, z. B. als Dessert. Vermeiden Sie Süßes zu naschen, wenn Sie Hunger haben. Essen Sie lieber etwas Sättigendes wie ein belegtes Brot oder einen Joghurt.

Wie sind Tiefkühlgemüse und Konserven zu bewerten?

Frisches Obst und Gemüse sind in Sachen Vitamine unschlagbar – keine Frage. Tiefkühlprodukte und gelegentlich Konserven sind jedoch eine gute Alternative. Nach der Ernte wird die Ware direkt verarbeitet und vitaminschonend eingefroren, sodass die Nährstoffe weitestgehend erhalten bleiben. Unser Tipp: Bevorzugen Sie möglichst wenig verarbeitete Tiefkühlprodukte, also ohne Salz, Zucker, Gewürze und Soßen.

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