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Natur kennt keine Langeweile

Kinder lieben es, mit den Händen in der Erde zu wühlen und leckere Früchte oder Kräuter zu ernten. Zudem können sie beim Gärtnern vieles lernen und erfahren.

Kinder sitzen im Laub
famveldman / Fotolia.com

Gefragt, woher eigentlich der Begriff Kindergarten stammt, würde die Erklärung vermutlich lauten: Dank der Fürsorge von Erzieherinnen und Erziehern soll das junge Gemüse im Kindergarten ebenso gut wachsen und gedeihen wie liebevoll gehegte Pflänzlein im Beet. Aber könnte ein Kindergarten nicht genauso gut ein echter Garten sein? Einer, der zum Spielen und Toben einlädt, in dem auch die Allerkleinsten schon zu Gießkanne und Schaufel greifen dürfen und in dem sich auf spannende Art und Weise die Natur entdecken lässt. Ein eigener Garten für den Kindergarten – vielleicht nicht die schlechteste Idee in einer Zeit, in der manche Kinder Tomaten nur aus der Dose kennen, und Eltern bei Stichworten wie Baum oder Erbse als erstes an gebrochene Arme oder verstopfte Nasen denken.

Wissenschaft pur

Wie schmecken frisch geerntete Tomaten? Was hat der Regenwurm mit den Erbsenhülsen zu schaffen? Und müssen Blumen eigentlich auch Spinat essen, um groß und stark zu werden? Die Liste an Fragen, die sich Kinder beim Gärtnern stellen, ist lang – und auf viele können sie die Antworten durch aufmerksames Beobachten und einfache Experimente selbst finden. Ganz nebenbei lernen sie dabei noch eine Menge andere Dinge: Geduld haben zum Beispiel, denn es dauert ein paar Tage bis die ausgesäte Kresse geerntet werden kann. Verantwortung übernehmen – schließlich muss die selbstgezogene Sonnenblume regelmäßig gegossen werden. Hypothesen aufstellen und überprüfen: Wachsen Regenwürmer bei Regen?

Unterstützung durch Stiftungen und Sponsoren

Die Idee, im Kindergarten tatsächlich zu gärtnern, findet oft großen Anklang bei Betreuenden und Eltern – Kinder sind ohnehin fast ausnahmslos begeistert. Doch nicht jeder Kindergarten verfügt über Außenanlagen, die finanziellen Ressourcen oder das notwendige gärtnerische Grundlagenwissen, um ein solches Projekt erfolgreich umsetzen zu können. Aber jeder kann sich engagierte Partner suchen. Die Stiftung Besser essen. Besser leben. beispielsweise hat in Kooperation mit dem LandFrauenverband e.V. das Projekt GartenKinder ins Leben gerufen. Teilnehmende Kitas erhalten regelmäßig Besuch von einer pädagogisch geschulten Landfrau, die eine umfangreiche Indoor-Pflanzbox im Gepäck hat – und schon kann es losgehen mit dem experimentieren, säen und ernten. Und nach den ersten Erfolgserlebnissen kommen weitere Ideen oft von ganz allein: Ein Ausflug zur Apfelernte auf der Streuobstwiese, ein Besuch beim Imker oder gar ein Hochbeet im Hof, für das die örtliche Gärtnerei die Patenschaft übernimmt. Denn nicht nur Kinder und Pflanzen können wachsen, sondern auch die Leidenschaft fürs Gärtnern.

Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

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GartenKinder

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Heft GartenKinder

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