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Neue "Ernährung im Fokus": Proteine - Hülsenfrüchte

2016: Das Jahr der Hülsenfrüchte! Was es Neues über Proteine – tierische und pflanzliche – und über die besten pflanzlichen Proteinlieferanten zu wissen gilt, erfahren Sie hier...

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Einzelne Erbsen und Schoten
Grafvision / Fotolia.com
Ernährung im Fokus 07-08 | 2016
Juli/August 2016
Schwerpunktthema

Proteine - Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind gesundheitsförderlich, preiswert und nachhaltig. Sie können dazu beitragen, die Weltbevölkerung, die sich der Neun-Milliarden-Marke nähert, satt zu machen. Erfahren Sie jetzt, ob sich Hülsenfrüchte positiv auf Diabetes-Typ-2-Patienten auswirken und wie es Ihnen gelingt, Hülsenfrüchte bekömmlich zuzubereiten – das funktioniert nämlich!

Leseprobe

Hülsenfrüchte im Topf zubereitet
Wissen für die Praxis
Genuss ohne Reue - Hülsenfrüchte bekömmlich zubereiten
Download [PDF 135,17kB]
(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

Schwerpunkt I

Mariya Markova •Stephanie Sucher •Olga Pivovarova •Andreas F. H. Pfeiffer

Proteinreiche Ernährung für die Gesundheit

LeguAN-Projekt: Tierisches oder pflanzliches Protein?

In der wissenschaftlichen Literatur gibt es viele Nachweise für positive, aber auch negative Effekte proteinreicher Diäten auf den Stoffwechsel des Menschen. Allerdings liegen nicht genug Daten dazu vor, ob die Herkunft des Eiweißes – pflanzlich oder tierisch – eine entscheidende Rolle dabei spielt. Die LeguAN-Studie (Leguminosen – Anbau und Nutzung) untersuchte die Wirkungen proteinreicher Diäten an Patienten mit Typ-2-Diabetes.

 

 

Schwerpunkt II

Dr. Sascha Rohn

Hülsenfrüchte in Deutschland

LeguAN-Projekt: Give peas a chance

Die Beliebtheit heimischer Körnerleguminosen nahm zwischen 1950 und 2000 stetig ab. Fragt man die Verbraucher nach Körnerleguminosen lautet die Antwort am häufigsten „Erbsensuppe - entweder mit den Assoziationen „abscheulich“ und „Nachkriegszeit“ oder „Mag ich immer noch sehr gerne“ und „Erinnert mich an die Küche meiner Großmutter“. Die bekannten Vorteile für Gesundheit und Umwelt scheinen dabei unerheblich zu sein.

 

Extra

Dr. Lioba Hofmann

Proteine - Bedeutung für Ernährung und Gesundheit

Proteine sind fundamentale funktionelle Bausteine lebender Organismen und für viele körperliche Funktionen verantwortlich, zum Beispiel das Immunsystem, die zentralnervöse Entwicklung, Knochenmineralisation, Nierenfunktion oder Sättigung. Nicht in Körperproteine eingebaute Aminosäuren erfüllen ebenfalls wichtige Funktionen im Stoffwechsel, etwa als Coenzyme, Neurotransmitter oder Hormone.

 

Lebensmittelrecht

Wissen für die Praxis

Neues aus der Forschung

 

Esskultur

Stephanie Rieder-Hintze

Britische Wurzeln und offen für Neues: Australien

Die Europäer, die Ende des 18. Jahrhunderts Australien erreichten, waren teilweise Strafgefangene der britischen Krone, aber auch Abenteurer und Pioniere, die das fremde Territorium erkunden wollten. Nachdem ihre Vorräte aufgebraucht waren und Nachschub über das Meer monate- bis jahrelang dauerte, mussten sie sich die vorhandene Tier- und Pflanzenwelt erschließen, um nicht zu verhungern. Sie kochten am Lagerfeuer und bereiteten das zu, was sie gerade erlegt oder gesammelt hatten. Diese Prägung bestimmt die Esskultur der rund 24 Millionen Einwohner bis heute. Denn „Barbecue“ und Picknick sind fester Bestandteil des sozialen Lebens.

 

Wunschthema

Dr. Lioba Hofmann

Ernährungsaspekte beim Restless-Legs-Syndrom

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) (auch „Syndrom der unruhigen Beine“ oder Willis-Ekbom-Syndrom) ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Laut Schätzungen leiden drei bis zehn Prozent der Bevölkerung daran, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Neben anderen Einflussfaktoren spielt auch die Ernährung bei Prävention, Entstehung und Therapie eine Rolle.

