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Einkaufshilfe für Geflüchtete

"Guten Appetit" - unter diesem Titel gibt es hier kostenlos eine Einkaufshilfe für Geflüchtete auf Arabisch und Deutsch. 

Titelbild von Heft Guten Appetit
aid

Menschen, die neu in Deutschland sind, haben auch beim täglichen Einkauf oft Verständigungsprobleme. Um Einkaufen und Kochen zu erleichtern, bietet der aid jetzt eine kurze, arabisch und deutsche Einkaufshilfe an. Die neu Angekommenen finden dort in beiden Sprachen Antworten auf Fragen wie: In welchen Lebensmitteln kann sich Alkohol oder Schweinefleisch verstecken? Kann man das Leitungswasser in Deutschland trinken? und vieles mehr. Alle, die haupt- oder ehrenamtlich mit Geflüchteten oder auch bereits länger in Deutschland wohnenden Menschen arbeiten, möchten wir mit diesem kompakten Ratgeber unterstützen. Er kann im 10er Pack für 3.00 Euro im aid-Medienshop bestellt  oder kostenlos heruntergeladen werden.

Normal ist für den aid am neuen Heft „Guten Appetit“ wenig: Noch nie hatten wir eine zweisprachige Veröffentlichung in Deutsch und Arabisch und in der Regel bringen wir auch keine Bachelor-Arbeiten heraus. Warum also diesmal?

Katharina Koch hat Oecotrophologie an der FH Münster studiert und das Heft "Guten Appetit" im Rahmen ihrer Bachelorarbeit erstellt. Im Theorieteil der Arbeit hat sie sich unter anderem mit muslimischen Speisevorschriften, der Frage, wie sich das Ernährungsverhaltens durch Migration verändert und der Rolle der Sprache im Integrationsprozess beschäftigt.

Interview mit Katharina Koch, der Autorin des Heftes "Guten Appetit"

Wie kam es zu der Idee, für eine Bachelor-Arbeit eine kompakte Einkaufshilfe zu schreiben und zu gestalten?

Porträt Katharina Koch

Ich wollte in meiner Bachelorarbeit gern etwas Nützliches erarbeiten und keine rein theoretische Arbeit schreiben, die nach der Abgabe in der Schublade verschwindet.
Die Flüchtlingsthematik habe ich ausgewählt, weil sie einerseits hochaktuell ist und andererseits mich persönlich auch sehr bewegt. Ich habe Anfang des Jahres über ein "Welcome Dinner" drei syrische Flüchtlinge kennen gelernt. Wir waren gemeinsam einkaufen, haben gekocht und zusammen bei uns zu Hause gegessen und uns viel unterhalten. Es wurde schnell klar, dass es gerade die alltäglichen Dinge sind, die bei ihnen zu Fragen führen. Zum Beispiel waren die drei ganz überrascht, dass man das Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken kann, weil sie das aus ihrer Heimat nicht kannten. Ganz wichtig war auch der Wunsch, möglichst schnell die deutsche Sprache zu erlernen, um Kontakt zu Einheimischen zu bekommen, wozu sich ein Alltags- und Kullturthema wie das Essen und Trinken natürlich besonders gut eignet. Deshalb habe ich die Broschüre zweisprachig erstellt und neben den Informationsseiten thematische Wortschatzseiten ergänzt.
Da ich ausgebildete Fotografin bin und vor meinem Studium einige Jahre als Fotografin und Grafikerin gearbeitet habe, wollte ich in meine Bachelorarbeit gern auch diese Berufserfahrung mit einfließen lassen. Daher habe ich nicht nur die Texte selbst geschrieben sondern auch die Gestaltung der Broschüre selbst übernommen.

Warum haben Sie sich an den aid gewendet?

Nachdem ich die erste Auflage in den Flüchtlingsunterkünften in Münster verteilt hatte und eine pdf-Datei zum kostenlosen Download ins Internet gestellt habe, hat sich dieser Link schnell verbreitet. Viele Leute fragten nach mehr gedruckten Heften für ehrenamtliche Deutschkurse und viele andere Angebote für geflüchteten Menschen. Dafür brauchte ich professionelle Hilfe und habe mich an den aid gewandt.Jetzt kann das Heft günstig über den aid-Medienshop bestellt werden und ist auch überregional verfügbar. Ich würde mich freuen, wenn das Heft geflüchteten Menschen das Ankommen in unserem Land etwas erleichtern kann und sie darin Antworten auf ganz alltägliche Fragen rund um die Themen Essen, Trinken und Einkaufen finden. Ich hoffe, dass durch die Zweisprachigkeit die Hemmschwelle erste Sätze auf Deutsch zu sprechen, sinkt und sie dadurch leichter ins Gespräch mit Deutschen kommen.

Katharina Koch wurde unterstützt von:

- Der "Coppenrath Verlag" hat den Druck der ersten Auflage im Mai 2016 gesponsert
- Die arabische Übersetzung wurde über das Hamburger Übersetzungsbüro "Toptranslation" von Dr. Ragab M. Abdelaty ehrenamtlich angefertigt
- In der Ideenfindungsphase und bei der Auswahl geeigneter Inhalte haben Gespräche mit Flüchtlingen, zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern und das "MuM Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum e.V." in Münster-Gievenbeck, geholfen. Das MuM bietet ein offenes Café an, das von vielen Frauen mit arabischen Wurzeln besucht wird.

Autorin: Britta Klein, aid |

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