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Genbank für landwirtschaftliche Nutztiere

Am 24. März 2016 ist die Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere eröffnet worden.

(aid) – Am 24. März 2016 ist die Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere eröffnet worden. Im Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts in Mariensee bei Neustadt a. Rbge. wird Erbmaterial vor allem von einheimischen gefährdeten Nutztierrassen konserviert. Ziel ist es, diese vor dem Aussterben zu bewahren und ihre genetische Vielfalt zu sichern.

Die tiergenetischen Ressourcen, wie beispielsweise Samen, Eizellen, Embryonen und sonstiges Genmaterial, werden dann nicht nur für landwirtschaftliche Erhaltungszuchtprogramme sondern auch für Forschungsprojekte zur Verfügung stehen. Durch die Kryokonservierung, d. h. durch Einlagerung von vermehrungsfähigem Material bei extrem niedrigen Temperaturen, kann der genetische Ist-Zustand einer Nutztierrasse als “Sicherheitskopie” für vom Aussterben bedrohte Lebendpopulationen erhalten oder wieder aufgebaut werden. Bereits 52 von 75 einheimischen Rassen der Großtierarten gelten inzwischen als gefährdet. Auch der Austausch von Erbgut zur Ergänzung entsprechender Sammlungen im In- und Ausland soll mit dem Archiv möglich werden.

Die Gründung der Genbank gilt als ein wichtiger Baustein des Nationalen Fachprogramms zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Genpools in Deutschland. Denn bislang war die Etablierung einer Genbank für landwirtschaftliche Nutztiere – im Vergleich zu Genbanken für Nutzpflanzen – sowohl aufgrund des hohen Aufwands für als auch wegen der noch relativ jungen technischen Kenntnisse zur Gewinnung und Langzeitlagerung von vermehrungsfähigem Material bei Tieren nicht möglich.

Anke Klabunde, www.aid.de

Weitere Informationen:

https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-nutztiergenetik-ing/deutsche-genbank/

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