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Geflügelhaltung

Für die Gesundheit der Tiere in der Geflügelproduktion ist es wichtig, die Ammoniak-Emissionen möglichst gering zu halten.

(aid) - Viele Gründe sprechen dafür, in der Geflügelproduktion die Ammoniak-Emissionen möglichst gering zu halten. Ein Grund ist die Gesundheit der Tiere, denn die Abbauprodukte des im Urin enthaltenen Harnstoffes greifen die Atemwege des Geflügels an. Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Delaware haben in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium den Einsatz von Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) als Mittel zur Behandlung der Einstreu genauer unter die Lupe genommen. Bevor die Tiere aufgestallt werden, wird die Einstreu mit dem sauer wirkenden Alaun behandelt oder es wird den Exkrementen beigemischt.

Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass die Alaun-Behandlung neben der erwünschten und erwarteten Wirkung auf die Stallluft auch einen günstigen Einfluss auf verschiedene Klimafaktoren haben kann. Harnsäure wird normalerweise von Bakterien und Enzymen in Ammoniak und CO2 zerlegt. Wenn man diese Bakterien durch den Einsatz der Alaune hemmt, vermindert sich gleichzeitig auch der Kohlendioxid-Ausstoß aus den Umsetzungsprozessen.

Zwei Nebeneffekte wirken sich zusätzlich günstig auf Klimafaktoren aus: die Lüftungsanlagen der Ställe können auf einer geringeren Leistung gefahren werden. Das spart Energie und durch die geringere Frischluftzufuhr werden zusätzliche Heizenergie und somit Emissionen eingespart. So trägt der Einsatz von Alaunen auch zur Verminderung klimaschädlicher Faktoren bei. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler und haben damit den Fokus dieser Anwendung über die reine Tiergesundheit um den Aspekt des Klimaschutzes erweitert.

Weitere Informationen:

www.udel.edu/udaily/2016/jan/poultry-litter-emissions-011116.html

www.eurekalert.org/pub_releases/2016-01/uod-rwo011216.php

Friederike Heidenhof, www.aid.de |

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