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Futtererbsen für die Schweinemast

Unabhängig zu sein vom Eiweißmarkt und ihre gute Vorfruchtwirkung sind zwei Gründe, warum Schweinemäster Ernst-Heinrich Brede im nordhessischen Lohne seit 25 Jahren Futtererbsen anbaut.

Erbsenernte mit Mähdrescher
Michael Schlag

(aid) – Unabhängig zu sein vom Eiweißmarkt und ihre gute Vorfruchtwirkung sind zwei Gründe, warum Schweinemäster Ernst-Heinrich Brede im nordhessischen Lohne seit 25 Jahren Futtererbsen anbaut. Fünf Hektar Erbsen benötigt er als Schweinefutter. Etwa die Hälfte des Proteinbedarfs der Schweine kann er damit decken. Die andere Hälfte kauft er als Sojaschrot zu für eine ausgewogene Futtermischung mit optimalem Aminosäurenverhältnis. Die Erbsen werden auf dem eigenen Betrieb gemahlen und mit Getreide aus eigenem Anbau gemischt.

Ein weiterer Grund für Brede, Erbsen anzubauen, ist die Vorfruchtwirkung von Erbsen in der Fruchtfolge. Als Leguminose sammelt die Erbse Luftstickstoff, der dem nachfolgenden Getreide zu Gute kommt. 30 bis 40 Kilogramm Reinstickstoff kann Brede so in der Folgefrucht einsparen. Da Erbsen nicht selbstverträglich sind, braucht der Boden eine Ruhepause von fünf bis sechs Jahren.

Ganz so einfach ist der Anbau nicht, denn die Saat der Erbse ist ungewöhnlich früh, manchmal schon Mitte März. Das brauche Fingerspitzengefühl, so Brede in einem Interview der aid-Fachzeitschrift B&B Agrar. Die Erbsen werden etwa sechs Zentimeter tief abgelegt. Bis zu den Eisheiligen sollten sie schon gut entwickelt sein.

Die Düngung zu den Erbsen erfolgt bei Brede allein durch Festmist aus der Schweinemast. Damit wird der Bedarf an Phosphor, Kali und andern Grundnährstoffen ausreichend gedeckt. Stickstoff sammelt die Erbse selbst. Bleibt die Frage des Pflanzenschutzes. Gegen Unkräuter setzt der Landwirt den Striegel ein. Erst wenn der Aufgang nicht optimal ist und Lücken entstehen, kann im späten Frühjahr auch eine Herbizidmaßnahme nötig sein. Sorgen macht ab Ende Mai die Erbsenblattlaus, die bisher aber noch meistens unter der Schadschwelle bleibt. Außerdem sieht Brede das gelassen und toleriert ein gewisses Maß an Schädlingen.

Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

Das Interview mit Ernst-Heinrich Brede können Sie nachlesen in der aid-Fachzeitschrift B&B Agrar, Ausgabe 4/2016

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5604

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