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„Du bist, was du isst“

Immer mehr Menschen definieren sich über die Art, was sie essen und wie sie essen.

(aid) – Immer mehr Menschen definieren sich über die Art, was sie essen und wie sie essen. Die Lebensmittelbranche passt sich dieser gesellschaftlichen Entwicklung an, erklärt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in ihrem Jahresbericht 2015/2016. Im Supermarkt sind zunehmend Produkte für spezielle Bedürfnisse verfügbar – von „Functional Food“ über „Light“ und „Convenience“, vegetarische und vegane Erzeugnisse, nachhaltige, regionale und Bio-Ware. In den vergangenen vier Jahren ist beispielsweise der Umsatz mit laktosefreien Milchprodukten um 93 Prozent und der Umsatz mit Fleischersatzprodukten um 88 Prozent gestiegen.

Im Allgemeinen kaufen die Deutschen heute seltener und weniger ein: Die Mengen-Nachfrage nach Lebensmitteln im Einzelhandel ist in den vergangenen drei Jahren um knapp vier Prozent gesunken. Der Außer-Haus-Konsum gewinnt an Bedeutung. Viele Bürger essen regelmäßig im Restaurant, der Kantine oder im Imbiss, anstatt sich zu Hause selbst eine Mahlzeit zuzubereiten. Dabei spielt vermutlich auch der Faktor Zeit eine große Rolle.

Die Kunden sind allerdings zunehmend bereit, mehr Geld für hochwertige Lebensmittel auszugeben. Inzwischen ist für die Hälfte der Kunden die Qualität beim Einkauf entscheidend. Im Jahr 2001 war für 59 Prozent noch der Preis das wichtigste Argument. Der Anteil der Konsumenten, die auf eine nachhaltige gesunde Ernährung und bewussten Konsum achten, ist auf mehr als ein Viertel gestiegen.

Die Ernährungswirtschaft ist mit rund 569.000 Beschäftigten in 5.800 Betrieben weiterhin der drittgrößte Arbeitgeber in der Industrie. Zu 95 Prozent sind es kleine und mittlere Unternehmen, die in allen Regionen Deutschlands zu finden sind. Das deutsche Lebensmittelangebot umfasst 170.000 verschiedene Produkte, meldet die BVE.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.bve-online.de

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