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Deutschland ist Suppenland

Wenn die Tage kälter werden, wärmt eine deftige Suppe von innen. In Deutschland hat jede Region ihre eigenen Spezialitäten und Vorlieben. Suppe wird als Vorspeise oder Hauptgericht gegessen.

Frau isst Suppe
contrastwerkstatt / Fotolia.com

(aid) – Wenn die Tage kälter werden, wärmt eine deftige Suppe von innen. In Deutschland hat jede Region ihre eigenen Spezialitäten und Vorlieben. Die Suppen werden entweder als Vorspeise oder Hauptgericht gegessen.

So essen die Hamburger gerne „Aalsuppe“ oder „Saure Suppe“, die nicht unbedingt Aal enthalten muss. Denn „alles“ heißt auf Plattdeutsch „aal“, sodass in dem Gericht auch einfach „alles drin“ sein kann. Die Basis ist ein Schinkenknochen, der ausgekocht wird. Hinzu kommen typischerweise gepökeltes Rindfleisch, Suppengemüse, Erbsen, Kräuter, Essig und Backpflaumen für den typischen süßsäuerlichen Geschmack. Eine Mischung, die außerhalb Norddeutschlands wohl etwas gewöhnungsbedürftig ist. Feiner ist da die Hamburger Krebssuppe mit Kräutern, Tomaten und einem Schuss Cognac. Eine weitere Spezialität des Nordens ist die fruchtige Suppe aus Fliederbeeren, wie der Holunder dort genannt wird. Sie wird mit Zimt und Nelken gewürzt und mit Grießklößchen serviert.

Die bayerische Küche setzt dagegen auf eine Leberknödelsuppe oder eine Schwammerlsuppe mit Steinpilzen, Maronen und Pfifferlingen. Für eine Kartoffelsuppe werden die Knollen mit Möhren, Lauch und Zwiebeln angedünstet, mit Suppenbrühe abgelöscht und eine halbe Stunde gekocht. Hinzu kommen Gewürze, Kräuter und ein Löffel saure Sahne. Ein bayerischer Klassiker ist die Biersuppe, die traditionell mit dunklem Bockbier hergestellt wird.

Während die Weinsuppe unbedingt zur Küche Rheinhessens gehört, lieben die Schwaben ihre Riebelesuppe. Die Basis ist eine Rinderbrühe, in der kleine Teigbrösel gegart werden. Eine Erbsensuppe westfälischer Art wird mit Möhren, Kartoffeln, Lauch und Mettwurst zubereitet. Auch Milch spielt in vielen Suppen eine tragende Rolle. So wird für eine süße Pommersche Kliebensuppe Milch mit Zimt und Zitronenschale gewürzt und mit Mehlklößen kombiniert. Dabei lässt man den Kloßteig in die kochende Suppe einfließen. Übrigens ist der Samstag der Suppentag der Deutschen: An diesem Tag essen laut dem Deutschen Suppeninstitut rund 80 Prozent der Verbraucher eine Suppe oder einen Eintopf.

Heike Kreutz, www.aid.de

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