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Gartenvögel im Winter füttern

Vögel füttern: ja oder nein? Bei dem Thema gehen die Meinungen auseinander. In der Arbeit mit Kindern hat die Vögelfütterung viele positive Aspekte.

Meise am Knödel
axepe / Fotolia

Ein Blick nach links, ein Hüpfer nach rechts und noch einmal das Köpfchen schief gelegt, dann ist sich die Meise sicher, dass keine Gefahr droht: Flugs flattert sie zum Futtersilo im Haselstrauch und macht sich über die leckere Körnermischung her. Selbst als Erwachsener macht es einen Heidenspaß, Vögel im Winter an einer in Sichtweite eingerichteten Futterstelle zu beobachten. Umso begeisterter sind Kinder von dem emsigen Treiben, dass sich da nur wenige Meter vor ihrer Nase abspielt. Die Freude an der Naturbeobachtung mischt sich dem erhebenden Gefühl, den tierischen Garten- oder Balkonbesuchern etwas Gutes getan zu haben. Haben die kleinen Naturforscher Futtersilo, Meisenknödel oder Futterglocke gar selbst hergestellt, kommt noch der Stolz auf die eigene Leistung hinzu.

Aus pädagogischer Sicht ist die Vogelfütterung wertvoll

Das Thema Vogelfütterung spaltet Naturschützer und Vogelfreunde bis heute. Argumenten wie dem, dass eine Winter- oder Ganzjahresfütterung zu stark in den Naturkreislauf eingreife und zudem vorwiegend nicht bedrohte Arten stärke, hält die andere Seite zum Beispiel entgegen, dass auch Arten mit stabilen Populationen in einer zunehmend naturfernen Umgebung Unterstützung bräuchten, insbesondere im Winter. Unabhängig von dieser Diskussion steht jedoch eines fest: Vögel zu füttern ist für Kinder mehr als nur ein spannender Zeitvertreib. Denn es weckt oft nachhaltig das Interesse für Biologie, Natur-, Arten- und Umweltschutz: Welche Vögel kommen zum Futterplatz und welches Futter mögen sie am liebsten? Was fressen Vögel normalerweise im Winter? Wie kann man ihnen sonst noch helfen? Die Beobachtungen werfen viele Fragen auf und regen vielfältige Denk- und Lernprozesse an. Nicht selten endet eine Vogelfütterung damit, dass schon die Einkaufsliste für einen selbstgebauten Nistkasten geschrieben wird oder der Nachwuchs entwickelt mit Feuereifer Ideen für einen vogelfreundlichen Garten.

Fixer Mix: Das passende Futter ist schnell gemischt

Die einfachste Variante, Vögeln im Winter Futter anzubieten, besteht darin, ein gekauftes oder selbstgebasteltes Futtersilo mit einer passenden Mischung zu befüllen. Passend heißt: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Sperlinge bekommen beispielsweise Sonnenblumenkerne (gerne ungeschälte), Hanfsamen, Mohn oder andere Saaten angeboten, auch Haferflocken und gehackte Nüsse werden gerne angenommen. Achtung: Die Nüsse sollten weder geröstet noch gesalzen sein, wie überhaupt jegliche gesalzene Nahrung und Backwaren nicht für Vogelmägen bestimmt sind! Falls Sie fertige Vogelfuttermischungen verwenden möchten, sollten Sie Produkte wählen, die keinen Ambrosiasamen enthalten, da die sich hieraus entwickelnden Pflanzen starke Allergien verursachen können.

Hardware für Finken, Software für Amseln

Neben den Körnerfressern gibt es auch noch die Weichfutterfresser, zu denen etwa Amseln, Rotkehlchen und Zaunkönige zählen. Ihnen wäre es am liebsten, das Futtersilo wäre mit Insekten gefüllt, doch zum Glück freuen sie sich auch über Haferflocken, Rosinen und Talgmischungen mit Feinsaaten wie Mohn oder Grassamen sowie über aufgehängte Äpfel oder Birnen. Kleiber, Meisen und auch Spechte sind flexibel in ihren Fressgewohnheiten und bedienen sich sowohl bei den Körnern als auch beim angebotenen Weichfutter. Tipp: Auf ein Futterhäuschen sollten Sie verzichten, so hübsch es auch anzusehen sein mag. Das Futter kann hier feucht werden und verderben sowie mit Vogelkot verunreinigt werden. Freihängende Futterspender sind hygienischer und damit vogelfreundlicher.

Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

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