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Felsenbirne

Die Felsenbirne ist den meisten als Zierstrauch bekannt. Die wenigsten wissen, dass man die Beeren dieses Strauchs auch essen kann. Zu jeder Jahreszeit hat die Felsenbirne etwas zu bieten.

Felsenbirne
iStock.com / ArgenLant

Geschichte und Besonderheiten

Die meisten Arten der Gattung Amelanchier, so der botanische Name der Felsenbirne, stammen ursprünglich aus Nordamerika − unter ihnen auch die Kupfer-Felsenbirne, welche bereits vor hundert Jahren hierzulande in Bauerngärten als Obstbaum angepflanzt wurde. Aufgrund der süßen Früchte, die sich ideal zu Trockenfrüchten verarbeiten lassen, bezeichnete man den Baum auch als "Rosinenbaum" oder "Korinthenbaum". 

Im Frühling entzückt der Strauch mit einer Fülle an weißen bis cremefarbenen Blüten, die einen schönen Kontrast zu den etwa zeitgleich austreibenden kupferfarbenen Blättern bilden. Im Sommer schmückt sich die Felsenbirne mit zahlreichen runden Früchten in den Farben Dunkelpurpur bis Blauschwarz. Für einen ästhetischen Ausklang des Gartenjahres färben sich die Blätter der Felsenbirne dann im Herbst noch einmal intensiv gelb und rot.

Standortbedingungen

Die Felsenbirne stellt an den Boden so gut wie keine Ansprüche und verträgt Frost ebenso gut wie Trockenheit. Ein sonniges Plätzchen wird zwar bevorzugt, der Strauch kommt aber auch im Halbschatten zurecht.

Geeignete Arten für den Garten

Die Felsenbirne wächst meist strauchig, man findet sie hin und wieder aber auch als kleinen Baum. Die Wuchshöhe variiert je nach Art beziehungsweise Sorte zwischen 1 und 10 m, sodass für jede Gartengröße etwas dabei ist.

Für den Hobbygarten eignen sich Arten, bei denen die Eigenschaften "hoher Beerenertrag", "hoher Zierwert" und "geringe Ausläuferbildung" ideal kombiniert sind (siehe Tabelle). Gepflanzt wird entweder im Frühjahr oder Herbst.

Art/Sorte Eigenschaften 
Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) Sehr beliebt aufgrund des besonders intensiv kupferroten Austriebs im Frühjahr 
Kahle Felsenbirne (Amelanchier laevis) Art mit den größten Früchten (15 mm im Durchmesser) 
Gemeine Felsenbirne (Amelanchier ovalis Einzige aus Europa stammende Felsenbirne, wird schon seit dem Ende des 16. Jahrhunderts angebaut 
Felsenbirne 'Ballerina'  Häufig im Gartenfachhandel angebotene Sorte, die im Gegensatz zur Wildart einen etwas höheren Fruchtbesatz hat und widerstandsfähiger gegen Echten Mehltau ist 

Düngung

Einmal im Jahr kann mit etwas Kompost und Kalk zurückhaltend gedüngt werden.

Pflege und Schnitt

Die Felsenbirne ist äußerst pflegeleicht. Schnittmaßnahmen, wie man sie von anderen Obstbäumen kennt, sind bei ihr in der Regel nicht nötig.

Schädlinge und Krankheiten

Echter Mehltau, Vögel 

Ernte und Lagerung

Die Fruchtreife beginnt etwa Ende Juli, wenn die Früchte dunkel ausgefärbt sind und etwas weicher werden. Die Fruchtgröße beträgt je nach Sorte zwischen 10 und 15 mm. Die heidelbeerähnlichen Beeren sind sehr saftig und schmecken süß mit einer leicht säuerlichen Note. Sie können die Früchte direkt vom Strauch pflücken und noch sonnenwarm genießen oder aber weiterverarbeiten. Im Kühlschrank halten sich die Beeren einige Tage frisch. Für eine längere Aufbewahrung bietet sich das Dörren oder Einfrieren an.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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