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Erdbeere

Die Erdbeere ist eine mehrjährige Staude. Nach zwei Jahren sollte der Bestand jedoch mit neuen Pflanzen aufgefrischt werden, da der Fruchtertrag mit der Zeit nachlässt.

rote Erdbeeren
Smileus / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Kleinfruchtige Walderdbeeren sind in Europa heimisch und wurden hier bereits in der Steinzeit gesammelt. Die großfruchtige Garten-Erdbeere, wie wir sie heute kaufen, ist jedoch eine zufällige Kreuzung aus zwei amerikanischen Wilderdbeersorten. Ihr Name leitet sich aus dem lateinischen Wort Fragaria (= Duft) ab.

Vermehrt werden können Erdbeeren über Ausläufersprosse, an denen sich Tochterpflanzen bilden. Sobald diese eingewurzelt sind, stirbt die Verbindung zur Mutterpflanze ab und eine neue Pflanze entsteht.

Standortbedingungen

Erdbeeren bevorzugen einen lockeren, gut durchwurzelbaren, humosen und nährstoffreichen Boden in geschützter und sonniger Lage. Auf zu nassen Standorten gedeihen die Pflanzen schlecht.

Fruchtfolge und Mischkultur

Zur Vermeidung von Fruchtfolgekrankheiten sollten Erdbeeren höchstens alle vier bis fünf Jahre auf das gleiche Beet gepflanzt werden. Als Mischkulturpartner eignen sich Buschbohnen, Borretsch, Knoblauch, Kopfsalat, Porree, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Spinat oder Zwiebeln. Ungeeignet ist hingegen Kohl.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

Juli/August

Abstand 

90 cm x 30 cm

Pflanztiefe

Jungpflanzen nicht zu tief setzen. Die Herzknospe muss aus dem Boden herausschauen.

Vermehrung 

Bei zweijähriger Kultur im Sommer des 1. Jahres die Ausläufer alle entfernen. Im 2. Jahr können sie dann zur Gewinnung von Jungpflanzen genutzt werden.

Düngung

Vor der Neuanpflanzung von Erdbeeren empfiehlt es sich, Gründüngungspflanzen wie Wicken, Lupinen, Buchweizen oder Senf anzubauen. Diese müssen mindestens 4-6 Wochen vor dem Pflanzen der Erdbeeren in den Boden eingearbeitet werden. Wenn dies nicht möglich sein sollte, kann der Boden auch einige Wochen vor dem Pflanzen mit Kompost versorgt werden. Während der Pflanzung sollte man noch zusätzlich etwas Kompost mit ins Pflanzloch gegeben.

Je nach Nährstoffgehalt des Bodens, kann es erforderlich sein, die Pflanzen mit Pflanzenjauche oder einem Mineraldünger nachzudüngen. Die Düngung für das folgende Erdbeerjahr erfolgt am besten gleich nach der Ernte mit 4-5 l Kompost/m2.

Pflege

Eine Mulchschicht aus Stroh nach der Blüte sorgt dafür, dass die Früchte trocken und sauber bleiben. Um einen kräftigen Wiederaustrieb der Mutterpflanzen zu gewährleisten, sollten nach der Ernte die alten Blätter und die Ausläufer abgeschnitten und möglichst aus dem Bestand entfernt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse, Drahtwürmer, Schnecken, Spinnmilben, Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea), Rote Wurzelfäule (Phytophthora fragariae), Verticillium-Welke.

Ernte und Lagerung

Je nach Wetter, Reifezeitpunkt der Sorte und nach Maßnahmen zur Ernteverfrühung (z. B. Vliesabdeckung) oder Ernteverzögerung können die Erdbeeren zwischen Anfang Juni und Mitte Juli geerntet werden. Nur vollreife Erdbeeren entwickeln das volle Aroma. Zu früh gepflückte Früchte – erkennbar am weißgelben Rand – schmecken hingegen unangenehm säuerlich. Die Erdbeeren werden mitsamt ihrer grünen Kelchblätter und einem Stück Stiel gepflückt, um das Auslaufen von Saft zu vermeiden.

Die Ernte sollte früh morgens und bei Trockenheit erfolgen, denn nass gepflückte Früchte büßen an Aroma ein und sind weniger lange haltbar. Extreme Hitze verträgt das Erntegut auch nicht gut. Daher sollte spätestens zur Mittagszeit die Erntearbeit eingestellt werden.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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