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Im hohen Alter: Essen und Trinken bei Demenz

Ausreichendes Essen und Trinken trägt bei Demenz nicht nur zur Gesundheit, sondern auch zur Lebensqualität bei und gibt ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung. Diese Tipps können helfen.

Senioren frühstücken am Tisch
Schubert Fotografie, Ladbergen

Je älter der Mensch, desto höher ist sein Risiko an Demenz zu erkranken. Allein 40 Prozent der über 90-Jährigen leiden am krankhaften Vergessen. Rund 1,3 Millionen sind es in Deutschland insgesamt. Die Diagnose Demenz bedeutet für die Betroffenen und auch für die Angehörigen einen belastenden Einschnitt in ihr Leben. Der Betroffene merkt, dass er zunehmend vergesslich wird, Denkprozesse länger dauern und er Schwierigkeiten hat, sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Der fortschreitende Verlust an Fähigkeiten birgt für den Erkrankten viele Unsicherheiten und Ängste und führt zu teils unüblichem Verhalten. Für die betreuenden Personen erfordert es ein hohes Maß an Verständnis und Toleranz gegenüber den Erkrankten.

Nicht Essen können

Die schleichend nachlassende Denkfähigkeit beeinflusst auch das Ess- und Trinkverhalten. Wenn Demenzkranke bei Tisch nicht essen, kann das viele Gründe haben. Meist liegt es nicht daran, dass sie es nicht wollen. Vielmehr kann der Betroffene einfach vergessen haben, was er mit dem Essen anfangen soll oder ob er bereits eine Mahlzeit gegessen hat. Möglicherweise erkennt er die Speise als solche nicht. Auch mangelndes Hunger- und Durstgefühl sowie Schluckstörungen können Demenzkranken Probleme bereiten, ebenso wie der nachlassende Geruchs- und Geschmackssinn. Eine schmackhafte Speise kann für den Demenzkranken recht fade sein. Mit der Zeit gehen alltägliche Fähigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder der Umgang mit Besteck verloren. Diese Veränderungen führen dazu, dass das Risiko für eine Mangelernährung steigt. Das ist vor allem dann problematisch sein, wenn der Patient zu innerer Unruhe neigt und ständig auf Achse ist. Der vermehrte Bewegungsdrang kann den Energiebedarf stark erhöhen.

Sicherheit und Orientierung bieten

Aufgrund dieser Einschränkungen empfinden viele Demenzkranke Mahlzeiten als Belastung und lehnen sie ab. Dabei ist es wichtig, dass der Erkrankte ausreichend Energie, Nährstoffe und Flüssigkeit zu sich nimmt – nicht nur für seine Gesundheit. Essen und Trinken tragen gleichzeitig zur Lebensqualität bei und geben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung. Gewohnheiten und Rituale wie gleiche Essenszeiten und feste Sitzplätze sind hilfreich und sorgen für Verlässlichkeit für Demenzkranke in einer Welt, die zunehmend Unsicherheiten birgt.

Dr. Claudia Müller, Bonn |

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Was Verbraucher zur Seniorenernährung wissen wollen

Alte Frau hält Schale mit Suppe hoch
De Visu / Fotolia.de

Meine Großmutter leidet ständig unter Blähungen und Vollegefühl, obwohl sie sich bewusst ernährt. Kann ihr durch eine geeignete Ernährung geholfen werden?

Frage von Medi (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Wichtig wäre als erstes herauszufinden, welche Lebensmittel Ihrer Großmutter Probleme bereiten. Damit sie diese dann, wenn möglich, weglassen kann. Dafür müsste Ihre Großmutter ausprobieren, bei welchen Lebensmitteln Unverträglichkeitsreaktionen auftreten und welche Lebensmittel sie beschwerdefrei essen kann. Hier hat es sich bewährt, ein Beschwerdeprotokoll über ein bis zwei Wochen zu führen, in dem sie notiert, was sie in welchen Mengen gegessen hat und die Beschwerden. Wenn Unverträglichkeiten bei Obst und Gemüse auftreten, kann es helfen, wenn sie diese vor dem Verzehr leicht dünstet. Das macht die Lebensmittel bekömmlicher.

