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Für zufriedene Legehennen

Wenn Legehennen lockere Einstreu zur Verfügung steht, können sie sich mit Picken, Scharren und Staubbaden die Zeit vertreiben.

(aid) – Wenn Legehennen lockere Einstreu zur Verfügung steht, können sie sich mit Picken, Scharren und Staubbaden die Zeit vertreiben. Die Beschäftigung baut Stress ab, meldet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Sind die Tiere ausgeglichener, treten aggressive Verhaltensweisen wie Kannibalismus und Federpicken seltener auf. Beim Federpicken zerstören Hennen Gefiederpartien ihrer Artgenossen.

Schon in der Eingewöhnungszeit sollten die Tiere die Möglichkeit zum Scharren haben. Die Ersteinstreu kann aus Granulaten unterschiedlichen Ursprungs wie Holz oder Stroh und im Innenstall aus einer dünnen Schicht Sand bestehen. Bevor die jungen Hennen mit der Einstreu in Kontakt kommen, sollten sie an die Fütterungssysteme gewöhnt sein. Denn die Einstreu wird von jungen Hennen gerne gefressen. Das liegt auch daran, dass Sand und Sandsteinchen als Mahlhilfe im Muskelmagen benötigt werden.

Strohhäcksel mit einer Schnittlänge von 2 bis 4 cm ist besser geeignet als Langstroh. Weitere Alternativen sind Strohgranulat, Dinkelspelzen und Holzpellets. Die Menge liegt bei 600 bis 1000g pro m2 Fläche. Manche Betriebe verteilen 7 bis 15 g Maissilage pro Henne und Tag in der Einstreu, die fast komplett gefressen wird. Die Hennen suchen und scharren nach jedem Körnchen, womit sie einige Zeit beschäftigt sind. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Maissilage aufgrund der Säurewirkung die Darmflora positiv beeinflusst. Auch der Zusatz von aktivierter Pflanzenkohle kann die Qualität der Einstreu verbessern.

Trockene Einstreu ist eine wichtige Voraussetzung für gesunde Hennen. Bei Feuchtigkeit und vermehrter Entstehung von Ammoniak können schmerzhafte Entzündungen an den Fußballen entstehen. Falls sich bereits zusammenhängende Platten aus verkrustetem Material gebildet haben, müssen sie mit der Harke gelockert und beseitigt werden.

Im Stall und unter dem Volierensystem hat sich ein Kotschieber bewährt, der überschüssige Einstreu abfährt. Die freigelegte Fläche wird wieder zugescharrt, was die Hennen in Bewegung bringt und ablenkt. Zudem werden weniger Eier in die Einstreu gelegt, die dem Landwirt verloren gehen.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.lwk-niedersachsen.de

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