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Gentechnik und Gesundheit

Die genaue Prüfung jedes einzelnen Produkts gewährleistet, dass der Verzehr eines Gentech-Lebensmittels nach derzeitigem Wissen kein gesundheitliches Risiko mit sich bringt.

DNA-Strang
fotoliaxrender / fotolia.com

Tatsächlich sollen die geltenden EU-Gesetze helfen, genau das auszuschließen. So wird ein gentechnisch verändertes Lebensmittel in einem umfangreichen Verfahren auf seine Sicherheit hin geprüft, bevor es eine Marktzulassung erhält. Für die wissenschaftliche Risikobewertung ist in erster Linie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im italienischen Parma zuständig.

Die genaue Prüfung jedes einzelnen Produkts gewährleistet, dass der Verzehr eines Gentech-Lebensmittels  zumindest nach den verfügbaren wissenschaftlichen Daten  kein Risiko für Leib und Leben mit sich bringt.

Viele Wissenschaftler argumentieren, dass bei einer Reihe von Gentech-Zutaten dieses Risiko ohnehin nicht bestanden hat. Ein Beispiel sind Speiseöle, die aus genetisch veränderten Raps- oder Sojapflanzen gewonnen werden. Am Ende des Produktionsprozesses enthalten die hoch raffinierten Endprodukte nämlich keine veränderten Gene oder Eiweiße mehr, sie gleichen vielmehr in ihrer Zusammensetzung Erzeugnissen aus konventionellen Pflanzensorten.

Allergien durch artfremde Gene?

Schwieriger zu beurteilen sind jene Fälle, wo sich Gentech-Zutaten klar von der herkömmlichen Nahrung unterscheiden. So werden bei einem gentechnischen Eingriff artfremde Gene übertragen, beispielsweise kann man bestimmte Gene aus Bakterien in Maispflanzen einschleusen, damit sie gegen Schädlinge widerstandsfähig werden. Der veränderte Mais produziert dann jedoch ein neues Eiweiß.

Eine Hauptsorge dabei ist, dass die neuen Eiweiße auch vermehrt Allergien auslösen könnten. Zwar lässt sich vor der Marktzulassung eines neuen Lebensmittels mit gängigen Prüfmethoden (beispielsweise Labortests oder Tierversuchen) prinzipiell einschätzen, ob ein solches Allergierisiko besteht, völlig ausgeschlossen werden kann es im Einzelfall aber nie.

Weitere Informationen zur Gentechnik

Können mittels Gentechnik gesündere Lebensmittel hergestellt werden?

Forscher versuchen mit Gentech-Gewächsen der sog. zweiten und dritten Generation Lebensmittel zu produzieren, die die Gesundheit oder das Wohlbefinden steigern. Bislang sind solche Produkte als „funktionelle Lebensmittel“ bekannt. So könnten aus gentechnisch modifizierten Raps- oder Sojapflanzen Speiseöle gewonnen werden, die besonders reich an ungesättigten Fettsäuren sind und dadurch das Herzinfarktsrisiko senken. Auch ließe sich womöglich Getreide derart verändern, dass es kein Gluten mehr enthält – ein Eiweiß, das bei manchen Menschen eine schwere Darmerkrankung (die Zöliakie) verursacht.

Kann Grüne Gentechnik einen Beitrag zum Umweltschutz leisten?

Fürsprecher der Grünen Gentechnik argumentieren, dass beim Anbau von Gentech-Pflanzen ökologische Vorteile bestehen können, beispielsweise weil die Pflanzen gegen Schädlinge widerstandsfähig sind und nicht gespritzt werden müssten oder weil die Gentech-Sorten den Einsatz besser abbaubarer Herbizide ermöglichen. Allerdings liefern verschiedene Untersuchung hierzu teils widersprüchliche Ergebnisse. Zudem machen Kritiker geltend, dass ich der Gentech-Anbau auf Dauer ungünstig und unkontrollierbar auf das Ökosystem auswirken und beispielsweise die Artenvielfalt reduzieren könnte.

Autor: Dr. Martin Lindner, Berlin |

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