Grundsätzlich wird bei einer Magenschleimhautentzündung, Blähungen und Völlegefühl eine leichte Vollkost empfohlen. Die leichte Vollkost ist eine vollwertige Ernährung, die den Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen deckt und bei der die Speisen besonders schonend zubereitet werden. Empfehlenswert sind Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie und im Mikrowellengerät. Außerdem werden Speisen, die Unverträglichkeiten wie Blähungen, Völlegefühl auslösen, weggelassen. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln, Speisen und Getränken von Person zu Person unterschiedlich ist, muss jeder selbst ausprobieren, was ihm bekommt. Die Kost sollte reichlich lösliche Ballaststoffe enthalten, da sie sich günstig auf den Darm und die Verdauung auswirken. Sie stecken vor allem in Obst und Gemüse.

Außerdem können probiotische Kulturen in Joghurt, -drinks und Quark die Darmflora unterstützen und die gasbildenden Bakterien verdrängen. Dafür nimmt Ihre Großmutter am besten 14 Tage lang jeden Tag ein probiotisches Produkt, damit sich die probiotischen Kulturen im Darm ansiedeln können. Danach reicht es, ein über den anderen Tag ein solches Produkt zu essen. Damit sich diese Milchsäurebakterien tatsächlich ansiedeln können, ist es hilfreich, dass Ihre Großmutter immer ein Produkt des gleichen Herstellers verwendet, am besten ein Markenprodukt. Hierzu gab es die besten Studienergebnisse. Bakterienstämme von No-Name-Produkten oder Eigenmarken eines Supermarkts sind bislang nicht so intensiv untersucht worden.

Mein Vater (80 Jahre) hat Altersdiabetes und spritzt sich Insulin. Er sollte ca. 5 Kilo abnehmen. Was ist zu beachten, damit die Blutzuckerwerte im grünen Bereich bleiben?

Frage von power (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Bei Altersdiabetes (Zuckerkrankheit) handelt es sich um eine chronische Stoffwechselkrankheit, die auf einem Insulinmangel beruht. Die Hauptkennzeichen sind lang anhaltend hohe Blutzuckerwerte. Sie sind auf eine nachlassende Insulinproduktion oder Insulinwirkung zurückzuführen.

Die Ernährung bei Diabetes unterscheidet sich kaum von der Ernährung des Gesunden. Grundlage ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost und regelmäßige körperliche Bewegung (soweit dies bei Ihrem Vater möglich ist).

Einige Punkte sollten Sie jedoch beachten: Wichtig ist, dass Insulingabe und aufgenommene Kohlenhydratmenge aufeinander abgestimmt werden. Kohlenhydrate beeinflussen den Blutzuckerspiegel. Für Diabetiker sind vor allem kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit viel Ballaststoffen sinnvoll, da sie den Blutzuckerspiegeln nur langsam ansteigen lassen. Dazu gehören Vollkornprodukte (Vollkornbrot, -reis, -nudeln, -kuchen, -kekse etc.), Gemüse und Hülsenfrüchte. Vollkornprodukte und Gemüse sättigen zudem gut und enthalten neben Ballaststoffen auch reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Bei gut eingestellten Diabetikern sind auch kleine Mengen Haushaltszucker erlaubt. Zum Süßen von Getränken eignen sich kalorienfreie Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat oder Aspartam.

Außerdem sollte bei Diabetikern die gesamte Fettaufnahme nicht mehr als 30 % der Energieaufnahme ausmachen. Das sind ca. 60 g Fett pro Tag. Tierische Fette wie Butter, Wurst, Käse, Sahne etc. sind am besten größtenteils durch pflanzliche Fette und Öle zu ersetzen. Besonders positive Wirkungen haben einfach ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in Raps- und Olivenöl enthalten sind.

Die Vitamine A, C und E sowie einige sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe können helfen, typischen diabetischen Folgeschäden, z. B. Durchblutungsstörungen der Beine oder der Augen, vorzubeugen. Diese Inhaltsstoffe sind vor allem in frischem Obst und Gemüse enthalten. Deshalb sollten Gemüse und Obst täglich auf dem Speiseplan stehen.

