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Estragon

Bei Estragon unterscheidet man innerhalb der Art zwischen dem Französischen und dem Russischen Estragon. Der Französische hat von beiden das intensivere Aroma.

Estragon
michalrybski / Fotolia.com

Geschichte

Estragon ist ursprünglich in Zentralasien beheimatet. Wann und wie das Gewürzkraut nach Europa kam, ist noch weitgehend ungeklärt. Der lateinische Beiname "dracunculus" bedeutet "kleiner Drache" – denn in früheren Zeiten glaubte man, das Kraut helfe gegen Schlangenbisse.

Besonderheiten

Estragon ist eine mehrjährige Pflanze. Angebaut werden hauptsächlich zwei Arten – der "Französische Estragon" (A. dracunculus var. sativa, auch "Deutscher Estragon" genannt) und der "Russische Estragon" (A. dracunculoides). 

Standortbedingungen

Estragon liebt warme, windgeschützte Lagen mit genügend Feuchtigkeit. Der Boden sollte tiefgründig und feucht sowie nährstoff- und humusreich sein.

Fruchtfolge und Mischkultur

In Mischkultur verträgt sich Estragon hervorragend mit Bohnen, Gurken, Liebstöckel oder Spinat.

Aussaat / Pflanzung

Direktsaat (Russischer)

April/Mai

Pflanzung (Französischer)

März/April oder September/Oktober (Vermehrung nur über Wurzelteilung oder Stecklinge möglich)

Abstand

40 x 40 cm (Russ.) bzw. 30 x 40 cm (Franz.)

Düngung

Verhaltene Düngung, am besten mit Kompost vor der Aussaat/Pflanzung

Pflege

Alle 3-4 Jahre ist das Umpflanzen auf ein neues Beet notwendig. Dabei teilt man die älteren Wurzelstöcke zur Vermehrung und Auffrischung der Kultur. In strengen Wintern kann eine Abdeckung mit Reisig oder Stroh erforderlich werden, vor allem dann, wenn die Pflanzen in Töpfen oder Kästen gehalten werden.

Schädlinge und Krankheiten

Rostkrankheit

Ernte und Lagerung

Es sollte in jedem Fall vor der Blüte im Mai/Juni geerntet werden, denn blühendes Kraut büßt an Aroma ein. Zu diesem Zweck werden die Pflanzen einige Zentimeter über dem Boden abgeschnitten. Der letzte Schnitt im Herbst (Sep./Okt) sollte nicht zu tief erfolgen, da die Pflanze frostempfindlich ist und über Winter Schaden leiden könnte. Ingesamt sind 2-3 Ernten möglich. Die obersten Blätter, frisch geerntet, haben das intensivste Aroma.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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