 

Methodik & Didaktik

Christine Maurer

Embodied Communication: Kommunikation beginnt im Körper

Maja Storch und Wolfgang Tschacher haben mit der „Embodied Communication“ ein neues Modell zur Kommunikation (EC-Theorie) veröffentlicht. Die EC-Theorie arbeitet mit Affekten. Diese treten im Gegensatz zu Emotionen sehr schnell auf und können positiv oder negativ sein. Affekte sind an den Körper gebundene Prozesse, die nicht unbedingt bewusst oder sprachlich verfügbar sind.

 

Prävention &Therapie

Christiane Schäfer

Lebensmittelunverträglichkeiten - Begriffe und Abgrenzungen

Begrifflichkeiten werden meist nicht einheitlich gebraucht, sind aber aus allergologischer Sicht genau zu differenzieren, damit am Ende Diagnose und Therapie zueinander passen. Da heute Unverträglichkeiten, Allergien, pseudoallergische und psychosomatische Reaktionen in der Beratungspraxis an der Tagesordnung sind, ist die korrekte Verwendung der Begriffe essentiell. Sie unterstützt gleichzeitig eine effiziente Kommunikation zwischen Arzt und Therapeut.

 

Ernährungspsychologie

Dr. Christoph Klotter

Facetten der Intentionshandlungslücke

Warum essen wir anders, als wir es uns vorgenommen haben? Verstand und Wille sind zwar an unseren Essentscheidungen beteiligt, werden jedoch vor allem vom Unbewussten und von unseren Emotionen begrenzt. Äußere Faktoren sind vor allem kultureller, gesellschaftlicher und sozialer Natur.

Bücher

Medien

Ernährung im Fokus - Online Spezial

Gemüse statt Cadillac - Urban Gardening in Detroit

Detroit Luftbild Stadt
Martin Egbert

Farmen und Gemüsegärten hauchen der brach liegenden Industriemetropole Detroit wieder Leben ein. Kann die Stadt ihren Bedarf an Frischkost sogar über Urban Gardening decken?

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Cover Warum Fische nie dick werden

Lesetipp

Buchrezension von Ruth Rösch, Düsseldorf Warum Fische nie dick werden - Jung & schlank mit Meeresfrüchten, Omega-3-Fettsäuren, Algen und Jod

Herkömmliche Diäten taugen nichts, aber die Meeresdiät macht uns gesund, schlank und schön. Auf diesen verkürzten Nenner könnte man die Botschaft der Autoren bringen. Patrick Coudert, Koch und Schüler des berühmten Kochs Paul Bocuse, und der Medizinjournalist Klaus Oberbeil nehmen die Schätze der Ozeane ins Visier.

 

Da Fische und andere Meerestiere die Nahrung praktisch vollständig verwerten und einen effektiven Stoffwechsel haben, werden sie nie dick. Davon können wir Menschen profitieren, wenn wir uns regelmäßig aus dem Meer, unserem „besten Arzt und Apotheker“, bedienen, meinen die Autoren.

 

Das Kapitel „Köstlichkeiten aus dem Meer“ erläutert Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Seegemüse, Algen und Tange wie Nori, Wakame, Kombu, Hijiki, Dulse, Kelp und Salicorne.

Die Kapitel „Aqua-Health: Ein Leben lang fit & schlank“ und „Jung bleiben mit Meeresprodukten“ beschreiben den Gesundheitswert von Fisch, Shrimps & Co. Die Autoren gehen speziell auf Proteine, Jod, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren ein. Die ernährungsphysiologischen Vorzüge und Nährstoffdichte der Meeresprodukte stellen sie den Nachteilen von Kartoffeln, Pommes, Nudeln und Fleisch aus Massentierhaltung gegenüber. An anderer Stelle räumen sie immerhin ein, dass die Landprodukte Gemüse und Obst ebenfalls wichtige Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung mit hoher Nährstoffdichte sind.

 

Im zweiten Teil folgt ein Sieben-Tage-Programm für eine „Meeresdiät“: Zu jeder Hauptmahlzeit gibt es Fisch, Meeresgemüse wie Algen oder Meeresfrüchte. Zum Beispiel Eiersalat mit Lachs zum Frühstück, mittags Heilbutt Hawai, abends Shrimps. Als Zwischenmahlzeiten stehen Trockenobst, Früchte und andere gesunde Kleinigkeiten auf dem Programm, die den Appetit dämpfen sollen. Die folgenden 21 Rezepte von Patrick Coudert von Austern bis Wakame-Algen-Glasnudel-Salat sind aufschlussreich und gut beschrieben. Für die „Zeit danach“ empfehlen die Autoren, Fleisch durch Meeresprodukte zu ersetzen, mindestens einmal pro Woche vegetarisch oder vegan zu essen und auf helle Mehlprodukte und Süßes zu verzichten.