In den meisten Fällen ist es hilfreich abzunehmen. Das verbessert oder normalisiert sogar die Blutzuckerwerte. Wie Sie Ihr Gewicht am besten beurteilen können, finden Sie in unserem Beitrag zum Bauchumfang.

Unsere Tipps und Empfehlungen können keine ausführliche Ernährungsberatung oder Diabetikerschulung ersetzen. Dafür wenden Sie sich am besten an den behandelnden Diabetesschwerpunktarzt oder eine speziell geschulte Diabetesberatungsfachkraft.

 

Meine Großmutter (91 Jahre) erbricht fast jede Kost. Durch Magentropfen behält sie morgens und mittags das Essen bei sich. Allerdings ist der Abend problematisch. Was können wir Ihr abends zu essen geben? Was ist mit Astronautenkost?

Frage von ht.reichel (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Zur Entlastung des Verdauungstraktes und zur Vermeidung möglicher Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen wird eine leichte Vollkost empfohlen. Das ist eine vollwertige, ausgewogene Ernährungsweise, die den Körper mit allen notwendigen Stoffen in ausreichendem Maße versorgt, bei der aber Lebensmittel, Getränke und Speisen, die Unverträglichkeiten auslösen, weggelassen werden – also eine leicht verdauliche Kost. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln und Getränken von Person zu Person unterschiedlich ist, muss jeder selbst ausprobieren, was ihm bekommt.

Zudem hilft eine schonende Zubereitung der Speisen wie Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie und im Mikrowellengerät. Generell zu vermeiden sind alle mit stark erhitzten Fetten zubereiteten Gerichte, Fettgebackenes, scharf Gebratenes, Spiegeleier, Bratkartoffeln, fettes Fleisch (Schwein, Hammel, Ente, Gans), fette Wurstsorten, Speck, Fischkonserven in Öl, stark gesalzene und sehr saure Produkte, gezuckerte Limonaden, alkoholische Getränke.

Eine leicht bekömmliche Abendmahlzeit für Ihre Großmutter wäre Hühnerbrühe mit Nudeln, die ggf. entfettet wird. Weitere Möglichkeiten sind Brei aus pürierten Möhren oder Zucchini mit Kartoffeln oder Haferflockenbrei und gedünstetes Obst.

Achten Sie auch auf eine aufrechte Haltung nach den Mahlzeiten und vermeiden Sie, dass sich Ihre Großmutter direkt nach dem Essen hinlegt. Pfefferminztee oder Pfefferminzbonbons helfen im Vorfeld gegen Übelkeit und Erbrechen. Astronautenkost ist ebenfalls geeignet. Allerdings hilft sie bei Erbrechen auch nicht weiter oder müsste über eine Sonde verabreicht werden oder es müssten Ernährungsinfusionen gegeben werden.

Zur Auswahl der geeigneten Astronautenkost berät Sie der Hausarzt, Apotheker oder spezialisierte Ernährungsberater. Achten Sie auf eine hochkalorische Kost und beginnen Sie diese nur langsam.

Der diäetverband.de gibt eine Übersicht über unterschiedliche Produkte unter www.prodiaet.de.

Gibt es bestimmte Ernährungsempfehlungen für Menschen mit chronischen Wunden? Was kann man machen, um die Wundheilung bei einer älteren Person mit der Ernährung zu unterstützen?

Frage von tina1210 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Chronische Wunden können viele Ursachen haben und die Ernährung kann immer nur ein Teilaspekt der Behandlung dieser Erkrankungen darstellen.

Grundsätzlich sollte bei chronischen Wunden immer auf die optimale Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Nährstoffen und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Denn nur dann stehen dem Körper alle notwendigen Stoffe zur Wundheilung zur Verfügung.

Studien haben ergeben das Menschen mit chronischen Wunden oft mangelernährt sind. Eine Mangelernährung fördert die Entstehung von chronischen Wunden, verzögert den Heilungsprozess und erhöht das Infektionsrisiko. Daher ist eine Überprüfung der Ernährungssituation unter Berücksichtigung der Primärerkrankung, des Alters und der Gesamtkonstitution bei Menschen mit chronischen Wunden sinnvoll. Anhand dieses Ergebnisses kann ein individueller Ernährungsplan erarbeitet werden, der einer Mangelernährung vorbeugt. Dies sollte im Rahmen einer spezialisierten Ernährungsberatung durchgeführt werden.

