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Fischwirt: Ausbildung neu geregelt

Ab dem 1. August dieses Jahres gilt eine neue Ausbildungsverordnung für den Beruf des Fischwirts. Sie löst die alte Rechtsvorschrift aus dem Jahre 1972 ab.

Junger Fischwirt bei der Arbeit auf einem kleinen Boot im See
Ruhrverband

Bislang war die Ausbildung in die Schwerpunkte Fischhaltung und Fischzucht, Seen- und Flussfischerei sowie Kleine Hochsee- und Küstenfischerei gegliedert. Diese Schwerpunkte werden nun durch die beiden Fachrichtungen „Aquakultur und Binnenfischerei“ sowie „Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei“ ersetzt. Die Ausbildung dauert nach wie vor drei Jahre. Mit dem neuen Regelwerk wollte das Bundeslandwirtschaftsministerium vor allem auf technische Entwicklungen reagieren.

Zunächst fachübergreifende Inhalte

In den ersten beiden Ausbildungsjahren sollen zunächst übergreifende Inhalte vermittelt werden. Dabei geht es insbesondere um die Ökologie von Fischen, Krebsen und Muscheln mit Blick auf deren Lebenszyklen sowie deren Ansprüche an Lebensräume und Nahrung. Außerdem werden Kompetenzen zur Bewirtschaftung von Fischbeständen, zu Fangmethoden, zur Auswahl von Fangplätzen sowie zum tierschutzgerechten Betäuben, Töten und Schlachten vermittelt.

Der Umgang mit Fisch-Produkten (Verarbeitung und Veredelung sowie Vermarktung) wurde im Ausbildungsrahmenprogramm mit 15 Wochen veranschlagt. Die neue Verordnung berücksichtigt allerdings auch Aspekte wie Qualitätssicherung, Kundenorientierung und Verbraucherschutz. Schließlich geht es im fachrichtungsübergreifenden Teil der Ausbildung auch um die Auswahl und den professionellen Umgang mit Ausrüstung und Fischereigeräten.

Bewertung von Kreislaufsystemen

Bei der Fachrichtung „Aquakultur und Binnenfischerei“ steht zunächst der Einsatz und die Anpassung von Fanggeräten im Mittelpunkt. Spezifischer Inhalt dieser Fachrichtung ist die Zucht und Vermehrung von Fischen. Je nach Reifegrad und Gesundheitszustand werden Fische für die Zucht ausgewählt und Laichprodukte gewonnen. Neu zur Ausbildung gehören die Bewertung, Nutzung und Wartung von Kreislaufsystemen.

Auch bei der Fachrichtung „Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei“ haben Einsatz und Anpassung von Fanggeräten einen hohen Stellenwert. Dabei geht es unter anderem um die artspezifischen Lebensräume und Fanggebiete mit Blick auf die Nutzung des Meeres. Wesentlicher Ausbildungsinhalt dieser Fachrichtung ist auch die Sicherheit und das Verhalten an Bord. Schließlich sollen Fangreisen unter Beachtung des Seewetterdienstes geplant werden.

Fünf Ausbildungsstandorte

Bundesweit gibt es derzeit fünf Schulstandorte für die Ausbildung zum Fischwirt. In Hannover, Königswartha und Starnberg werden die Auszubildenden im Bereich der Binnenfischerei und in Rendsburg und Saßnitz im Bereich der Meeresfischerei unterrichtet.

Die Zahl der Ausbildungsabschlüsse liegt pro Jahr bei etwa 70. Fischwirte der Fachrichtung „Aquakultur und Binnenfischerei“ arbeiten in Betrieben der Fischhaltung sowie der Fluss- und Seenfischerei, die der Fachrichtung „Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei“ in Fahrzeugen der Meeresfischerei. Auch in öffentlichen Einrichtungen gibt’s Jobs für Fischwirte.

 

Michael Bornemann, Hildesheim |

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