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Fit für die Soziale Landwirtschaft

Eine Beschäftigung in der Sozialen Landwirtschaft erfordert landwirtschaftlich-gärtnerisches, aber auch sozialpädagogisches Wissen. 

Senioren im Garten
aid

(aid) – Eine Beschäftigung in der Sozialen Landwirtschaft erfordert landwirtschaftlich-gärtnerisches, aber auch sozialpädagogisches Wissen. Dabei muss der Blick über die Grenzen der jeweiligen Disziplin hinausgehen. Über welche fachlichen und persönlichen Fähigkeiten sollten Menschen verfügen, die auf dem Gebiet der Sozialen Landwirtschaft arbeiten? Wie können diese Kompetenzen praxis- und adressatengerecht vermittelt werden? Welche neue Rolle ergibt sich aus einer Verknüpfung von praxisnahem Können mit theoriebasiertem Wissen für die Lehrenden?

Seit 2011 beschäftigt sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mit Konzeption, Weiterentwicklung, Evaluation und Etablierung von berufsbegleitenden Weiterbildungsangeboten. Im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ hat sie das „Hochschulzertifikat Soziale Landwirtschaft“ konzipiert. Es richtet sich an Agrarwissenschaftler, Ökotrophologen, Sozialpädagogen, aber auch Landwirte, Gärtner, Erzieher und Pflegekräfte.

Um eine gemeinsame Basis zu schaffen, besuchen Landwirte zunächst ein Einführungsmodul zur Sozialpädagogik, während die Teilnehmer aus dem sozialen Bereich an einem Modul zur Landwirtschaft teilnehmen. Erst im zweiten Modul „Basiswissen zur Sozialen Landwirtschaft“ kommen beide Gruppen zusammen. Im dritten Modul geht es um Marketingfragen, im vierten Modul um „Spezielles Zielgruppenwissen“. Denn die Beschäftigung von Suchtkranken erfordert andere Voraussetzungen als beispielsweise ein Betreuungsangebot für ältere Menschen oder Menschen mit körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung.

In einer Pilotphase seit dem Wintersemester 2014/2015 werden die Module einzeln und unabhängig voneinander getestet. Präsenzveranstaltungen in Eberswalde, Fernlernphasen, Hospitationstage auf Betrieben der Sozialen Landwirtschaft, Exkursionen und eine schriftliche Projektarbeit gehören zum Angebot. Über erste Ergebnisse des Projekts berichtet die aid-Fachzeitschrift B&B Agrar ausführlich in ihrer aktuellen Ausgabe.

Michaela Kuhn, www.aid.de

Weitere Informationen

B&B Agrar (2-2016), S. 24, www.bub-agrar.de

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5602

www.hnee.de/Weiterbildung_Soziale_Landwirtschaft

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