Eine grundsätzliche Orientierung für eine ausgewogene Ernährung – bei gesunden Menschen – bietet die aid-Ernährungspyramide.

Meine Großmutter hat einige gesundheitliche Probleme: leichte Osteoporose, erhöhte Cholesterinwerte, Knochenarthritis, leichten Diabetes und leichte Schilddrüsenüberfunktion. Vielleicht können Sie uns Tipps zur Ernährung geben?

Frage von Jessy (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Mit höherem Lebensalter treten häufig mehrere Gesundheitsprobleme und Funktionseinschränkungen gleichzeitig auf. Im Fall Ihrer Großmutter ist die Problematik recht komplex und ich empfehle Ihnen, vor Ort eine persönliche Ernährungsberatung aufzusuchen. Ich kann Ihnen nur einige recht allgemeine Informationen geben.

Grundsätzlich sind auch für Ihre Großmutter täglich Gemüse, Obst, Vollkorngetreideprodukte und Milchprodukte empfehlenswert. Bei Fleisch, Wurst und Fisch reicht es, wenn sie jeweils etwa 2mal pro Woche auf den Tisch kommen. Ausreichendes Trinken kalorienfreier oder -armer Getränke ist wichtig, besonders im höheren Alter. Bei den einzelnen Erkrankungen gibt es noch verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Bei Osteoporose ist es wichtig, ausreichend Calcium und Vitamin D aufzunehmen. Das gelingt am besten, wenn Ihre Großmutter möglichst täglich Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Buttermilch und Käse isst. Auch manche Gemüse, etwa Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl, sind calciumreich. Als Getränke sind calciumreiche Mineralwässer (> 150 mg Calcium/l) und mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte geeignet. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Es ist jedoch nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Gute Quellen sind Fisch und Champignons. Der Körper ist in der Lage, in der Haut mithilfe von Sonnenlicht selbst Vitamin D zu bilden. Deshalb ist es sinnvoll, dass sich Ihre Großmutter möglichst täglich etwa eine halbe Stunde im Freien aufhält. Und auch viel Bewegung stärkt die Knochen. Es gibt spezielle Gymnastikformen (z. B. Stuhlgymnastik), die auch für ältere Menschen gut durchführbar sind.

Bei einem erhöhten Cholesterinspiegel hilft eine fettbewusste Ernährung, das bedeutet, wenig gesättigte Fette und reichlich ungesättigte Fettsäuren. Fettreiche tierische Lebensmitteln wie Speck, fettes Fleisch oder Schmalz sind aufgrund ihres hohen Gehaltes an gesättigten Fetten zu meiden. Pflanzliche Öle (z. B. Olivenöl, Rapsöl, Sojaöl) und Nüsse enthalten reichlich ungesättigte Fettsäuren und gehören täglich auf den Speiseplan. Außerdem ist eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen sinnvoll. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte.

Bei Erkrankungen wie Arthritis empfiehlt es sich, den Verzehr von Fleisch und Wurstwaren sowie Innereien einzuschränken und statt dessen Fisch (z. B. Makrele, Hering) und pflanzliche Ölen (z. B. Rapsöl) sowie reichlich Gemüse und Obst zu essen.

Bei Diabetes ist der Abbau von Übergewicht die wichtigste Maßnahme. Lebensmittel wie Gemüse, Vollkornprodukte und Milchprodukte lassen den Blutzucker nicht so stark ansteigen sind daher bei einer insgesamt ausgewogenen und abwechslungsreichen Kost sinnvoll.

Eine Schilddrüsenüberfunktion ist nur medikamentös zu behandeln.

