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Erneuerbare Energien vom Lande

Land- und Forstwirtschaft nutzen seit jeher natürliche Energiequellen für die gezielte Erzeugung von Biomasse. Beste Voraussetzungen um an neuen Wertschöpfungsketten teilzuhaben.

Fermenter Biogas Photovoltaik
Wolfgang Jargstorff / Fotolia.com

Alle Erneuerbaren Energien haben den großen Vorteil, dass sie nicht verbraucht werden können. Die Energieströme der Erde werden durch die Sonne gespeist und immer wieder aufgefüllt. Photovoltaikanlagen mit Solarzellen wandeln die aufgefangene Sonneneinstrahlung direkt in elektrischen Strom um. Die Sonneneinstrahlung ist auch Motor für das Wetter und liefert Energie für den Aufbau von Biomasse.

Für den ländlichen Raum haben sich neue Möglichkeiten ergeben, an neuen Wertschöpfungsketten teilzuhaben. Mit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, kurz EEG, im Jahr 2000 wurden in Deutschland die Rahmenbedingungen für eine betriebswirtschaftlich rentable Produktion von Erneuerbaren gesetzt. Der vollständige Umstieg auf Erneuerbare Energien ist technisch machbar. Zahlreiche Bioenergiedörfer und Regionen, die sich zu 100 Prozent mit Erneuerbarer Energie versorgen, machen es bereits vor.

Reichen die Erneuerbaren Energien tatsächlich aus?

Biomasse aus heimischen Energiepflanzen, aus Restholz sowie aus Rest- und Abfallstoffen wie Mist, Gülle, Stroh und Grünschnitt kann ein Viertel des deutschen Primärenergiebedarfs decken. Für die Bioenergie würde gerade einmal ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche benötigt.

Eine Verdoppelung der installierten Leistung der Windenergie-Anlagen an Land und der Neubau auf See entsprechen einem Viertel des deutschen Stromverbrauchs. Neue, höhere und leistungsstärkere Windkraftanlagen machen die Stromerzeugung aus Wind auch im Binnenland rentabel.

Würden auf zehn Prozent aller Dach- und Fassadenflächen sowie der versiegelten Flächen in Deutschland Photovoltaik- (PV) Anlagen installiert, könnte der gesamte heutige Stromverbrauch in Deutschland vollständig mit Solarstrom abgedeckt werden. Solarwärme könnte langfristig etwa ein Viertel des deutschen Wärmebedarfs decken.

Derzeit liegt der Anteil von Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse bei 25,4 Prozent. Damit wurde erstmals mehr als ein Viertel des gesamten Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse bereitgestellt. Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 40 bis 45 Prozent betragen. Im Jahr 2035 sollen bereits 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Landwirten eröffnen sich viele Wege, als Energiewirt tätig zu werden. Je nach Ausgangssituation und zukünftiger Ausrichtung des Betriebes bieten sich die folgenden Möglichkeiten:

  • Erzeugung und Vermarktung von Biomasse (Stroh, Holz)
  • Strom- und Wärmeproduktion aus Biogas
  • Stromerzeugung mit PV-Anlagen auf Dach- und Freiflächen
  • Stromgewinnung aus Windkraftanlagen auf land- oder forstwirtschaftlichen Flächen
  • Dienstleistungen rund um die „Erneuerbaren“

Autor: Thomas Gaul, Gehrden |

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Bauen, Energie, Technik

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