 

Fazit: Als Ratgeber für Fans der Meeresküche gut geeignet - vor allem für solche, die ganz oder weitgehend auf Fleisch verzichten möchten.

 

Ruth Rösch, Düsseldorf

 

Warum Fische nie dick werden

Klaus Oberbeil und Patrick Coudert

Systemed Verlag, Lünen 2014

176 Seiten

ISBN: 978-3-942772-71-6

Preis: 9,99  EURO

 

Teller in Herzform mit Gemüse und Essen, Apfel und Blutdruckmessgerät
udra11 / Fotolia.com

Lesetipp

Blutfettwerte im Auge behalten Hohe LDL-Cholesterinwerte steigern das Risiko für Herzinfarkt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen hierzulande seit Jahren die Statistik der Todesursachen an. Dazu zählen Herzinfarkt und Schlaganfall. Wer frühzeitig die Risiken erkennt, kann vorbeugen, wie die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. betont.

Atherosklerose (Arterienverkalkung) entsteht weitgehend unbemerkt, bis es im mittleren Lebensalter „plötzlich“ zu einem Herzinfarkt kommt. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen erhöhte Blutwerte von LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a), bedingt durch Vererbung oder einen ungünstigen Lebensstil. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich zusätzlich durch Rauchen, bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, bauchbetontem Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress.

Jeder sollte deshalb seine LDL-Cholesterin-, Lipo-protein(a)- und Triglyzerid-Werte im Blut bestimmen lassen. Am besten beginnt man damit schon im Kindesalter, denn je früher die erhöhten Werte gesenkt werden, desto größer ist die Chance, dass sie in den Blutgefäßen keinen Schaden anrichten. Schließlich belegen Untersuchungen, dass schon Kinder in Deutschland von Übergewicht und ersten Anzeichen einer Stoffwechselstörung betroffen sind.

Ab dem 35. Lebensjahr erstattet die Krankenversicherung alle zwei Jahre die Kosten einer Untersuchung beim Hausarzt. Da der „Checkup 35“ lediglich das Gesamtcholesterin erfasst, sollte man zusätzlich noch das LDL-Cholesterin ermitteln lassen. Auf eigene Kosten ist ein Schnelltest der Blutfettwerte auch in der Apotheke möglich.

Lipid-Liga e. V.

 

Weitere Informationen: www.lipid-liga.de

 

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Was passiert mit der Nahrung im Körper? Welche Aufgaben haben die einzelnen Verdauungsorgane? Das Heft erklärt detailliert und mit übersichtlichen Grafiken, welche Prozesse bei der Verwertung von Nährstoffen ablaufen. mehr...

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Ernährung im Fokus ist eine Zeitschrift für Fach-, Lehr- und Beratungskräfte. Sie bietet Aktuelles aus Lebensmittelpraxis und Esskultur, Ernährungslehre und Diätetik, Lebensmittelrecht und Verbraucherschutz, Ernährungsbildung und Kompetenzentwicklung. . . mehr...

Veranstaltungstipp

19. aid-Forum in Bonn Essen mit Körper, Herz und Verstand - Achtsamkeit in der Ernährung

Permanentes Multitasking, Stress und Zeitmangel führen häufig zum Essen „nebenbei“ oder „to go“. In der heutigen Zeit ist es gar nicht so einfach, sich auf eine achtsame Ernährung einzulassen.
Das Thema Achtsamkeit ist nicht neu, aber zurzeit sehr populär. Auch in der Ernährung hat sie ihren Platz: Achtsamkeit steht hier für bewusstes, genussvolles Essen. Eine bessere Wahrnehmung von Hunger und Sättigung ersetzt Kalorienzählen und ein schlechtes Gewissen. Um Ernährungsgewohnheiten zu ändern, müssen diese erst einmal wieder bewusst wahrgenommen werden. Die Ernährungsberatung kann die Achtsamkeit, im Sinne einer ganzheitlichen Therapie, mit in den Beratungsprozess einbeziehen.

Termin: 21. September 2016

Tagungsort: Wissenschaftszentrum Bonn

Information und Anmeldung:

https://www.aid.de/ernaehrung-18.html

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der neuen Ausgabe 07-08 | 2016 finden Sie hier:

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