Gerade älteren Menschen fällt eine Ernährungsumstellung oft besonders schwer, weil sie an ihren jahrzehntelangen Gewohnheiten festhalten und Neues nur schwer akzeptieren. Außerdem haben sie häufig Beschwerden, die das Essen erschweren, z. B. Kau- und Schluckbeschwerden. Gehen Sie darum sehr behutsam und Schritt für Schritt vor, wenn Sie mit Ihrer Großmutter die Ernährung umstellen. Wählen Sie z. B. bei Obst und Gemüse die Sorten, die sie kennt und mag, und greifen Sie bei Vollkornbrot zu solchem aus fein gemahlenem Mehl ohne Körner. Am besten planen Sie so viel Bewegung wie möglich in den Tagesablauf Ihrer Großmutter ein. Generell empfehle ich Ihnen, mit Ihrer Großmutter eine persönliche Ernährungsberatung aufzusuchen. Dort kann auf ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten am besten eingegangen werden. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Großmutter alles Gute!

was-wir-essen-Foren

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zu den Verbraucherfragen aus dem Forum "Sie fragen - aid antwortet"

Seniorinnen essen
aid

Tipp im Web

Herausforderung und Verantwortung in der Seniorenverpflegung Individuelle Wünsche beim Essen berücksichtigen

Es könne einen großen Einschnitt bedeuten, wenn Senioren beim Essen und Trinken auf die Unterstützung anderer angewiesen seien. Daher sei es eine wichtige Aufgabe der Pflege, die Bewohner von Senioreneinrichtungen am Gemeinschaftserlebnis Essen teilhaben zu lassen, wie Dr. Bernhard Opolony vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auf der Fachtagung „Seniorenverpflegung – Herausforderung und Verantwortung“ im Oktober 2015 in München erläuterte. „Der Austausch zwischen Pflegebedürftigem, Angehörigen, Bezugspflegekraft, Hauswirtschaft und Küche ist die Basis, auf der eine selbst bestimmte Teilhabe erfolgen kann“.

Wichtig sei auch die Wertschätzung, die den Bewohnern, aber auch den Mitarbeitern entgegengebracht wird, betonte Ralf Klöber von der Organisationsberatung KlöberKassel GbR. Beides gelte als zentrale Voraussetzung, um die Verpflegung zum Qualitätsmerkmal einer stationären Senioreneinrichtung zu entwickeln.

Vorgestellt wurden auch erste Zahlen der bayernweiten Studie zu Kenndaten der Gemeinschaftsverpflegung. In allen Regierungsbezirken nahmen insgesamt 352 dieser Einrichtungen teil – etwa ein Viertel aller Senioreneinrichtungen in Bayern. Erfasst wurden Strukturdaten zu Angebotsgestaltung und Verpflegungstiefe, zu Betriebsstruktur und Betriebsausstattung, zu Qualität und Service, ferner ökonomische Kennzahlen. Nach Angaben von Helmut Brunner, bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten liegt das finanzielle Potenzial der Seniorenverpflegung in Bayern bei 174 Mio. Euro Nettowareneinsatz pro Jahr. Er wies aber auch darauf hin, dass neben der wirtschaftlichen Seite die Qualität der Verpflegung nicht in den Hintergrund geraten dürfe, da gerade ältere Menschen oft von Mangelernährung betroffen sind.

Quelle: Pressemeldung des Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) vom 30.10.2015

Fachtagung "Seniorenverpflegung – Herausforderung und Verantwortung"

Essen & Trinken im Alter - Ratgeber für Pflegekräfte

Medienshop-Tipp

Essen & Trinken im Alter - Ratgeber für Pflegekräfte

Welche Veränderungen treten im Alter auf? Welche Konsequenzen haben diese für die Ernährung? Themen der Broschüre sind beispielsweise Appetitlosigkeit, Kau- und Schluckprobleme, Demenz, Sehstörungen, Gewichtsabnahme, Ernährung am Lebensende. mehr...

Praxis-Tipp

Für die tägliche Praxis Die aid-Ernährungspyramide

Grundsätzlich gelten für Demenzkranke die gleichen Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung wie für Senioren ohne Demenz. Wie sie sich in die Praxis umsetzen lässt, zeigt einfach und anschaulich die aid-Ernährungspyramide. Lediglich für Demenzkranke, die sehr unruhig sind und daher einen erhöhten Energiebedarf haben, ist sie geringfügig anzupassen.

Zur aid-Ernährungspyramide