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Feldsalat

Feldsalat ist eine einjährige Pflanze, die außerordentlich frostbeständig ist. Er wächst in einer Zeit, in der es ansonsten kaum frische heimische Salate im Angebot gibt.

Feldsalat
bonchan / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Die eng mit dem Baldrian verwandte Wildform des Feldsalats ist schon seit jeher im gesamten europäischen und asiatischen Raum verbreitet. Noch bis Anfang des 18. Jahrhunderts wurde diese vitaminreiche Salatpflanze ausschließlich wild gesammelt. Zwischen Oktober und April, einer Zeit also, in der es ansonsten wenig Gemüse gab, wuchs dieses „Ackerunkraut“ wild auf den abgeernteten Feldern und bot den Menschen damit einen vitaminreichen Wintersalat.

Mit Beginn des Einsatzes von Unkrautvernichtungsmitteln verschwand der wild wachsende Feldsalat von den Äckern. Seit etwa 100 Jahren wird Feldsalat auch als Kulturpflanze angebaut.

Die Pflanze besitzt maximal 20, je nach Sorte 5-10 cm lange Blätter, die eine Rosette bilden. Mit seinem feinen nussartigen Aroma bietet er nicht nur eine willkommene Abwechslung zu den bekannten Kopfsalaten, sondern ist aufgrund seiner hohen Gehalte an Vitamin C, Folsäure und Eisen außerdem ein wichtiger Vitaminspender.

Standortbedingungen

Feldsalat liebt einen humosen, kalkhaltigen und sandigen Lehmboden, kommt aber auch auf weniger guten Böden zurecht. Staunässe verträgt er sehr schlecht.

Fruchtfolge und Mischkultur

Da Feldsalat frühesten ab Ende Juli gesät wird, stellt er eine ideale Nachkultur für verschiedene Gemüsearten dar. Besonders gut gedeiht er nach Kartoffeln, Erbsen, Früh-Karotten oder Kohlrabi. In Mischkultur verträgt sich Feldsalat gut mit Kohlgewächsen, Lauch, Rhabarber, Zwiebeln oder Erdbeeren.

Aussaat / Pflanzung

Aussaat Freiland

Ende Juli - Ende August: Ernte noch im Herbst/Winter möglich
ab Anfang September: Ernte im nächsten Frühjahr

Saatabstand in der Reihe  

2 cm, oder dicht säen und später vereinzeln 

Reihenabstand

15 cm 

Saattiefe

1-2 cm 

Keimdauer 

12-14 Tage 

Sortenwahl 

mehltauresistente oder tolerante Sorten 

Besonderheiten 

Saat etwas festklopfen, bei Trockenheit die Saat gut feucht halten, bei zu hohen Temperaturen keimt Feldsalat nicht oder nur unzureichend 

Düngung

Feldsalat ist ein Schwachzehrer, sodass in der Regel keine gesonderte Düngung nötig ist.

Pflege

Besonders nach der Saat ist für gleichmäßige Feuchtigkeit zu sorgen. Ebenso wichtig ist das regelmäßige Unkraut jäten. Ein Abdecken mit Vlies oder der Anbau unter Folientunneln ermöglicht eine Ernte auch unter geschlossener Schneedecke.

Schädlinge und Krankheiten

Echter Mehltau, Falscher Mehltau, Grauschimmel, Phoma-Wurzelfäule

Ernte und Lagerung

Zwischen November und März werden die Blattrosetten direkt über der Erdoberfläche abgeschnitten. Wer die Pflanzen mit einem Vlies abgedeckt hat, kann auch bei geschlossener Schneedecke ernten. Gefrorene Pflanzen dürfen jedoch nicht geerntet werden, da die Blätter sonst nach dem Auftauen welk zusammenfallen. Sobald der Frost vorbei ist, ist eine Ernte wieder möglich. Bis April sollte alles geerntet sein, da die Pflanze ab dann in die Blüte geht.

Feldsalat sollte möglichst rasch nach der Ernte verzehrt werden, da die empfindlichen Blätter schnell welken. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich einige Tage frisch. Die Blätter sind oft sehr sandig und müssen daher gründlich gewaschen werden - möglichst erst kurz vor dem Servieren. Gründliches Trockenschleudern der Blätter sorgt für ein besseres Anhaften der Salatsoße.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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