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Eiskraut

Das Eiskraut kann als einjährige Gemüsepflanze im Garten angebaut werden. In einen Blumentopf gepflanzt, gedeiht das Küstengewächs auch auf Balkon, Terrasse oder Fensterbrett.

Eiskraut
Stephan von Mikusch / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Das aus den Küstengebieten Südafrikas stammende Eiskraut ist ein ganz besonderes Gewächs. Es handelt sich um einen sogenannten Halophyt. Das ist eine Pflanze, die sich an salzreiche Standorte angepasst hat. Dieser Umstand bringt es mit sich, dass dieses Gemüse von Natur aus eine salzig-saure Note aufweist.  

Bei erster Betrachtung scheint der Name Eiskraut etwas irreführend, denn die Pflanze verträgt Eis und Frost überhaupt nicht. Der Name dieser südafrikanischen Pflanze hat auch nichts mit seiner Herkunft, sondern vielmehr mit seinem Aussehen zu tun. Die fleischigen Sproßachsen und Blätter sind mit hirsekorngroßen, wassergefüllten Bläschen besetzt, die das Sonnenlicht reflektieren und der Pflanze damit ein bizarres, vereistes Aussehen verleihen.

Das Eiskraut gehört wie der Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonioides) zur Familie der Mittagsblumengewächse.

Kulturtipps

Das Eiskraut bevorzugt trockene, warme Standorte, weswegen durchlässige, sandige Böden besonders günstig sind. Sehr schwere Böden müssen mit etwas Sand gemischt werden. Besonders wohl fühlt sich das Eiskraut auch in Steingärten. 

Da es sich um ein sehr wärmeliebendes Gewächs handelt, sollte ins Freiland nicht vor Mitte Mai gesät werden. Mit der Anzucht auf der warmen Fensterbank (ca. 20 °C) kann bereits ab Ende April begonnen werden. Das sehr feine Saatgut wird nur dünn mit Erde oder Sand bedeckt und fest angedrückt. Vorgezogene Pflanzen müssen, bevor sie ins Freiland gepflanzt werden, erst in Töpfe pikiert werden.

Da das Eiskraut mit seinen niederliegenden, kriechenden Sprossen eine Fläche von bis zu einem halben Quadratmeter einnehmen kann, ist darauf zu achten, die Aussaat beziehungsweise Pflanzung nicht zu dicht vorzunehmen. Der empfohlene Abstand liegt bei etwa 40 cm von Pflanze zu Pflanze.

Ernte und Lagerung

Wenn die Pflanzen kräftig genug sind, kann geerntet werden. Dazu schneidet man mit einem scharfen Messer oder einer Schere Sprossspitzen und große Blätter nach Bedarf ab. Die Pflanze bildet laufend neue Triebe und Blätter, sodass eine vierköpfige Familie mit etwa 2-3 Pflanzen gut über den Sommer kommt. Wer aus dem Eiskraut einen Salat zubereiten möchte, sollte nach Möglichkeit kurz vorher ernten, da das Gemüse dann besonders frisch und knackig ist. Das Erntegut kann, wenn nötig, aber auch für einige Tage im Kühlschrank gelagert werden.

Verwendung in der Küche

Das säuerliche Aroma und die feste Konsistenz der Blätter und Stängel machen das Eiskraut sehr beliebt als Salat oder Zutat für einen Blattsalat – in der französischen Gastronomie bekannt als „ficoide glaciale“. Mit einer einfachen Vinaigrette und ein paar Zwiebeln lässt sich aus Eiskraut schnell ein passender Salat zu Fisch oder anderen Meerestieren herrichten. Der hohe Wassergehalt mit dem leicht salzigen Geschmack wirkt besonders im Sommer sehr erfrischend. Kurz angedünstet können die Blätter und Stängel aber auch als spinatähnliches Gemüse gereicht werden. Die kristallinen Blätter eignen sich auch als ansprechende Dekoration für ein kaltes Buffet.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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