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Geschäftsidee: Schulkiosk

Eine Schulkiosk als Schülerfirma birgt viele Vorteile. Er optimiert das Speisenangebot in der Pause und gibt den Schüler zugleich die Möglichkeit, sich praktisch auszuprobieren.

Ortschild Verlassen der Theorie Richtung Praxis
Fotolia.com / K.C.

Wenn eine Schülerfirma leckere, ausgewogene Snacks zur Zwischenverpflegung anbietet, trägt sie ganz praktisch zur Ernährungs- und Verbraucherbildung in der Schule bei. Darüber hinaus profitieren die beteiligten Schüler und Lehrkräfte gleich mehrfach.

Vorbereitung fürs Berufsleben

Handeln mit wirklichen Produkten, Wirtschaften mit echtem Geld und Umgang mit realen Kunden – in einer Schülerfirma lernen Schüler praxisnah und eigenverantwortlich die Arbeitsfelder einer Firma kennen. Sie erweitern ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen und treten in Kontakt mit potentiellen späteren Arbeitgebern.

Abwechslung und Freiraum

Für Lehrer ist die Schülerfirmenarbeit eine willkommene Abwechslung zum regulären Unterricht. In lockerer Atmosphäre können sie unabhängig vom Lehrplan Inhalte vermitteln oder neue Unterrichtskonzepte erproben. Dabei lernen die Lehrer ihre Schüler oftmals neu kennen und entdecken sogar versteckte Talente.

Fazit

Eine Schülerfirma ist langfristig ein rundum gewinnbringendes Projekt. Die Gründungsphase ist zwar arbeitsintensiv, doch steht erst einmal das Grundgerüst, hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen. Auch die Finanzierung ist dank vielfältiger Fördermöglichkeiten keine unlösbare Aufgabe.

Carmen Menn, Bonn |

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Fragen und Antworten

Ein guter Start für die Schülerfirma?

Eine neue Idee braucht einen Initiator, der für das Projekt „brennt“ und andere Personen überzeugen kann. Denn ohne engagierte Mitarbeiter kann keine Schülerfirma existieren. Am besten starten Sie das Projekt Schülerfirma mit einem kleinen Gründungsteam aus Lehrern oder Eltern, die das Projekt unterstützen. In einem Brainstorming können Sie erste Ideen zusammentragen und ausarbeiten, um das Projekt der Schulleitung vorzustellen. Ist die Schulleitung einverstanden, stellen Sie das Grobkonzept der Schülerfirma am besten den Lehrern, Eltern und Schülern vor. Hier finden sich bestimmt weitere Mitstreiter, um ein festes Team für die weitere Gründungsphase zusammenzustellen.

Wie kann sich eine Schülerfirma finanzieren?

Je nach Geschäftsidee einer Schülerfirma kann der Kapitalbedarf für die Gründungsphase stark variieren. Muss beispielsweise erst eine Küche inklusive Lagerräume für einen Schulkiosk eingerichtet werden, kann die Investitionssumme bis zu mehrere Tausend Euro hoch sein. Doch woher soll das Geld kommen? Werden größere Beträge benötigt, kann eine Schülerfirma Fördergelder (z. B. bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung) oder Kredite bei Banken beantragen. Es lohnt sich auch Sponsoren aus der Umgebung zu suchen, die mit finanziellen Mitteln oder Sachgütern helfen können.

Kleinere Geldbeträge können schulintern zusammengetragen werden. Meist sind Schülerfirmen so konzipiert, dass die Mitglieder bei Eintritt in die Schülerfirma ein festgelegtes Eingangskapital spenden. Oder die Schülerfirma ist als Schüler-Aktiengesellschaft organisiert, die über Aktienverkäufe Geldbeträge einnimmt.

Welchen Mehrwert bietet eine Schülerfirma?

Nutzen für die Schule

  • Erweiterung des Schulangebots
  • Öffnung der Schule ins Umfeld, Kooperation mit Betrieben
  • Schüler für den Arbeitsmarkt einsatzfähig machen
  • Innovative Schulentwicklung
  • Positives Image
  • Gesteigerte Schullebensqualität

Vorteile für Lehrer

  • Anderer Zugang zu den Schülern
  • Lernbereitschaft der Schüler steigt
  • Talente und Förderbedarf erkennen
  • Anknüpfungspunkte in allen Fächern
  • Neue Unterrichtskonzepte erproben
  • Inhalt unabhängig vom Lehrplan vermitteln

Vorteile für Schüler

  • Praxisnahes, eigenverantwortliches Lernen
  • Konkrete Berufsvorbereitung
  • Wirtschaftliche Zusammenhänge kennenlernen
  • Kontakte zu Firmen knüpfen
  • Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und Zulieferern lernen
  • Unter Belastung arbeiten lernen
  • Lernbereitschaft steigt
  • Soziale Kompetenzen erwerben
  • Verschiedene Abteilungen einer Firma kennenlernen

 

Schülerfirmen - Schulkiosk für die Zwischenverpflegung

Medienshop-Tipp

Unterrichtsmaterial Schülerfirmen - Schulkiosk für die Zwischenverpflegung

Das Unterrichtsmaterial liefert Informationen für die Gründung und Durchführung einer Schülerfirma, die eine Zwischenverpflegung anbieten will. Vorlagen auf einer CD-ROM ergänzen das Material. mehr...

ei der Schülerfirma Happy Möhre aus St. Georgen-Brigach kommen eigene Zucchini aus dem Schulgarten auf den Tisch. Foto: Beate Kordalewski
Beate Kordalewski

Best Practice

Schülerfirmen Pausensnacks in Bio-Qualität

Raus aus dem Klassenzimmer und rein ins eigene kleine Unternehmen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Schulkiosk mit Bioprodukten? In Schülerfirmen sammeln Kinder und Jugendliche wertvolle Praxiserfahrung und können gleichzeitig zu einer gesunden Verpflegung ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler beitragen. Diese Praxisbeispiele zeigen, was für den Erfolg wichtig ist.

Weiterlesen unter:

www.oekolandbau.de