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Erdbeerspinat

Wer Wert auf Vielfalt auf dem Teller und im Garten legt, dem sei der schmückende Erdbeerspinat ans Herz gelegt. Der Erdbeerspinat ist eine sehr alte Kulturpflanze mit Heimat in Südeuropa.

Erdbeerspinat
Heike Rau / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Der Name des zugleich schönen wie schmackhaften Gewächses leitet sich von seinen essbaren, erdbeerartigen Früchten sowie den spinatähnlichen Blättern ab. Diese Doppeleigenschaft als „Ziergemüse“ machte man sich schon in früheren Zeiten zunutze, indem man den Erdbeerspinat nicht bloß aß, sondern auch so mache Festtafel und Speisen mit den leuchtend roten Früchten zierte.

Ab dem 16. Jahrhunderts wurde der Erdbeerspinat – ebenso wie die Melde oder der Wilde Spinat (Guter Heinrich) – mehr und mehr von dem heute in nahezu jeder Tiefkühltruhe lagernden Gartenspinat (Spinacia oleracea) verdrängt. Dieser von den Arabern über Spanien nach Europa gebrachte Gartenspinat ist großblättriger und einfacher zu ernten, weswegen ihm der Vorzug gegeben wurde. 

Genau genommen handelt es sich bei dem zu den Gänsefußgewächsen (Chenopodiaceae) zählenden bizarren Gemüse um zwei verschiedene Pflanzenarten, dem Ähren- oder Kopferdbeerspinat (B. capitatum) und dem Ruten- oder Echten Erdbeerspinat (B. foliosum). Im Samenfachhandel sind beide Arten erhältlich.

Die Pflanze wird etwa 60-80 cm hoch. Im reinen Blattstadium ist der Erdbeerspinat nur schwer von „normalem“ Spinat zu unterscheiden. Ab etwa August, nach einer eher unscheinbaren Blüte, bildet die Pflanze jedoch auffallend rote Scheinbeeren.

Tipp: Erdbeerspinat macht sich auch gut als „Ziergemüse“ im Blumentopf auf dem Balkon oder der Terrasse. Der Topf sollte jedoch einen Durchmesser von mindestens 12-13 cm haben.

Kulturtipps

Erdbeerspinat ist ein sehr anspruchsloses Gemüse, das auf fast allen Böden wächst. Gute humose Erde und etwas Kompost fördern die Pflanze allerdings noch einmal zusätzlich in ihrem Wachstum. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. In guter Gartenerde ist eine gesonderte Düngung nicht notwendig. Gesät wird zwischen März und Juni in Reihen: Der Reihenabstand sollte 25 cm betragen, der Abstand in der Reihe etwa 15 cm und die Saattiefe 2-3 cm.

Ernte und Lagerung

In Abhängigkeit von der Witterung kann meist schon nach 7-8 Wochen das erste junge Blattgrün geerntet werden. Schneiden Sie dazu, wie bei Spinat, mit einem Messer die Blätter kurz oberhalb des „Herzens“, damit die Pflanze wieder austreiben kann. Die Ernte erstreckt sich je nach Aussaatzeitpunkt von Mai bis Juli/August. Ab etwa August bildet die Pflanze die roten Beeren aus, was die Blatternte etwas erschwert, da man die Blätter einzeln vom Spross zupfen muss. 

Verwendung in der Küche

In der Küche können Sie den Erdbeerspinat genauso verwenden wie „normalen“ Spinat: entweder gekocht als Gemüsebeilage, auf Pizza, in Gemüsesuppen oder ganz einfach roh im Salat. Im Gegensatz zu den Blättern halten die roten Früchte geschmacklich nicht das, was sie äußerlich versprechen. Wer lieblich süße Entsprechungen zu Erdbeeren & Co. sucht, wird enttäuscht. Die Scheinbeeren schmecken eher fade und enthalten viele kleine Kerne. Als Verzierung auf dem Tellerrand oder im Salat sind sie jedoch ein echter Hingucker.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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