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Galgant

Ingwer ist beliebt und inzwischen in jeder Gemüseabteilung zu finden. Seinen „kleinen Bruder“, den Galgant, muss man dagegen suchen. Das Gewürz überzeugt durch seine einzigartigen Aromen.

Galgant und Pulver
emuck / Fotolia.com

(aid) – Ingwer ist beliebt und inzwischen in jeder Gemüseabteilung zu finden. Seinen „kleinen Bruder“, den Galgant, muss man dagegen suchen. Dabei überzeugt das Gewürz durch eine einzigartige Kombination an Aromen, von fruchtig-frisch bis leicht zitronig, gleichzeitig aber auch pfeffrig-scharf und herb.

Der „Thai-Ingwer“ wird häufig in der thailändischen Küche eingesetzt, um Suppen, Currypasten und Gerichte aus dem Wok zu verfeinern. Galgant harmoniert sehr gut zu Kokosmilch und Knoblauch und gibt Geflügel und Fisch eine frische Note. Für das indonesische Reisgericht „Nasi Goreng“ ist sein Aroma unverzichtbar. Im Mittelalter diente Galgant in Deutschland als Pfefferersatz. Die Benediktinerin Hildegard von Bingen war von seiner Heilkraft überzeugt und empfahl das „Gewürz des Lebens“ als Mittel gegen Herz- und Magen-Darm-Beschwerden. Bei Erkältungen und Fieber kann ein Galgant-Tee helfen, die Abwehrkräfte zu steigern.

In Deutschland sind zwei Arten erhältlich, die zur Familie der Ingwergewächse gehören und eng miteinander verwandt sind: der milde „Große Galgant“ (Alpinia galanga) und der etwas schärfere „Kleine Galgant“ (Alpinia officinarum). Die Pflanzen wachsen krautig mit großen Laubblättern und weißen Blüten. Unter der Erde werden sogenannte Rhizome gebildet, die bis zu ein Meter lang und zwei Zentimeter breit werden können. Das sind übrigens keine Wurzeln, sondern unterirdische Sprosse. Optisch sehen sie dem Ingwer ähnlich, haben aber eine durchscheinende Haut und dunkle Ringe.

Der Galgant hat seine Heimat in China und Thailand. Während der „Große Galgant“ inzwischen in ganz Südostasien verbreitet ist, wird der „Kleine Galgant“ fast nur in Malaysia, Singapur und Indonesien verwendet. Die Anbauregionen liegen in den Tropen Indochinas, Thailands, Malaysias und Indonesiens. Nach mehreren Monaten Wachstum gräbt man die Rhizome aus und schneidet sie in wenige Zentimeter lange Stücke. So kommen sie frisch, aber auch eingelegt oder getrocknet in Scheiben und als Pulver in den Handel.

Im Asialaden und in gut sortierten Supermärkten wird meist der „Große Galgant“ angeboten. Frischware hält sich, in Folie verpackt, im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Wochen. Galgant wird geschält und dann in Scheiben geschnitten, gehackt oder gerieben. Die getrockneten Scheiben lässt man eine halbe Stunde vor der Verwendung in heißem Wasser einweichen. Vor dem Servieren werden sie wieder entfernt.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Broschüre „Küchenkräuter und Gewürze“
Bestell-Nr. 1372, Preis: 4,00 Euro

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1372

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