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Die Kräuterspirale

Die Kräuterspirale bietet Platz für eine Vielzahl verschiedener Kräuter auf engem Raum. Damit sie gut gedeihen, sollte ihr Platz im Garten sonnig, warm und windgeschützt sein. 

Kräuterspirale
stockpics / Fotolia.com

Der Anbau von Heil- und Gewürzkräutern im eigenen Garten wird immer beliebter. Wer in der Küche über ein reichhaltiges und variantenreiches Angebot an frischen Kräutern verfügen möchte und zudem noch ein Stückchen Garten hat, dem sei der Bau einer Kräuterspirale empfohlen.

Die Kräuterspirale bietet den einzelnen Kräutern den von ihnen bevorzugten Boden: von fett bis mager oder von sumpfig-feucht bis sandig trocken. Die beim Bau der Kräuterspirale verwendeten Steine speichern optimal die Wärme und geben sie an die meist sehr Wärme liebenden Kräuter ab.

Geeigneten Standort wählen

Der ideale Standort für eine Kräuterspirale ist sonnig, warm und windgeschützt. Auf einer runden Fläche von etwa 2,5-3 m Durchmesser wird eine flache Grube ausgehoben und mit einer dicken Schicht Kies gefüllt. Diese Kiesschicht dient als Drainage und verhindert die bei Kräutern so verhasste Staunässe. In der Mitte des Kreises wird aus Steinen ein etwa 50-70 cm hoher Hügel errichtet. Anschließend wird dann mit großen Steinen auf der Kiesschicht von innen nach außen eine Spirale markiert, die im südlichen Teil mit einem kleinen Teich oder einer Sumpfzone enden kann. Eine Nord-Süd-Ausrichtung wird aufgrund des optimalen Lichteinfalls empfohlen.

Entlang der Steinmarkierung wird nun mit Natursteinen eine ansteigende Mauer gebaut und die Spirale nach und nach mit verschiedenen Erdmischungen aufgefüllt: außen nährstoffreich, humos und feucht, innen hingegen mager, trocken und sandig. Dazwischen erfolgt die Anlage einer Übergangszone. Man beginnt dazu außen mit einem Gemisch (1/1) aus lehmiger Gartenerde und Kompost, geht dann über in eine Mischung aus 2/3 Erde und 1/3 Kompost und endet oben schließlich mit einem Gemisch aus je 1/3 Sand, Erde und Kompost. Am äußeren Ende der Spirale kann ein kleiner Teich angelegt werden.

Dies hat den Vorteil, dass man den Aushub direkt in der Spirale verbauen kann. Für den Bau des Teiches wird entweder Teichfolie verwendet oder man gräbt eine Tonne oder einen Kübel - Durchmesser mindestens 70 cm - so tief in den Boden ein, dass der obere Rand unterhalb der Erdoberfläche verschwindet.

 

Bereich der Spirale  Standortbedingungen  Pflanzenarten
Oben  Sehr sonnig, trocken, sandig, nährstoffarm  Salbei, Thymian, Rosmarin, Estragon, Majoran, Ysop
Mitte (Übergangsbereich) Humos, durchlässig, sonnig, mäßig nährstoffreich  Schnittlauch, Dill, Pimpinelle, Zitronenmelisse, Bohnenkraut, Liebstöckel, Kümmel
Unten  Feucht, sehr humos und sehr nährstoffreich  Sauerampfer, Waldmeister, Pfefferminze, Kerbel, Löffelkraut, Petersilie
Teichrand  Sehr feucht  Baldrian, Mädesüß, Minzearten 
Teich Nass Brunnenkresse, Fieberklee, Kalmus

 

Für die Bepflanzung der Kräuterspirale gilt Folgendes: Große Kräuter grundsätzlich immer zur Mitte hin pflanzen. Das erleichtert die Pflege und bewirkt, dass die kleineren Pflanzen genügend Licht bekommen. Besonders wichtig ist es jedoch, die verschiedenen Bodenansprüche der einzelnen Kräuterarten zu berücksichtigen (siehe Tabelle). Zudem sollten Unverträglichkeiten zwischen verschiedenen Pflanzenarten beachtet werden.

 

Jörg Planer, Meckenheim |

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